Neuenburg ist ein als Wohnplatz ausgewiesener Weiler im Südosten des Landes Baden-Württemberg. Er liegt auf dem Gebiet der zum Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald zählenden Stadt Löffingen. Bis 1931 bildete Neuenburg eine eigene Gemeinde.
Geographie Das Gebiet der Gemeinde lag zum größten Teil auf der durch Muschelkalk geprägten Hochfläche der Baar. Es war auf drei Seiten begrenzt durch tief eingeschnittene Wasserläufe: im Süden die Wutach, im Osten die Gauchach und im Norden der Tränkebach. Benachbarte Gemeinden waren Bachheim im Westen, Ewattingen im Süden, Mundelfingen im Osten und Unadingen im Norden.
Die Einwohnerzahlen lagen 1814 bei 71Johann L. Büchler (Herausgeber): Das Großherzogthum Baden nach seinen Kreisen, Hofgerichtsprovinzen und Amtsbezirken topographisch dargestellt. Zweite vermehrte und umgearbeitete Auflage 1814, S. 18 (Digitalisat)., 1885 bei 53 (davon 6 in der Burgmühle)Beiträge zur Statistik des Großherzogtums Baden. Neue Folge, zweites Heft, zugleich 48. Heft der Reihe: Die Volkszählung vom 1. Dezember 1885, 2. Teil: Ortsverzeichnis, S. 18 (Digitalisat). und 1925 bei 43.Statistisches Jahrbuch für das Land Baden. 42. Jahrgang, Karlsruhe 1925, S. 8 (Digitalisat).
Geschichte mini|Gemarkung Neuenburg 1889 Benannt war die Gemeinde nach der 1323 erstmals erwähnten Burg Neuenburg. Sie wurde 1789 wegen Baufälligkeit abgetragen, heute findet dort nur noch ein kleiner Mauerrest.Franz Xaver Kraus (Hrsg.): Die Kunstdenkmäler des Grossherzogthums Baden. Band 2: Kreis Villingen. Freiburg i. Br. 1890, S. 43 (Digitalisat); Emil Ketterer: Ein Beitrag zur Geschichte des Schlosses Neuenburg. In: Schriften des Vereins für Geschichte und Naturgeschichte der Baar. Band 33, 1980, S. 112–116 (Digitalisat).
Neben einer Reihe lose verteilter Einzelhöfe gehörte zur Gemeinde auch die im Tal der Gaucha gelegene Burgmühle.
Zu Zeiten des Heiligen Römischen Reiches gehörte das Gebiet zum Fürstentum Fürstenberg gezählt. Mit der Bundesakte von 1806 kam es zum Großherzogtum Baden. Dort wurde es im Sommer 1807 dem standesherrschaftlichen Amt Vöhrenbach unterstellt. Aus diesem ging 1813 das Bezirksamt Vöhrenbach hervor. 1821 wechselte die Gemeinde zum Bezirksamt Hüfingen, später zum Bezirksamt Donaueschingen. 1931 wurde die Gemeinde Neuenburg aufgelöst und in die Gemeinde Bachheim eingegliedert.Statistisches Jahrbuch für das Land Baden. 44. Jahrgang, Karlsruhe 1938, S. 9 (Digitalisat). Mit Bachheim ging Neuenburg 1936 zum Bezirksamt Neustadt über, aus dem 1939 der 1956 in Landkreis Hochschwarzwald umbenannte Landkreis Neustadt hervorging. Seit der Kreisreform 1973 zählt sie zum Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald, Bachheim inklusive Neuenburg wurde zum Jahresbeginn 1974 nach Löffingen eingemeindet.
In jüngerer Zeit wurde Neuenburg um einige weitere Höfe erweitert, wobei der Charakter einer rein landwirtschaftlich ausgerichteten Siedlung erhalten blieb. Die im Tal gelegene Burgmühle beherbergt eine auf Wanderer ausgerichtete Gaststätte.Website der Gaststätte, abgerufen am 16. Februar 2023.
Weblinks Eintrag Neuenburg bei LEO-BW
Einzelnachweise
Kategorie:Weiler im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald Kategorie:Geographie (Löffingen) Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald) Kategorie:Gemeindeauflösung 1931