Alte Hölle ist ein Wohnplatz im Ortsteil Reetzerhütten der Gemeinde Wiesenburg/Mark im Landkreis Potsdam-Mittelmark in Brandenburg.Wiesenburg/Mark, Dienstleistungsportal des Landes Brandenburg, abgerufen am 24. November 2022.

Geografische Lage Die Siedlung liegt rund 1,3 km nordnordöstlich von Reetzerhütten und ist fast vollständig von Wald umgeben. Lediglich im Westen befindet sich eine Freifläche mit einem Meliorationsgraben, der über mehrere Stränge in ein Becken nordwestlich von Reetzerhütten entwässert. In rund 1,3 km Entfernung der Siedlung liegt östlich der Ortsteil Neuehütten.

Geschichte Die Siedlung wurde erstmals 1592 erwähnt. Damals wurde von einer Wiese in der alten Helle berichtet, wobei Helle beziehungsweise Hölle ursprünglich eine Waldlichtung bezeichnete. Alte Hölle gehörte zum Gut Mahlsdorf. Die spätere Siedlung entwickelte sich im Bereich der ausgedehnten Waldungen der Brandtsheide. Die Siedlung gehörte zum Gut Mahlsdorf und diente im Jahr 1716 einigen Wirten als Wohnplatz. Die Bezeichnung alte Höle erscheint 1727 in einem Kirchenbuch, ebenso die Bezeichnung Ziegelscheune bei MahlsdorffGemeinde Reetzerhütten (Hrsg.): Reetzerhütten – ein Dorf in der Brandtsheide: Beiträge zur Geschichte, zusammengestellt von Beate Schubert, Komplettservice für Druckerzeugnisse Frank Schroeder, Berlin, 2000. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts entwickelte sich die Ansiedlung zu einem kleinen Vorwerks- und Forststandort. Im Jahr 1791 erschien erstmals die Bezeichnung Alte Hölle, Försterhaus. Zu dieser Zeit war ein gerichtsherrschaftliches Försterhaus mit zwei weiteren Wohnungen beim Vorwerk Mahlsdorf entstanden. Dieses Vorwerk bestand im Jahr 1837 aus drei Wohnhäusern; 1858 aus drei Wohn- und elf Wirtschaftsgebäuden. Mit der Auflösung des Gutsbezirks Mahlsdorf wurde Alte Hölle 1928 nach Reetzerhütten eingemeindet und war dort ab 1931 ein Wohnplatz.

Bis in die 2000er-Jahre wurde dort ein Waldhotel betrieben. Seit 2019 wird das Gelände durch den Verein Alte Hölle e. V. genutzt und für kulturelle, soziale und Bildungsangebote geöffnet.Alte Hölle e. V., abgerufen am 19. Juli 2026. Auf dem Gelände hat außerdem der Verein gehacktes e. V. seinen Sitz, der Projekte zur digitalen Teilhabe im ländlichen Raum unterstützt.gehaktes.e. V. Webseite gehacktes, abgerufen am 19. Juli 2026.

Bevölkerungsentwicklung Einwohnerentwicklung in Alte Hölle von 1817 bis 1925 Jahr 1817 1837 1858 1871 1885 1895 1905 1925 Einwohner 23 29 34 34 27 25 27 18

Literatur Peter P. Rohrlach: Historisches Ortslexikon für Brandenburg. Teil V: Zauch-Belzig. Erstauflage. Verlag Hermann Böhlaus Nachfolger, Weimar 1992. (Verlag Klaus-D. Becker, Potsdam 2011, ISBN 978-3-941919-82-2, S. 4) Gemeinde Reetzerhütten (Hrsg.): Reetzerhütten – ein Dorf in der Brandtsheide: Beiträge zur Geschichte, zusammengestellt von Beate Schubert, Komplettservice für Druckerzeugnisse Frank Schroeder, Berlin, 2000

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Landkreis Potsdam-Mittelmark Kategorie:Ersterwähnung 1592 Kategorie:Geographie (Wiesenburg/Mark)