mini|Sporer in Nürnberg, 1457 mini|Sporer in Jost Ammans Ständebuch (1568) Ein Sporer (auch Spornmacher) war ein Gewerbetreibender, der Sporen anfertigt. Auch wenn Sporer häufig auch Gebisse und Steigbügel herstellten, so gab es im Mittelalter auch die Handwerksberufe BizzerNorbert Goßler: (Vortrag auf dem Berliner Archäologentag 2007 am 7. November 2007), S. 3. (BißmacherVisualisierung von Entstehung und Entwicklung der Berufsausbildung in Deutschland – Konzept und erste Pilotprojekte im Deutschen Museum München (PDF; 1,8 MB), S. 100., Gebissmacher) und Stegraiffer (Steigbügelmacher). Sporer waren darüber hinaus für die Anfertigung von Striegeln zuständig, in Österreich gab es allerdings auch den eigenen Beruf des Striegelschmieds.Stephan von Keeß: Darstellung des Fabriks- und Gewerbswesens in seinem gegenwärtigen Zustande. Wien 1824. Die Sporer bildeten gewöhnlich mit den Schmieden eine Innung.

1363 gab es beispielsweise in Nürnberg insgesamt 19 Bizzer-, Sporer- und Stegraiffermeister.Königlich Bayerische Akademie der Wissenschaften, Historische Kommission: Die Chroniken der fränkischen Städte. 1862, S. 507. 1497 ist in Bozen als Inhaber eines Altstadthauses der sporer Friedrich Raminger nachgewiesen. In Dresden gab es bis 1450 nur eine einzige Innung für alle Schmiedeberufe, mit der fortschreitenden Spezialisierung vergrößerte sich deren Anzahl. Im Jahr 1600 ist die Existenz einer Innung bestehend aus Schlossern, Sporern, Nagelschmieden, Büchsenschmieden und Uhrmachern nachgewiesen.Matthias Meinhardt, Andreas Ranft: Die Sozialstruktur und Sozialtopographie vorindustrieller Städte. Akademie Verlag 2005, S. 71.

Weblinks

„Bissbuch“ – Zeichnungen von Gebissen in einer Handschrift des aus Ravensburg stammenden Sporers Matthias Frauendienst, wohl 16. Jh. (Digitalisat der WLB Stuttgart)

Einzelnachweise

Kategorie:Schmied (Spezialisierung) Kategorie:Historischer Beruf