Réseau Express Métropolitain Européen (REME) ist ein seit 2022 bestehendes S-Bahn-ähnliches Netz aus schnellen Regionalzügen im Raum Straßburg, das durch Busse und Kleinbusse ergänzt wird. Mit dem REME sind wichtige Städte und Gemeinden im französischen Département Bas-Rhin – zum Beispiel Saverne, Sélestat oder Hagenau – im 30-Minuten-Takt mit Straßburg verbunden.

Im ersten Betriebsjahr konnte nicht die volle Leistungsfähigkeit erreicht werden. Besonders wegen Kapazitätsproblemen im Bahnhof Strasbourg-Ville fuhren oft nur 600 statt der angekündigten 800 zusätzlichen Züge pro Woche.Actu Strasbourg vom 29. September 2023

Züge nach Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und ins Saarland sollen 2027 oder 2028 folgen. Dann sollen die eingesetzten Züge Alstom Coradia Polyvalent (in Frankreich Régiolis genannt) für Deutschland zugelassen sein.SWR vom 9. Dezember 2022 Die Zulassung der Züge, die in Frankreich bereits im regulären Einsatz sind, für den Betrieb in Deutschland verzögerte sich aufgrund einer in Deutschland nicht zulässigen Konfiguration der Bremsen. Im Juli 2025 dokumentierte die Eisenbahnagentur der Europäischen Union die Umsetzung der erforderlichen Änderung. Die ersten durchgehenden Verbindungen nach Karlsruhe via Lauterbourg und Wörth am Rhein sind – Stand Mai 2026 – für Dezember 2027 geplant, ein Fahrplan mit stündlichen Verbindungen für "Anfang der 2030er Jahre".

REME geht zurück auf eine Studie der geografischen Fakultät der Universität Straßburg und Bahnnutzerverbänden, die von Eurométropole de Strasbourg, der Region Grand Est und der SNCF umgesetzt wurde.Studie über die Entwicklung des Bahnangebots der Eurometropole Straßburg (PDF, französisch)

Weblinks REME-Webpräsenz auf sncf.com (französisch)

Einzelnachweise

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