mini|Robert Schmidt-Matt, 2022 Robert Schmidt-Matt (* 1. Januar 1954 in Berlin-Kreuzberg) ist ein deutscher Bildhauer.
Leben Nach einem Studium der Malerei an der Hochschule der Bildenden Künste in Berlin, wo zu seinen Lehrern Fred Thieler und Gerhard Fietz gehörten, wechselte Robert Schmidt-Matt 1975 zur Bildhauerei. Dieses Studium konnte er 1984 erfolgreich abschließen, nachdem er zuvor Meisterschüler bei Michael Schoenholtz war.
Seit 1982 ist Robert Schmidt-Matt Mitglied im Bundesverband Bildender Künstlerinnen und Künstler und arbeitet seit 1984 freischaffend.
Von 1990 bis 2007 war Robert Schmidt-Matt künstlerischer Leiter der Sommerakademie Marburg. Von 1995 bis 1999 hatte er einen Lehrauftrag an der Hochschule der Künste Berlin inne.
Im Rahmen seines bildhauerischen Schaffens beteiligte er sich an Bildhauersymposien in Berlin, Bernau bei Berlin, Bielefeld, Reinhardtsdorf, Sutthausen, Vellmar, Valley, Dakar (Senegal), Mersin (Türkei) und Wiltz (Luxemburg).
Zitat „Robert Schmidt-Matt ... erweitert das traditionell homogene Bild und lässt uns den Stein anders erfahren, indem er neue Möglichkeiten der Raumbildung und Raumschöpfung im klassischen Material auslotet. Das massive Volumen zerlegt der Künstler in Einzelteile, belässt sie aber im Verbund und macht dadurch die Gesamtform wandelbar. Statt die Oberfläche aufzubrechen, durchdringt Robert Schmidt-Matt den verborgenen Raum. Er ersinnt Formen innerhalb des Steinkubus und entwickelt dafür ein gedankliches Schnittmuster. Mit Hammer und Meißel arbeitet er vertikal in das Material. Er zerlegt damit das innere Volumen, ohne es zu teilen und löst miteinander verzahnte Formen heraus.“Anmerkungen zu den Arbeiten von Robert Schmidt-Matt von Dr. Friederike Hauffe, abgerufen am 25. Dezember 2022, berufsverband bildender künstler*innen berlin
Ausstellungen (Auswahl) 1988: Kunsthalle Bielefeld 1990: Galerie Mutter Fourage, Berlin 1991: Torhausgalerie, Braunschweig 1993: Simultanhalle, Köln 1994: Galerie im Turm, Berlin 1998v Galerie am Prater, Berlin 2019: Kunstverein Rosenheim 2020/22: Kulturhaus Holzapfel, Tacherting 2023: Kulturhaus „sans titre“, Potsdam 2024: Galerie Hinter dem Rathaus, Wismar 2025: Kunstverein Schwedt; Black Box, Hirschburg; Galerie 47, Birkenwerder
Werke (Auswahl) Arbeiten für das TheaterInformationen zu Robert Schmidt-Matt, abgerufen am 25. Dezember 2022, Theaterforum Kreuzberg Seit 2002 fertigte Robert Schmidt-Matt zahlreiche Bühnenbilder für das Theaterforum Kreuzberg: 2002: Die Ballade vom Großen Makabre (Michel de Ghelderode) 2003: Das Hotel (Max Beckmann) 2004: Das Blaue Ungeheuer (Carlo Gozzi) 2005: Jeux de massacre (Eugène Ionesco) 2008: Leinwandmesser, die Geschichte eines Pferdes (nach Tolstoi) 2010: Jakob oder die Unterwerfung (Eugène Ionesco) 2013: Wolf im Korb (Roger Vitrac) 2018: Verkehrte Welt (Ludwig Tieck) 2020: Die Vögel (Aristophanes) 2022: Die Riesen vom Berge (Luigi Pirandello) 2023: PLUTOS – der Reichtum (Aristophanes) 2025: Aria da capo (Edna St. Vincent Millay)
Bildhauerarbeiten 1985: Figurengruppe „Drei Liegende“ (Auftrag für die Bundesgartenschau 1985 in Berlin) 1987: Brunnenanlage Helmstraße, BerlinBrunnenanlage von Robert Schmidt-Matt, abgerufen am 25. Dezember 2022, Projekt Bildhauerei in Berlin 1987/88: Gedenktafelcollage für die Weiße Rose auf dem Geschwister-Scholl-Platz in München 1988: „Große Wartende“, Rochdalepark Bielefeld (nach Parkumgestaltung verschollen) 1990: Brunnenanlage Helmstraße, Berlin 1994: „Yagana, Yagana...“, San Marie de Hann, Dakar, Senegal 2002: „Aus dem Häuschen“, Ahnepark, Vellmar 2006: „Des Müllers Last“, Marktplatz Frauenstein/Osterzgebirge 2008: „Dem homo ludens“, Hafenpromenade Mersin, Türkei 2011: „Torso wirft Nachmittagsschatten“, Park Gut Sutthausen, Osnabrück 2015: „Das war das Haus vom Nikolaus“, am Jakobsweg, Otterbach/Rheinland-Pfalz 2019: „Samspel“, Rue Michel Thilges, Wiltz, Luxemburg 2020: „Das Gemeinsame im Ganzen“, Kunsthof Bernau bei Berlin, Arbeit im Rahmen des deutsch-polnischen Bildhauersymposiums „Terrain – Teren“Sandstein-Skulptur fand ihren Platz auf dem Kulturhof, abgerufen am 25. Dezember 2022, Stadt Bernau bei Berlin 2021: „Game of Dice“, náměstí svobody, Hradec Králové, Tschechien
Auszeichnungen und Stipendien 1984: 1. Preis im Wettbewerb „Brunnen Buckower Damm“ für die Bundesgartenschau 1985 in Berlin 1987: RischArt-Preis für die Gedenktafelcollage für die Weiße Rose auf dem Geschwister-Scholl-Platz in München 1988: Förderpreis der Prinz Luitpold-Stiftung 2022: Erster Preis im Wettbewerb zur Umgestaltung des Marktplatzes in Berlin-Friedrichshagen
Weblinks
Offizielle Website Robert Schmidt-Matt bei bildhauerei-in-berlin.de Informationsblatt zu den Denkmälern für die Widerstandsgruppe Weiße Rose in München (PDF)
Einzelnachweise
Kategorie:Bildhauer (Berlin) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1954 Kategorie:Mann