SMS V 1 bis SMS V 10 waren Torpedoboote I. Klasse der deutschen Kaiserlichen Marine. Diese erhielten kurz die Bezeichnung Nr. XVIII bis Nr. XXVII.
Technische Daten Der Rumpf der V-Torpedoboote bestand aus einem Querspantbau-Stahlbau.
Die stehende 3-Zylinder-3-fach-Expansionsmaschine konnte bei voller Beladung des Bootes, u. a. mit max. 8,5 t Kohle, 800 sm bei 10 kn zurücklegen. Der Lok-Kessel konnte 10 atü zur Verfügung stellen. Zusätzlich stand noch ein Segel mit 12 m² zur Verfügung.
Der Schornstein der V-Torpedoboote war nach Backbord versetzt.
Einheiten Name Stapellauf Indienststellung Verbleib V 1 1. April 1884 11. August 1884 Indienststellung unter der Bezeichnung Nr. XVIII,am 25. November 1884 in V 1 umbenannt,Zuletzt als Hafentorpedoboot eingesetzt und 1910 in der Kaiserlichen Werft Kiel abgebrochen V 2 28. April 1884 3. September 1884 Indienststellung unter der Bezeichnung Nr. XIX,am 25. November 1884 in V 2 umbenannt,Zuletzt als Hafentorpedoboot eingesetzt und 1910 in der Kaiserlichen Werft Kiel abgebrochen V 3 5. Mai 1884 5. September 1884 Indienststellung unter der Bezeichnung Nr. XX,am 25. November 1884 in V 3 umbenannt,Am 9. September 1885 in Kiel gesunken, die Maschine wurde im Torpedoboot A weiterverwendet;Im Herbst 1885 nahm die Ulan an den Manövern der Flotte teil und versuchte im September gemeinsam mit der Blücher, das vor Langeland gesunkene Torpedoboot V 3 zu bergen V 4 12. Mai 1884 7. September 1884 Indienststellung unter der Bezeichnung Nr. XXI,am 25. November 1884 in V 4 umbenannt,Zuletzt als Hafentorpedoboot eingesetzt und 1900 in Hamburg abgebrochen V 5 19. Mai 1884 28. Juli 1884 Indienststellung unter der Bezeichnung Nr. XXII,am 25. November 1884 in V 5 umbenannt,zuletzt als Hafentorpedoboot eingesetzt und 1910 in der Kaiserlichen Werft Kiel abgebrochen V 6 23. Mai 1884 30. Oktober 1884 Indienststellung unter der Bezeichnung Nr. XXIII,am 25. November 1884 in V 6 umbenannt,zuletzt als Hafentorpedoboot eingesetzt und 1900 aus der Liste der Kriegsschiffe gestrichen;Ab 1904 diente es als Getreidetransportschute in Hameln. 1908 kam es als Anleger zur Oberweser-Personenschifffahrt.1924 erfolgte der Umbau zum Motorfährschiff Forelle. Am 1. Juli 1955 ging die Forelle in der Weser unter.Nach der Bergung wurde sie 1966 abgebrochen. V 7 29. Mai 1884 16. September 1884 Indienststellung unter der Bezeichnung Nr. XXIV,am 25. November 1884 in V 7 umbenannt,zuletzt als Hafentorpedoboot eingesetzt und 1910 in Hamburg abgebrochen V 8 6. Juni 1884 16. September 1884 Indienststellung unter der Bezeichnung Nr. XXV,am 25. November 1884 in V 8 umbenannt,zuletzt als Tender eingesetzt und 1910 in Hamburg abgebrochen V 9 12. Juni 1884 24. Oktober 1884 Indienststellung unter der Bezeichnung Nr. XXVI,am 25. November 1884 in V 9 umbenannt,zuletzt als Hafentorpedoboot eingesetzt und 1910 in der Kaiserlichen Werft Kiel abgebrochen V 10 10. Juli 1884 24. September 1884 Indienststellung unter der Bezeichnung Nr. XXVII,am 25. November 1884 in V 10 umbenannt;nach Untergang von V 3 Umbenennung im Oktober 1885 in V 3, am 30. Januar 1899 aus der Liste der Kriegsschiffe gestrichen und wurde anschließend Zielboot für Torpedoboote und Küstenartillerie eingesetzt, 1910 in Hamburg abgebrochen. V 11 – V 16 Die Bezeichnungen V 11 bis V 16 waren für die Baunummern 156 bis 161 der Vulcan-Werft in Stettin vorgesehen,für V 11 wurden in Stettin noch für wenige Tage Arbeiten vorgenommen, aber letztendlich wurde der Auftrag wegen verspäteter Ablieferung storniert. Die Boote V 11 bis V 16 wurden für Griechenland gebaut, diese waren jedoch etwas größer.Georg von Marées (Hrsg.): Jahrbücher für die deutsche Armee und Marine, Band 64, Berlin 1887, S. 219 (Digitalisat)
Literatur Erich Gröner / Dieter Jung / Martin Maass / Peter Arndt: Die deutschen Kriegsschiffe 1815–1915. Band 2: Torpedoboote, Zerstörer, Schnellboote, Minensuchboote, Minenräumboote. Bernard & Graefe, Bonn 1999, ISBN 3-7637-4801-6, S. 33+34.
Einzelnachweise
Kategorie:Torpedobootklasse Kategorie:Militärschiffsklasse (Kaiserliche Marine) Kategorie:AG Vulcan Stettin