Die Katsonis-Klasse war eine Klasse von zwei U-Booten der Königlich Griechischen Marine, die 1927 bis 1945 in Dienst stand.

Geschichte Nach dem Ersten Weltkrieg bestellte das Königreich Griechenland zwei U-Boote bei dem französischen Schwerindustrie-Unternehmen Schneider-Creusot in Chalon-sur-Saône. Der Bau der Schiffe erfolgte in den Werften Forges et chantiers de la Gironde in Lormont und Chantiers de la Loire in Nantes.

Einheiten Kennung Name Bauwerft Kiellegung Stapellauf Indienststellung Verbleib Y-1 Katsonis(Κατσώνης) Forges et chantiers de la Gironde,Lormont 1925 20. März 1926 Juni 1928 Am 14. September 1943 durch deutsches U-Boot-Jagdboot UJ2101 versenkt Y-2 Papanikolis(Παπανικολής) Chantiers de la Loire,Nantes 1925 19. November 1926 21. Dezember 1927 Am 14. Juli 1945 außer Dienst, später abgebrochenTurm steht vor dem Marinemuseum in Piräus

Technik Die Konstruktion der U-Boote mit Doppelhülle erfolgte nach den Plänen von Schneider-Laubeuf. Der Entwurf ähnelte dem der französischen Circé-Klasse, die Katsonis-Klasse hatten jedoch einen größeren Turm. Für die Überwasserfahrt verfügten die U-Boote über zwei Schneider-Carels-Zweitakt-Dieselmotoren von jeweils 650 PS. Sie dienten auch zum Laden der Batterien. Untergetaucht wurden die zwei Propeller von zwei Elektromotoren mit jeweils 500 PS angetrieben. Die U-Boot-Hülle war für eine Tauchtiefe von maximal 80 m ausgelegt.

Der Dieselvorrat reichte für eine Reichweite von 1500 sm (2778 km) bei normaler Fahrt und für eine maximale Reichweite von 3500 sm (6482 km) bei jeweils 10 kn (18,5 km/h). Mit vollgeladenen Batterien konnte man 100 sm (185 km) mit einem Tempo von 5 kn (9,3 km/h) untergetaucht zurücklegen.

Die Bewaffnung der Schiffe bestand aus einer 100-mm-Kanone vom Typ Canon de 100 mm Modèle 1917 und zwei Maschinengewehren. Außerdem verfügte es über zwei interne und zwei externe Bug-Torpedorohre und zwei externe Heck-Torpedorohre mit jeweils einem Durchmesser von 53,3 cm (21 Zoll). An Munitionsvorrat führte man 7 Torpedos und 100 Munitionsgurte mit 100-mm-Patronen mit.Jane’s Fighting Ships of World War II, London 1989, ISBN 185170194X, S. 157 Nach November 1942 wurde zumindest bei der Papanikolis die 100-mm-Kanone durch eine Ordnance QF 3 pounder Vickers ersetzt.

Literatur Konstandinos Païsis-Paradelis: Τα πλοία του πολεμικού ναυτικού 1829–1999., ISBN 960-86501-1-9, S. 81, 123–124

Weblinks

Katsonis-Klasse auf Navypedia (englisch)

Einzelnachweise

Kategorie:Militärschiffsklasse (Griechenland) Kategorie:Militär-U-Boot-Klasse