mini|Alette Rosina Sophie von Wattenwyl geb. von Frisching, Porträt von Johann Daniel Mottet (1816) Johann Daniel Mottet (* 1754 in MurtenTrenschel: Die Bildnisse im Bernischen Historischen Museum. 1968, S. 168.; † 20. August 1822 in Bern) war ein Schweizer Maler des Klassizismus.

Leben Mottet stammte aus der Murtner Ratsherrenfamilie MottetRubli 1981, S. 18.. Er studierte Theologie und widmete sich ab 1781 der Malerei. Er war ein Schüler von Johann Melchior Wyrsch. Mottet arbeitete in Strassburg und mehreren Schweizer Städten. Für das Jahr 1785 ist ein Aufenthalt in Luzern nachweisbar, 1787 weilte er in Bern, wo er sich 1794 niederliess und bis zu seinem Tod wirkte.

Werk Das bisher früheste bekannte Werk ist das 1788 entstandene Bildnis des Malerkollegen Jakob Samuel Maurer (1745–1828). Johann Daniel Mottet malte hauptsächlich Porträts von Angehörigen des bernischen Patriziats, daneben sind in Bern zwei Bildnisse von Personen des europäischen Hochadels entstanden: das Bildnis der Prinzessin Juliane von Sachsen-Coburg-Saalfeld und dasjenige ihres Neffen, dem Prinzen Carl Emich von Leiningen (Halbbruder der Königin Victoria).Carl Emich, Prince of Leiningen (1804-1856) Johann Daniel Mottet gehörte zu einer Gruppe von Malern, die nach 1800 in Serie verkleinerte Kopien des Schultheissen-Porträts von Niklaus Friedrich von Steiger herstellten.Zwischen Entsetzen und Frohlocken 1998, S. 67; siehe commons:File:Johann Daniel Mottet - Bildnis Niklaus Friedrich von Steiger.jpg Er signierte Mottet, JDMottétWagner 1957, S. 185., JMottétWagner 1957, S. 185., Mottét oder Motté.

Mottets Werke befinden sich u. a. in der Sammlung des Bernischen Historischen Museums, der Stiftung Schloss Jegenstorf, der Kunstsammlung der britischen Königsfamilie und in Privatbesitz. In der Porträtdokumentation der Burgerbibliothek Bern sind 119 Werke Mottets aus dem Zeitraum 1788 bis 1822 verzeichnet.Deskriptor Johann Daniel Mottet im Katalog der Burgerbibliothek Bern.

Literatur

Wolfgang Friedrich von Mülinen: Von ältern bernischen Portraits und Portraitisten. Ein Versuch. In: Heinrich Türler (Hrsg.): Neues Berner Taschenbuch auf das Jahr 1916. Bern 1916, S. 23–82.

Hans-Peter Trenschel: Die Bildnisse im Bernischen Historischen Museum. Zuwachs 1955–1966. Bern 1968, S. 168. Hugo Wagner (unter Mitarbeit von Robert L. Wyss), Die Bildnisse im Bernischen Historischen Museum, Bern 1957. Zwischen Entsetzen und Frohlocken. Vom Ancien Régime zum Bundesstaat 1798–1848. Ein Museum vermittelt Zeugen und Überreste dieser bewegten Zeit, Bernisches Historisches Museum (Ausstellungskatalog), Zürich 1998, S. 22.

Einzelnachweise

Weblinks

. Bestände zu Johann Daniel Mottet in der Burgerbibliothek Bern.

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