rahmenlos|hochkant|rechts|Wappen derer von Gehler Gehler ist oder war eine in Görlitz und zuletzt auch in Leipzig vorkommende Familie, die einige Bürgermeister der Stadt stellte. Im Jahr 1650 wurde Bartholomäus Gehler von Ferdinand III. geadelt.
Stammlinie Der älteste nachweisbare Stammvater des Geschlechts ist Nikolaus Gehler, 1456 Gutsbesitzer auf Leopoldshain. Sein Enkel Mathäus († 27. Dezember 1552) wurde ein angesehener Bierbrauer in Görlitz. Bei Christian Knauthe heißt es zwar, Mathäus sei Nikolaus Sohn gewesen, die nachfolgenden Autoren nennen aber Nikolaus’ Sohn Michael als Vater des Mathäus. Mit seiner Ehefrau Ursel, nicht überlieferten Nachnamens, zeugte Mathäus 11 Kinder.
Wappen mini|hochkant|Eingefärbtes Gehler’sches Wappen. Vorlage: Leonhard Dorst: Allgemeines Wappenbuch, Band 2, 1846.
Das Wappen zeigt in Gold einen schräglinks gelegten braunen abgeschnittenen kurzen Rosenstock, aus dessen rechter Seite nebeneinander drei rote Rosen hervorgehen. Auf dem gekrönten Helm mit schwarz-goldenen Helmdecken ein wachsender goldener Löwe.
Gruft mini|Gehlergruft (rechts) bei der sagenumwobenen Mollerlinde Nach den Quellen im Görlitzer Ratsarchiv hat der Bürgermeister Georg Endermann für die Familie Gehler im Jahr 1658 ein Begräbnis am Nikolaikirchhof angelegt, das des Bürgermeisters Bartholomäus Gehlers Sohn Johann (auch Johannes; * 30. September 1630; † 4. Juni 1679) zur Gehler’schen Gruft vollendete und zuerst in ihr beigesetzt wurde.
Auch nach der Inschrift in ihr wurde sie in Bartholomäus Gehlers Todesjahr 1676 von seinem Sohn Johann erbaut. Von letzterem stammt auch der lateinische Spruch innerhalb der Gruft. Er entspricht einer Passage in Kohelet .
Persönlichkeiten Bartholomäus Gehler (1601–1676), Sekretär im Fürstentum Sagan und in Görlitz, Görlitzer Bürgermeister und Landesherr; 1650 geadelt Johann Wilhelm Gehler (1649–1713), Görlitzer Bürgermeister Johann Wilhelm Gehler (1696–1765), Görlitzer Bürgermeister und Wissenschaftlicher Johann Samuel Traugott Gehler (1751–1795), Physiker und Jurist Johann August Otto Gehler (1762–1822), Jurist und Kommunalpolitiker Johann Carl Gehler (1732–1796), Arzt, Anatom und Mineraloge
Literatur Gehler. In: Konrad Blažek: J. Siebmacher’s großes und allgemeines Wappenbuch. Abgestorbener Adel der preußischen Provinz Schlesien. Teil 2. Nürnberg 1890. S. 38, Tfl. 25. (Text, Tafel) Gehler. In: Wappenbuch der Preussischen Monarchie, Band 17. Nürnberg 1858. Tfl. 74. (books.google.de) von Gehler. In: Leonhard Dorst: Allgemeines Wappenbuch. Band 2. Görlitz 1846, S. 158–159, Tfl. 259. (Text, Tafel) Gehler. In: Paul Fritsch: Alte Görlitzer Geschlechter und die Wappen derselben. Görlitz 1891, S. 20–22, Tfl. 2. (Text, Tafel) v. Gehler. In: Walter von Boetticher: Geschichte des Oberlausitzer Adels und seiner Güter. Band 1. Görlitz 1912. S. 418–422. (Online) Friedrich August Weiz: Das gelehrte Sachsen. Leipzig 1780, S. 69–70 (books.google.de). Christian Knauthe: Ehrenreich Gedächtnis des alten und hochangesehenen Geschlechts der Gehler. Fickelscherer (Verlag), Görlitz 1775 (books.google.de). Christian Knauthe: Gedanken über das Wappen Der Edlen Gehler. Görlitz 1747. (Online)
Einzelnachweise
Kategorie:Sächsisches Adelsgeschlecht