mini|Julius von Bismarck in seiner drehbaren Scheibe „Egocentric System“ auf der Art Basel Unlimited 2015 Julius von Bismarck (* 1983 in Breisach am Rhein) ist ein deutscher Künstler, der in Berlin lebt und arbeitet.
Leben und künstlerische Entwicklung Julius von Bismarck wuchs in Riad in Saudi-Arabien auf. Er studierte zwischen 2003 und 2006 Visuelle Kommunikation und Bildende Kunst an der Universität der Künste in Berlin. 2007 nahm er am MFA-Programm für Studiokunst am Hunter College in New York teil. Anschließend absolvierte er ab 2009 ein Studium an dem von Ólafur Elíasson gegründeten Institut für Raumexperimente an der Universität der Künste in Berlin, wo er 2013 sein Studium als Meisterschüler abschloss.
Die künstlerische Arbeit von Bismarcks nimmt in der Verknüpfung von bildender Kunst mit anderen Gebieten der Forschung und des Experimentierens, u. a. den Geistes- und Naturwissenschaften, unterschiedliche Formen an wie Installationen, Happenings, Skulpturen oder Land Art. Seine Werke eint die tiefgehende Erforschung von Phänomenen der Wahrnehmung und der Darstellung und Konstruktion von Realität.
Sein Projekt Image Fulgurator wurde 2008 mit dem Prix Ars Electronica ausgezeichnet und von einem breiteren Publikum gefeiert sowie in verschiedenen Medien wie Wired, Arte und The Creators Project von Vice u. a. vorgestellt.
Außerdem arbeitete Bismarck mit Julian Charrière für die ortsspezifische Performance Some pigeons are more equal than others auf der Architekturbiennale 2012 in Venedig zusammen. Das Projekt wurde auch für Performances/Installationen in Kopenhagen und Berlin adaptiert. Das Werk beinhaltet eine von Charrière und Bismarck entworfene Taubenfangvorrichtung. Das Gerät wird an einem öffentlichen Ort aufgestellt, um Tauben auf ihrem Weg durch die Umgebung zu fangen und anschließend mit Airbrush zu bearbeiten.
2012 war von Bismarck der erste Artist in Residency am CERN, der Europäischen Organisation für Nuklearforschung, in Genf.
Sein Werk mit dem Titel „The First, the Last, Eternity“ schmückt die Check-in-Halle des Terminal 3 am Frankfurter Flughafen. Die Installation besteht aus drei ringförmigen Skulpturen (Tori), die separat unter der 18 Meter hohen Decke befestigt sind.
Ausstellungen (Auswahl) Einzelausstellungen 2017 – Städtische Galerie der Stadt Wolfsburg 2017 – Galerie Marlborough Contemporary in New York City (USA) 2018 – Kunstpalais Erlangen: Julius von Bismarck. A Racehorse for Christmas 2019 – Palais de Tokyo in Paris (Frankreich): Julius von Bismarck. Die Mimik der Tethys 2020/2021 – Bundeskunsthalle in Bonn: Julius von Bismarck. Feuer mit Feuer 2023 – Berlinische Galerie in Berlin: Julius von Bismarck. When Platitudes Become Form 2025/2026 - Kunst Haus Wien: Normale Katastrophe
Gruppenausstellungen 2015 – 8th Momentum Nordic Biennial of Contemporary Art in Norwegen 2016 – Martin-Gropius-Bau in Berlin: +ultra. Gestaltung schafft wissen 2017 – Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart in Berlin: Festival of Future Nows 2017 – 1st Antarctic Biennale 2018 – Schirn Kunsthalle in Frankfurt/Main: Power to the People 2018 – Hamburger Kunsthalle: Entfesselte Natur – Das Bild der Katastrophe seit 1600 2019 – 7th Thessaloniki Biennale
Weblinks
Homepage des Künstlers Julius von Bismarck auf den Seiten der Kunsthandlung Alexander Levy
Einzelnachweise
Kategorie:Absolvent der Universität der Künste Berlin Kategorie:Bildender Künstler (Deutschland) Kategorie:Aktionskünstler (Deutschland) Kategorie:Objektkünstler (Deutschland) Julius Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1983 Kategorie:Mann