Elvīra Maiga Hortenzija Baldiņa (* 11. August 1919 in Karkly, Bezirksgemeinde Madona, Lettland; † 27. Mai 2025) war eine sowjetische bzw. lettische Schauspielerin.

Biografie Baldiņa wurde in dem Weiler Kraukļi als Tochter von Anna und Jānis Baldiņš, einem Bauernehepaar geboren.Jaunatnes teātra aktrisei Elvīrai Baldiņai - 105! auf kroders.lv vom 11. August 2024 (lettisch), abgerufen am 7. Mai 2025. Sie besuchte die örtliche Volksschule und anschließend bis 1938 das Gymnasium in Cesvaine. Danach nahm die junge Frau ein Jahr Unterricht an der Theaterschule des Lettischen Schauspielerverbandes in Riga und setzte ihre Ausbildung beim Lettischen Dramaensemble fort. Dort stand Baldiņa von 1941 bis 1944 auch auf der Bühne. Um ihren Lebensunterhalt zu verdienen, arbeitete sie als Hausangestellte.

Zwischen 1945 und 1976 spielte Baldiņa für das Staatliche Jugendtheater der Lettischen SSR und blieb dem Haus auch im Ruhestand weiter verbunden. Außerdem beteiligte sie sich an Hörspielen und Fernsehproduktionen.Biografie Baldiņas auf kino-teatr.ru (russisch), abgerufen am 29. Dezember 2022.Biografie Baldiņas auf makslinieki.lv (lettisch), abgerufen am 29. Dezember 2022. Im Film war Baldiņa erstmals 1970 als Schuldirektorin in der Klāvs - Mārtiņa dēls zu sehen. Es folgten nur noch Das Märchen vom Däumling, der Kurzfilm Kā mēs aizgājām no mājām und die lettisch-US-amerikanische Koproduktion Būris.Filmografie Baldiņas auf kino-teatr.ru (russisch), abgerufen am 29. Dezember 2022.

Neben der Schauspieltätigkeit engagierte sich Baldiņa als ehrenamtliche Richterin und Abgeordnete im örtlichen Sowjet.

Sie wurde 1955 zur Verdienten Künstlerin der Lettischen SSR ernannt und erhielt 2010 den Drei-Sterne-Orden.

Persönliches Baldiņa war mit dem Dirigenten und Violinisten Leonhards Ostrovskis verheiratet, der Pianist Toms Ostrovskis ist ihr Enkel.Artikel und Interview anlässlich Baldiņas 100. Geburtstages auf nra.lv (lettisch), abgerufen am 29. Dezember 2022. Im Mai 2025 starb Elvīra Baldiņa über zwei Monate vor ihrem 106. Geburtstag.

Theaterarbeit (Auswahl) Lettisches Dramaensemble Circenītis aizkrāsnē – nach Das Heimchen am Herde 1943: Brand Staatliches Jugendtheater der Lettischen SSR 1947: Princese Gundega un karalis Brusubārda – von Anna Brigadere 1949: Maija un Paija – von Anna Brigadere 1950: Die Schneekönigin (Schneschnaja koroljewa) – von Jewgeni Schwarz 1951: Ihre Freunde (Jejo drusja) – von Wiktor Rosow 1953: Aljoscha Peschkow – von Olga Forsch 1954: Смех и слёзы (Smech i sljosy) – von Sergei Michalkow 1955: Наташин дневник (Nataschin dnewnik) – von Isai Kusnezow und Awenir Sik 1956: Das goldene Ross (Zelta zirgs) – von Rainis 1956: Приключения Димки (Prikljutschenija Dimki) – von Wadim Korostyljow und Michail Lwowski 1956: Vārnu ielas republika – von Jānis Grīziņš 1957: Auf der Suche nach Freude (W poiskach radosti) – von Wiktor Rosow 1960: Отверженные (Otwerschennyje) – nach Victor Hugos Die Elenden 1960: Mūsu sētas bērni – von Zenta Ērgle 1962: Это не так просто (Eto ne tak prosto) – von Georgi Schmeljow 1966: Легенда об Уленшпигеле (Legenda ob Ulenschpigele) – nach Die Legende und die heldenhaften, fröhlichen und ruhmreichen Abenteuer von Ulenspiegel und Lamme Goedzak 1967: Die Letzten 1967: Медвежонок Пух и его друзья (Medweschonok Puch i jewo drusja) – nach Pu der Bär 1968: Малыш и Карлсон, который живёт на крыше (Malysch i Karlson, kotory schiwjot na krysche) – auf Grundlage von Karlsson vom Dach 1978: Капля солнечной росы (Kaplja solnetschnoi rosy) – nach Jānis Jaunsudrabiņš 1981: Ожидание праздника (Oschidanije prasdnika) – nach Pauls Putniņš

Filmografie 1970: Klāvs - Mārtiņa dēls 1986: Das Märchen vom Däumling (Sprīdītis) 1986: Kā mēs aizgājām no mājām (Kurzfilm) 1993: Būris

Weblinks

Einzelnachweise

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