Todor Naidenow (* 30. Dezember 1935 in Plewen, Bulgarien; † 16. August 2025) war ein in Deutschland lebender bulgarischer Opernsänger, Maler und Grafiker.
Leben und Werk Naidenow machte 1954 das Abitur, studierte von 1957 bis 1962 am Ökonomischen Institut Sofia und arbeitete dann bis 1965 in Sofia als Ökonom. Von 1965 bis 1970 studierte er Gesang am Bulgarischen Staatskonservatorium (Българска държавна консерватория) in Sofia, der heutigen Nationalen Musikakademie „Prof. Pantscho Wladigerow“. Von 1970 bis 1972 war er Opernsänger in Stara Sagora und Plewen, von 1972 bis 1978 am Theater Lutherstadt Wittenberg und von 1978 bis 1988 am Landestheater Eisenach.
Daneben arbeitete er seit 1972 autodidaktisch als freischaffender Maler. Naidenow lebte in Wutha-Farnroda, wo er 1988 seine eigene Galerie Germania eröffnete. Auf Initiative Naidenows wurde im Rathaus von Wutha-Farnroda eine bis 2013 bestehende Kunstgalerie eingerichtet.
Naidenow war ein Bewunderer und Verehrer Friedensreich Hundertwassers.
Mitgliedschaften 1975 bis 1990 Verband Bildender Künstler der DDR Verband Bildender Künstler Thüringen e. V.
Selbstreflexion Naidenow nannte seine Bilder selbst „Hundertwasser im modernen Gewand, im neuen ethnographischen Stil.“Peter Rossbach: Hundertwasser-Anhänger Naidenow stellt in Eisenach aus. In: Thüringer Landeszeitung, 26. Februar 2015
Rezeption Naidenow „hat sich einer seltenen und schwierigen künstlerischen Herausforderung gestellt – die Reichhaltigkeit der Rhythmen in der bulgarischen Volksmusik in Bilder umzusetzen. Diese in der Musikgeschichte einmaligen ungleichmäßigen Rhythmen – 8/8 oder 7/8, oder 9/16 usw. – sind aber keine Domäne nur für unsere Folklore. (...) Er verwendet eine dynamische und kontrastreiche polychrome Farbgebung. Diese werden als elementare Farbflächen und lineare Formakzente eingesetzt, so als ob sie ein Klangmaterial wären.“
D. WassiljewTodor Naidenow (vbkth, galerie)
Werke als Maler (Auswahl) Moloch Technik (Mischtechnik auf Leinwand, 1982; ausgestellt auf der IX. Kunstausstellung der DDR)
Ausstellungen (unvollständig)
Einzelausstellungen 1975: Dresden, Galerie Kunst der Zeit 1977: Berlin, Kulturbund-Galerie 1979: Dessau, Schloss Georgium 1983: Halle/Saale, Galerie am Hansering (mit Harald Röhrig) 1990: Berlin, Vertretung Steinway & Sons 2005: Erfurt, Galerie Waidspeicher 2006: Paris, Bulgarische Botschaft 2007: Eisenach, Reuter-Wagner-Museum 2011: Wutha-Farnroda, Rathausgalerie („Natur und Volk“) 2011: Erfurt: Galerie im Haus zum Bunten Löwen (Malerei und Grafik) 2015/2016: Eisenach, Stadtschloss am Markt („Retrospektive zum 80.“)
Ausstellungsbeteiligungen 1982/1983: IX. Kunstausstellung der DDR 1984: Erfurt, Bezirkskunstausstellung 1987: Leipzig, Messehaus am Markt („Kunst und Sport“)
Literatur
Dietmar Eisold (Hrsg.): Lexikon Künstler in der DDR. Verlag Neues Leben, Berlin, 2010, ISBN 978-3-355-01761-9, S. 650
Weblinks
Einzelnachweise
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