Das Frauenambulatorium, auch unter dem Namen Frauenambi bekannt, von 1982 bis 2001 genossenschaftlich organisiert, war ein Teilprojekt des Autonomen Frauenzentrums AFZDas Frauenzentrum Zürich bei L-WiKI.ch, Wiki zur Lesbengeschichte der Schweiz, abgerufen am 5. Mai 2023 an der Mattengasse 27 in Zürich, das aus der Frauenbefreiungsbewegung FBB hervorgegangen war. Die Praxis zu frauenspezifischen Gesundheitsfragen und gynäkologischen Problemen war ausschliesslich von Fachfrauen geführt. Die Ärztinnenpraxis und Beratungsstelle gilt als ein Schweizer Pionierprojekt im Bereich der Frauenheilkunde, insbesondere bezüglich der Förderung, Stärkung und Unterstützung von Frauen auf Selbstbestimmung über den eigenen Körper sowie der Hilfe zur Selbsthilfe.

Entstehungsgeschichte 1972 entstand in Zürich als erstes autonomes Frauenprojekt die INFRA, eine Informations- und Beratungsstelle für Frauen. Die Frauenbefreiungsbewegung erkämpfte gemeinsam mit der homosexuellen Frauengruppe das erste autonome Frauenzentrum der Schweiz, das am 1. Juli 1974 an der Lavaterstrasse 4 eröffnet wurde. Als neues Zentrum diente ab 1980 die städtische Liegenschaft an der Mattengasse 27. Neben zahlreichen weiteren Projekten fand ab 1982 das Frauenambulatorium an diesem Standort sein Domizil.

Engagement des Frauenambulatoriums Die Frauengesundheitspraxis und Beratungsstelle zu frauenspezifischen Gesundheitsfragen und gynäkologischen Problemen engagierte sich für Frauen insbesondere zur Selbsthilfe, wobei nach deren Leitbild Krankheit als Ausdruck des Lebens wie Gesundheit ebenso interpretiert werden, Mädchen und Frauen beide Zustände indes anders erleben als dies Männer und Jungs tun. Das erklärte Ziel war es, die Selbstbestimmung von Frauen und Mädchen zu fördern, zu stärken und unterstützend zu wirken. Das Frauenambulatorium war Partei für die weibliche Mehrheit, wobei die Grenzen, auch diejenigen der Frauen mit therapeutischer Verantwortung, respektiert werden sollten.Vgl. Website Frauenambulatorium Abgerufen am 1. Januar 2023.

Literatur Über die Genossenschaft Frauenambulatorium der Frauenbefreiungs-Bewegung Zürich. Frauenbefreiungs-Bewegung (Hrsg.), Zürich 1980. Periodisches Blatt der Genossenschaft Frauen-Ambulatorium der Frauenbefreiungsbewegung Zürich (1981–1988).Periodisches Blatt der Genossenschaft Frauen-Ambulatorium der Frauenbefreiungsbewegung Zürich (1981-1988). In: Worldcat, abgerufen am 1. Januar 2023. Verein Frauenambulatorium stellt sich vor.Verein Frauenambulatorium stellt sich vor. In: Die Staatsbürgerin: Zeitschrift für politische Frauenbestrebungen. Band (Jahr): 36, 1980, Heft 10–11, S. 3–4. Abgerufen via e-periodica am 1. Januar 2023. Kelechi Mennel: Selbstbestimmte Frauenheilkunde. Das Frauenambulatorium Zürich.Kelechi Mennel: Selbstbestimmte Frauenheilkunde. Das Frauenambulatorium Zürich. In: Olymp. Feministische Arbeitshefte zur Politik. Heft 10, Juni 1999, S. 52–55. Abgerufen via Frauenarchiv Ostschweiz am 1. Januar 2023. Theres Blöchlinger: Schwangerschaftsabbruch in der Schweiz: Frauen müssen und können Verantwortung übernehmen.Theres Blöchlinger: Schwangerschaftsabbruch in der Schweiz: Frauen müssen und können Verantwortung übernehmen. In: Emanzipation. 1. März 1994, Vol. 20 (2), S. 18–19. Abgerufen am 1. Januar 2023. Marlene Meyer: Das Frauenambulatorium in der Mattengasse. Ein Gegenpol zur männlich dominierten Frauenmedizin. In: Universität Zürich, Medizinhistorisches Zürich

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Weblinks Webpräsenz Frauenambulatorium

Das Frauenambulatorium in Swisscovery, dem schweizerischen Suchportal der wissenschaftlichen Bibliotheken Reportagefotos vom Frauenambulatorium im Autonomen Frauenzentrum 1990, Schweizerisches Sozialarchiv

Nachlass Frauenbefreiungsbewegung Zürich (FBB)/Autonomes Frauenzentrum Zürich im Schweizerischen Sozialarchiv Zürich

Einzelnachweise

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