Victoria Yar Arol (; geb. 1948; gest. 1980) war eine sudanesische Politikerin. Sie war die erste Frau aus dem südlichen Sudan, welche an der Universität Khartum studierte. Als Politikerin hatte sie später Sitze inne, sowohl in der Regional Assembly der Provinz Bahr al-Ghazal, als auch in der Nationalversammlung.

Leben Victoria Yar Arol wurde 1948 im Sudan geboren.Kirstin Olsen: Chronology of Women’s History. Greenwood Publishing Group 1994, ISBN 978-0-313-28803-6 266|url=https://archive.org/details/isbn_9780313288036 ArchivlinkArol, Victoria Yar (1948–) Dictionary of Women Worldwide: 25.000 Women Through the Ages. highbeam.com. 1. Januar 2007. Archivlink Sie war die Tochter eines Stammeshäuptlings der Dinka, zu dessen Familie mehrere Frauen und 20 bis 30 Kinder gehörten. Arol war die erste in ihrer Familie, die regulär die Schule besuchte.Louise Fiber Luce: The French-speaking world: an anthology of cross-cultural perspectives. National Textbook Co. 1991: S. 260. Google Books Sie war die erste Frau aus dem Südlichen Sudan (heute: Südsudan), die an der Universität Khartum studierte. Sie graduierte mit einem Abschluss in Wirtschaft und Political Science. United Nations Development Programme. awcfs.org.Machar urges South Sudan women to be at the helm of the ship and on the captain’s bridge. In: Sudan Tribune. sudantribune.com vom 10. März 2011.

Arol heiratete Toby Maduot, einen Arzt und Politiker, der später Vorsitzender der Sudan African National Union (SANU) wurde. Mit ihm hatte sie drei Kinder.Obituary: Dr. Toby Maduot Parek, Chairman of SANU and member of SSLA is dead. In: The New Sudan Vision. newsudanvision.com. Arol war ebenfalls Mitglied der SANU und die erste Frau, die in die People’s Regional Assembly für die Provinz Bahr el Ghazal gewählt wurde, wo sie Vorsitzende eines Anti-Korruptions-Komitees war. Sie wurde 1979 Stellvertretende Ministerin des Regionalsekretariats der Sudanesische Sozialistische Union (SSU).Africa Woman. Africa Journal Limited 1979: S. 79. Google Books 1979 schlug sie auch vor, die umstrittenen Städte Abyei, Kurmuk und Kafia Kingi wieder an die südliche Region anzugliedern, da diese schon vor der Unabhängigkeit dorthin gehört hatten.Abu Baker El Obeid: The Political Consequences of the Addis Ababa Agreement. Liber 1980: S. 132. ISBN 978-91-38-05528-1 Google Books Sie erhielt später einen Sitz in der Nationalversammlung des Sudan als Repräsentantin der Frauen.

Tod Arol verstarb 1980. Sie wurde von Riek Machar, dem Präsidenten des Südsudan, als Inspiration für Frauen des Südsudan gewürdigt.

Familie Victoria Yar Arol war die Tante von Nyandeng Malek Deliech, der Gouverneurin des Bundesstaates Warrap. In: Sudan Tribune. sudantribune.com vom 5. Dezember 2015. Als Deliech das Ende ihrer Schulausbildung erreichte, holte Arol sie 1977 nach Juba, um dort ihre Studien fortzusetzen. In ihrem Heimatdorf wäre dies unmöglich gewesen.United Nations: In Sudan. unmis.unmissions.org. S. 16.

Einzelnachweise

Weblinks Arol, Victoria Yar (1948–) encyclopedia.com. Sudanese Female Leaders. thefamouspeople.com.

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