Euben ist ein Gemeindeteil in der Gemeinde Bindlach im Landkreis Bayreuth (Oberfranken, Bayern). Die Gemarkung Euben hat eine Fläche von 9,062 km². Sie ist in 719 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 12602,99 m² haben. In ihr liegen neben dem namensgebenden Ort die Gemeindeteile Buchhof, Dörflas, Forkenhof, Haselhof, Heisenstein, Obergräfenthal, Pferch und Theta.

Geografie Der Weiler liegt unmittelbar nördlich des Forstes Sankt Georgen. Er wird vom rechten Quellast des Cottenbachs verdolt durchlaufen. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Theta zur Kreisstraße BT 14 (2 km nordwestlich) bzw. nach Schießhaus (2,2 km südlich), eine weitere nach Pferch (0,4 km nördlich).

Geschichte Die erste urkundliche Erwähnung Eubens war im Jahr 1223. Gemäß der Urkunde schenkte Otto von Andechs-Meranien den fünf Höfe zählenden Ort am 20. Oktober jenes Jahres dem Kloster Langheim. Im 17. Jahrhundert kaufte ein Adam Dörfler sämtlich Höfe auf und gab sie später an seine Söhne weiter.Euben macht die 800 Jahre voll in: Nordbayerischer Kurier vom 16. August 2023, S. 15.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Euben 7 Anwesen. Die Hochgerichtsbarkeit stand dem bayreuthischen Stadtvogteiamt Bayreuth zu. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte der Langheimer Amtshof. Grundherren waren die Verwaltung Ramsenthal (1 Dreiviertelhof, 1 Gütlein) und der Langheimer Amtshof (3 Höfe, 2 Sölden).R. Winkler: Bayreuth, S. 354.

Von 1797 bis 1810 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Bayreuth. Nachdem im Jahr 1810 das Königreich Bayern das Fürstentum Bayreuth käuflich erworben hatte, wurde Euben bayerisch. Infolge des Gemeindeedikts wurde Euben dem 1812 gebildeten Steuerdistrikt Ramsenthal zugewiesen. Zugleich entstand die Ruralgemeinde Euben, zu der Buchhof gehörte. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Bayreuth zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Bayreuth (1919 in Finanzamt Bayreuth umbenannt). Mit dem Gemeindeedikt von 1818 kam es zur Eingliederung folgender Gemeinden: Haselhof mit Dörflas, Heisenstein und Pferch, Obergräfenthal, Theta mit Forkenhof und Forsthaus. Ab 1862 gehörte Euben zum Bezirksamt Bayreuth (1939 in Landkreis Bayreuth umbenannt). Die Gerichtsbarkeit blieb beim Landgericht Bayreuth (1879 in Amtsgericht Bayreuth umgewandelt).R. Winkler: Bayreuth, S. 471. Die Gemeinde hatte 1964 eine Gebietsfläche von 7,601 km². Als am 1. Dezember 1973 das gemeindefreie Gebiet Forst Sankt Georgen aufgelöst wurde, kamen 147,14 Hektar oder 27,3 Prozent der Gebietsfläche zur Gemeinde Euben und die übrigen Teile zu den Gemeinden Cottenbach und Bindlach und zur Stadt Bayreuth. Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde die Gemeinde Euben am 1. Mai 1978 nach Bindlach eingemeindet.

Baudenkmäler Hochtheta 6: Wohnstallhaus Wohnstallhaus Kriegerdenkmal

Einwohnerentwicklung Gemeinde Euben Jahr 1822 1840 1852 1855 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900 1905 1910 1919 1925 1933 1939 1946 1950 1952 1961 1970Einwohner 245 329 367 371 380 376 379 393 409 388 381 391 391 419 393 385 354 344 330 460 445 381 316 316HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet. 36 46 61 63 60 58 59 61 Quelle

Ort Euben Jahr 1819 1822 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987Einwohner 33 48 85 59 60 64 60 71 55 45 37Häuser 6 10 9 9 8 8 8Quelle

Religion Euben ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und nach St. Bartholomäus (Bindlach) gepfarrt.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Geographie (Bindlach) Kategorie:Weiler im Landkreis Bayreuth Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Bayreuth) Kategorie:Gemeindegründung 1812 Kategorie:Gemeindeauflösung 1978 Kategorie:Ersterwähnung 1223 Kategorie:Gemarkung im Landkreis Bayreuth