N-Methylperfluoroctansulfonamid ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der perfluorierten Sulfonamide und ein Derivat der Perfluoroctansulfonsäure (PFOS) bzw. von Perfluoroctansulfonamid.

Vorkommen N-Methylperfluoroctansulfonamid konnte als Verunreinung in der Luft, Hausstaub und menschlichem Blut nachgewiesen werden. Etliche Proben aus der Umweltprobenbank des Bundes wurden bisher auf N-Methylperfluoroctansulfonamid hin analysiert.

Eigenschaften N-Methylperfluoroctansulfonamid ist ein weißer Feststoff, der praktisch unlöslich in Wasser ist. Seine Halbwertszeit gegenüber Hydrolyse beträgt 1,7 Jahre bei einem pH-Wert von 7 und 25 °C. In der Umwelt und in Organismen kann N-Methylperfluoroctansulfonamid durch Dealkylierung zu Perfluoroctansulfonamid und nachfolgender Hydrolyse zu PFOS umgewandelt werden.

Verwendung N-Methylperfluoroctansulfonamid wird als Tensid in der Abwasserbehandlung und zur Verpackung von Lebensmitteln verwendet.Biosynth: FH100281 | 31506-32-8 | 1,1,2,2,3,3,4,4,5,5,6,6,7,7,8,8,8-Heptadecafluoro-N-methyloctane-1-sulfonamide, abgerufen am 19. Dezember 2022. Es dient auch als Zwischenprodukt zur Herstellung von anderen Tensiden und Oberflächenschutzprodukten.

Regulierung Da N-Methylperfluoroctansulfonamid unter die Definition „Perfluoroctansulfonsäure und ihre Derivate (PFOS) C8F17SO2X (X = OH, Metallsalze (O−M+), Halogenide, Amide und andere Derivate einschließlich Polymere)“ in der EU-POP-Verordnung sowie in der Chemikalien-Risikoreduktions-Verordnung fällt, unterliegt es im EWR und in der Schweiz einem weitreichenden Verbot.Chemikalien-Risikoreduktions-Verordnung, Anhang 1.16

Einzelnachweise

Kategorie:Perfluoralkan Kategorie:Sulfonamid Kategorie:N-Alkylamid