Die (abgekürzt DIICOT, zu ) ist eine rumänische Sonderstaatsanwaltschaft, die seit ihrer Gründung 2004 mit der Untersuchung und Verfolgung von Straftaten im Zusammenhang mit organisierter Kriminalität und Terrorismus in In- und Ausland beauftragt ist.
Die DIICOT wird von einem Oberstaatsanwalt und einem Stellvertreter geleitet, die vom Justizministerium ernannt und vom rumänischen Präsidenten ins Amt eingeführt werden. Der Bereich ist dem Generalstaatsanwalt der Staatsanwaltschaft beim Obersten Kassations- und Justizgericht unterstellt.vgl. Auswahl für Chefs bei DNA und DIICOT beginnt. Auch Stelle des Generalstaatsanwalts wird ausgeschrieben. In: ADZ. 28. Dezember 2022.
In Hinblick auf die polizeiliche und justizielle Zusammenarbeit in Strafsachen in einem Raum der Freiheit, der Sicherheit und des Rechts und den Beitritt Rumäniens zur Europäischen Unionvgl. In: ABl. L 354, 14. Dezember 2006, S. 56. arbeitet sie mit der Nationalen Antikorruptionsbehörde (DNA) zusammen.vgl. Florian Hassel: Rumänien: Gejagte Korruptionsjäger. Süddeutsche Zeitung, 6. November 2017.
Seit 2019 leitet Oana Pâțu kommissarisch die Dienststelle, nachdem ihre Vorgängerin Giorgiana Hosu zurückgetreten war. Das journalistische Netzwerk Organized Crime and Corruption Reporting Project (OCCRP) berichtet online über Aktivitäten der DIICOT, darunter auch Verfahren gegen Angehörige der DIICOT-Leitung selbst.Ehemann verurteilt: DIICOT-Chefin Giorgiana Hosu zurückgetreten. Stellvertreterin Oana Pâțu übernimmt Interims-Leitung. ADZ, 26. September 2020.DIICOT. OCCRP, abgerufen am 31. Dezember 2022 (englisch).
Seit April 2023 leitet die Staatsanwältin Alina Albu diese Ermittlungsbehörde, wobei 2024 17.803 Personen untersucht und 15.191 Fälle aufgeklärt wurden.
Siehe auch Korruption in Rumänien
Weblinks . In: Amtsblatt der Europäischen Union. L, Nr. 157, 21. Juni 2005, S. 203–375. Hartmut Rank, Stanislav Splavnic, Svenja Gutsche: EuGH-Urteil zu Rumänien. Fehlgeschlagene „Justizreform“ der PSD-geführten Vorgängerregierungen. Konrad-Adenauer-Stiftung, 1. Juni 2021 (zum Urteil des Europäischen Gerichtshofs vom 18. März 2021, Rs. C‑83/19 et a.)
Einzelnachweise
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