Als Eisenbahngruben werden verschiedene Steinkohle-Bergwerke im Saarrevier bezeichnet, deren wirtschaftliche Ausbeutung erst im Zusammenhang mit dem Bau von Eisenbahnstrecken möglich wurde.
Eine wirtschaftlich sinnvolle Verwertung der Steinkohle-Vorkommen im Saarkohlenwald war bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts nur schwer möglich, da die dortigen Lagerstätten verkehrsmäßig nicht erschlossen waren. Erst mit dem Baubeginn der Eisenbahnstrecken im Saargebiet durch die preußische Königliche Direction der Saarbrücker Eisenbahn wurde eine industrielle Förderung der Kohle möglich, da mit der Eisenbahn ein Abtransport großer Mengen Kohle ermöglicht wurde. So entstanden entlang der Bahnstrecken diverse Kohlegruben, die sogenannten Eisenbahngruben.Der Steinkohlenbergbau an der Saar, Autor: Malte Jelfer, Université du Luxembourg, abgerufen am 27. Dezember 2022.Geschichte des Saarbergbaus, Hrsg.: RAG, abgerufen am 27. Dezember 2022.Delf Slotta: Der Steinkohlenbergbau an der Saar – seine Geschichte und sein baulichen kulturelles Erbe. In: Der saarlänische Steinkohlenbergbau. Hrsg.: Karlheinz Pohmer, Verlag: Krüger, Dillingen(Saar), 2012, ISBN 978-3-9814952-1-8, S. 120.
Bahnstrecken
Neunkirchen – Saarbrücken 1852 wurde die Bahnstrecke zwischen Saarbrücken und Neunkirchen durch das Sulzbachtal in Betrieb genommen. In Folge entstanden entlang der Strecke folgende Gruben: König, 1850 Reden, 1850 Heinitz, 1851 Dudweiler, 1852 Sulzbach, 1852 Dechen, 1854 Jägersfreude, 1856 Itzenplitz, 1856
Fischbachtalbahn Ab 1866 begann der Bau der Strecke durch das Fischbachtal. Im Zuge des Baus wurde die folgende Grube erschlossen: Camphausen, 1871
Einzelnachweise
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