Adam Burchard von Schiebell (* 1719 in Warschau; † 13. März 1796 in Dresden) war ein kurfürstlich-sächsischer General der Kavallerie, Kommandant des Kadettencorps und Kabinettsminister.
Leben und Werk Er stammte aus der Adelsfamilie von Schiebell und trat in den Dienst des König-Kurfürsten Friedrich August. Bereits im Zweiten Schlesischen Krieg zeichnete er sich unter dem Kommando des Generalleutnants von Sybilsky als Kavallerieführer der Polnisch-Sächsischen Armee aus, indem er 1745 mit seinen Ulanen ein preußisches Dragonerregiment im Mordgrund bei Dresden zerschlug. Er avancierte rasch und übernahm 1781 mit dem Range eines Generalleutnants das Kommando über das sächsische Kadettencorps und wurde schließlich zum General der Kavallerie befördert und 1790 zum Kabinettsminister ernannt. mini|hochkant=0.5|Sein Besitz: Schloss Drebkau. Sammlung Alexander Dunckers, 19. Jh.Siehe: Drebkau., In: Alexander Duncker (Hrsg.): Die ländlichen Wohnsitze, Schlösser und Residenzen der ritterschaftlichen Grundbesitzer in der preußischen Monarchie nebst den königlichen Familien-, Haus-, Fideicommiss- und Schattull-Gütern, nebst begl. Text. Band 4, Selbstverlag Duncker sen., Berlin 1861, Litho u. Text-Blatt 188. Um 1776 erwarb er Schloss Drebkau in der südlichen Niederlausitz und gründete dafür einen Familienfideikommiss.Drebkau, In: Vincenz Czech, Christiane Salge: Herrenhäuser in Brandenburg und der Niederlausitz. Kommentierte Neuausgabe des Ansichtenwerks von Alexander Duncker (1857–1883). Band 1, S. 95 (Originaltext), Band 2 (Katalog). Hrsg. Peter-Michael Hahn, Hellmut Lorenz, Nicolai/Beuermann, Berlin 2000, ISBN 3-87584-024-0, S. 113–116. Drebkau lag für ihn strategisch günstig, relativ nahe der sächsischen Grenze. Dieser Besitz gelangte somit später über seine SchwesterVgl. F. Hvass: Samling af Meddelelser og Familier af Navnet Hvas. Band 1, J. H. Schulz, Kopenhagen 1861, S. 132–133. Marie Sophie von Arenstorff geborene von Schiebell (1711–1761) an die Familie von Arenstorff, letztlich an deren dänische Hauslinie. Seine ältere Schwester war verheiratet mit Andreas von Arenstorff (1709–1764). Sie war die Großmutter des Fideikommissherrn Andreas von Arenstorff-Drebkau (1768–1843), der als Offizier sowohl für Sachsen als auch für Preußen diente.Hans Rudolf Hiort-Lorenzen, Anders Thiset: Danmarks Adels Aarbog. Jahrgang 3-1886, Verlag Vilh. Trydes Boghandel, Kopenhagen 15. Dezember 1885, S. 22.
Zeitweilig hatte er mit Schloss Wohla des Weiteren eine Begüterung in der Oberlausitz und war dort auch als Herrenhaus-Bauherr tätig.Cornelius Gurlitt: Beschreibende Darstellungen der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Königreichs Sachsen. Heft 35: Amtshauptmannschaft Kamenz Land. Hrsg. K. Sächsisches Ministerium des Innern, Mitwirkung: K. Sächsischer Altertumsverein, C. C. Meinhold & Söhne, Dresden 1912, S. 334 f.
Ehrungen In Drebkau wurden eine Straße und die Schiebell-Grundschule nach ihm benannt.
Literatur Churfürstlich-Sächsischer Hof- und Staats-Kalender auf das Jahr 1784. M. G. Weidmann`s Erben und Reich, Leipzig 1783/1784, S. 223. F. A. v. Göphardt: Göphardts alphabetisches Verzeichnis sächsischer Offiziere bis Mitte 1815. Dresden 1885. Heinrich Meschwitz: Geschichte des Königlich Sächsischen Kadetten- und Pagen-Korps. Dresden, Damm, 1907.
Gerhard Honnens de Lichtenberg: Minister V. Schielbell og Arenstorff'erne På Drebkau og Kausche. Dänisch (WorldCat) 1940.
Einzelnachweise
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