mini|Dorfgemeinschaftshaus Lessau (2022)
Lessau ist ein Gemeindeteil des Markts Weidenberg im Landkreis Bayreuth (Oberfranken, Bayern). Die Gemarkung Lessau hat eine Fläche von 7,587 km². Sie ist in 761 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 9969,29 m² haben. In ihr liegen neben dem namensgebenden Ort die Gemeindeteile Flurhof, Gebhardtshof, Neuwiese, Stockau und Stockau Bahnhof.
Geographie Das Dorf liegt am Fuße des Pensenberges (, 2,2 km nordwestlich) und wird vom Würgersbach, einem rechten Zufluss der Ölschnitz, durchflossen. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt am Gebhardtshof vorbei nach Stockau (2 km westlich) bzw. zur Staatsstraße 2463 (1,1 km östlich). Eine weitere Gemeindeverbindungsstraße führt nach Lankendorf zur Kreisstraße BT 6 (2,4 km nördlich).
Geschichte Der Ort im Jahr 1150 als „Lesen“ erstmals urkundlich erwähnt.D. Hermann: Fichtelgebirge, Bayerisches Vogtland, Steinwald, Bayreuther Land, Sp. 384.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Lessau 17 Anwesen (3 Höfe, 4 Halbhöfe, 1 Zweidrittelhof, 1 Drittelhof, 3 Sölden, 1 Mühle, 2 Tropfhäuser, 1 Gemeindeschmiede, 1 Gemeindehirtenhaus). Die Hochgerichtsbarkeit stand dem bayreuthischen Stadtvogteiamt Bayreuth zu. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft sowie die Grundherrschaft über sämtliche Anwesen hatte das Hofkastenamt Bayreuth.R. Winkler: Bayreuth, S. 372.
Von 1797 bis 1810 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Bayreuth. Nachdem im Jahr 1810 das Königreich Bayern das Fürstentum Bayreuth käuflich erworben hatte, wurde Lessau bayerisch. Infolge des Gemeindeedikts wurde Lessau dem Steuerdistrikt Neunkirchen am Main zugewiesen. Zugleich entstand die Ruralgemeinde Lessau, zu der Gebhardtshof gehörte. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Bayreuth zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Bayreuth (1919 in Finanzamt Bayreuth umbenannt). Mit dem Gemeindeedikt von 1818 wurde Stockau eingemeindet. Etwas später wurden auf dem Gemeindegebiet Flurhof und Neuwiese gegründet. Ab 1862 gehörte Lessau zum Bezirksamt Bayreuth (1939 in Landkreis Bayreuth umbenannt). Die Gerichtsbarkeit blieb beim Landgericht Bayreuth (1879 in Amtsgericht Bayreuth umgewandelt).R. Winkler: Bayreuth, S. 476. Die Gemeinde hatte 1964 eine Gebietsfläche von 7,588 km². Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde die Gemeinde Lessau am 1. Januar 1972 nach Weidenberg eingemeindet.
Baudenkmäler In Lessau gibt es drei Baudenkmäler: Haus Nr. 13: Wohnstallhaus Haus Nr. 20: Wohnhaus Haus Nr. 24: Steinmühle
Bodendenkmäler In der Gemarkung Lessau gibt es fünf Bodendenkmäler.
Einwohnerentwicklung Gemeinde Lessau Jahr 1822 1840 1852 1855 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900 1905 1910 1919 1925 1933 1939 1946 1950 1952 1961 1970Einwohner 305 358 403 402 398 432 420 404 440 423 391 383 359 347 318 313 283 245 243 428 404 347 273 261HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet. 32 49 52 51 54 46 47 51 Quelle
Ort Lessau Jahr 1819 1822 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 2020Einwohner 159 164 211 208 213 168 146 166 111 117 110 104Häuser 16 25 25 22 21 21 24 Quelle
Religion Lessau ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und teils nach St. Laurentius (Neunkirchen am Main), teils nach St. Michael (Weidenberg) gepfarrt.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Ort im Landkreis Bayreuth Kategorie:Geographie (Weidenberg) Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Bayreuth) Kategorie:Gemeindegründung 1812 Kategorie:Gemeindeauflösung 1971 Kategorie:Ersterwähnung 1150 Kategorie:Gemarkung im Landkreis Bayreuth