mini|hochkant|Andrzej Szarmach (links) köpft beim Weltmeisterschaftsspiel gegen Italien zum 1:0-Führungstor ein (23. Juni 1974). Andrzej Szarmach (* 3. Oktober 1950 in Danzig) ist ein ehemaliger polnischer Fußballspieler und -trainer. Der Nationalspieler trug im Laufe seiner Karriere den Spitznamen „Teufel“.

Spielerkarriere Vereine Als Junior begann der Stürmer bei Polonia Gdańsk, von dem er 1970 zum Zweitligisten Arka Gdynia wechselte. Schnell wurde er zum „Schrecken der Torhüter“ und mit 15 Treffern 1972 Torschützenkönig. In diesem Jahr wurden die Verantwortlichen des polnischen Spitzenclubs Górnik Zabrze auf Szarmach aufmerksam; dort spielte er dann bis 1976 und wurde in dieser Zeit auch zum Nationalspieler. Anschließend verpflichtete ihn FKS Stal Mielec, wo er weitere vier Jahre blieb.

1980 wechselte Andrzej Szarmach nach Frankreich, wo er bei AJ Auxerre (1980–1985), EA Guingamp (1985–1987) und Clermont FC (1987–1989, als Spielertrainer) unter Vertrag stand. In den Jahren 1981 und 1982 wurde er von der Zeitschrift France Football zum besten ausländischen Spieler der Division 1 gewählt.

In der polnischen Liga erzielte er insgesamt 109 Tore, in der französischen in 148 Erstligaspielen 94 Treffer. Dreimal in Folge (1982–1984) wurde er zweitbester Torjäger der französischen Liga.

Nationalmannschaft Zwischen 1973 und 1982 hat er 61-mal das polnische Nationaltrikot getragen und dabei 32 Treffer erzielt. Er nahm an drei Weltmeisterschaften teil (in Deutschland, Argentinien und Spanien), wurde dort mit Polen zweimal WM-Dritter (1974 und 1982). Außerdem gewann er die Silbermedaille bei den Olympischen Spielen 1976 in Montreal, wo er auch Torschützenkönig wurde.

Trainerstationen Nach dem Ende seiner aktiven Zeit versuchte er sich als Trainer bei französischen (Clermont Foot Auvergne, LB Châteauroux, AS Angoulême, FC Aurillac) und polnischen (Zagłębie Lubin) Vereinen, allerdings ohne nennenswerte Erfolge.

Privates 1974 heiratete er. Er und seine Frau Małgorzatą haben zwei Kinder und vier Enkel. Nach seiner Karriere haben sie sich in Frankreich eingebürgert und leben dieser Tage in Angoulême im westfranzösischen Département Charente in der Region Nouvelle-Aquitaine.

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