Yves Cape (* 1. November 1960 in Belgien) ist ein belgischer Fotograf und Kameramann.
Leben Yves Cape wurde in Belgien als Sohn eines US-Amerikaners und einer Belgierin geboren. Von mütterlicher Seite aus ist er Abkömmling einer jüdischen Familie, die Deutschland 1933 verlassen musste. Bis zu seinem 16. Lebensjahr, als er zwischen der belgischen und der amerikanischen Staatsangehörigkeiten wählen konnte und sich für die belgische entschied, hatte er den Status eines Staatenlosen.Kurzbiografie afcinema, abgerufen am 7. Dezember 2022
Yves Cape studierte von 1980 bis 1983 Fotografie an der École supérieure des arts Le 75 (ESA 75) in Brüssel. Sein besonderes Interesse galt der Porträtfotografie. 1982 wurde er mit dem Prix Dumeunier als junger Porträtfotograf ausgezeichnet.Yves Cape Cine Club Lumiere, abgerufen am 9. Dezember 2022 Außerdem begann er, als Werbefotograf zu arbeiten. Ein Studium der Cinematografie am Institut National Supérieur des Arts du Spectacle et des Techniques de Diffusion in Brüssel (NSAS) schloss er 1986 mit einem Diplom ab.Ernst Leitz Wetzlar: Kurzbiografie afcinema, 17. April 2018, abgerufen am 7. Dezember 2022 Zunächst arbeitete er weiter als Fotograf, sammelte aber seit den frühen 1990er Jahren erste Erfahrungen als Kameramann bei der Produktion von Kurzfilmen. Sein erster Langfilm als verantwortlicher Kameramann war Mein Leben in Rosarot, Regie Alain Berliner, der mehrfach für Filmpreise nominiert wurde einen Golden Globe gewann.
1999 wurde in Cannes Bruno Dumonts Film Humanité gezeigt, der Cape eine Nominierung für den Deutschen Filmpreis einbrachte. In der Folge arbeite Cape vor allem mit französischen Regisseuren zusammen. 2001 drehte Pierre Coulibeuf unter dem Titel Les Guerriers de la beauté einen Film über den flämischen Choreografen Jan Fabre, der wegen seiner fantastisch-surrealistischen Bildsprache weithin Beachtung in der Fachpresse fand.Isabelle Davy: “Coulibeuf – Fabre, Les Guerriers de la beauté. Du rythme pour l’appropriation: individuation, identité artiste, identité œuvre”, Interfaces, 37, 2016. S. 181–202. Inzwischen hat Cape über 40 Kinofilme gedreht, außerdem mehrere Fernsehfilme, Episoden von Fernsehserien sowie einige Dokumentarfilme.
Yves Cape ist Mitglied des AFC und des SBC, der französischen und der belgischen Interessenverbände der Cinematografen.Yves Cape SBC, abgerufen am 7. Dezember 2022
Filmografie (Auswahl) 1992: Les sept péchés capitaux – siebenteiliger Episodenfilm 1997: Mein Leben in Rosarot (Ma vie en rose) – Regie: Alain Berliner 1999: L’Humanité (L’humanité) – Regie: Bruno Dumont 2008: Auf der Parkbank (Bancs publics) – Regie: Bruno Podalydès 2009: Ruhelos (Persécution) – Regie: Patrice Chéreau 2012: Holy Motors, zusammen mit Caroline Champetier – Regie: Leos Carax 2013: Die Nonne (La réligieuse) – Regie: Guillaume Nicloux 2013: Violette – Regie: Martin Provost 2013: Das verflixte 3. Jahr (L’Amour dure trois ans) – Regie: Frédéric Beigbeder 2013: La voie de l’ennemi – Regie: Rachid Bouchareb 2016: Rastlos, Renée (Orpheline) – Regie: Arnaud des Pallières 2016: The Wounded Angel – Regie: Emir Baighasin 2017: Ein Kuss von Béatrice (Sage femme) – Regie: Martin Provost 2018: Auferstehen (La prière) – Regie Cédric Kahn 2019: Die Familienfeier (Fête de famille) – Regie: Cédric Kahn 2019: Zombi Child – Regie: Bertrand Bonello 2020: New Order – Die neue Weltordnung (Nuevo ordo) – Regie: Michael Franco 2021: In Liebe lassen (De son vivant) – Regie: Emmanuelle Bercot 2021: Sundown – Geheimnisse in Acapulco (Sundown) – Regie: Michel Franco 2022: Mehr denn je (Plus que jamais) – Regie: Emily Atef 2023: Memory – Regie: Michael Franco 2025: Dreams – Gefährliches Verlangen (Dreams) – Regie: Michael Franco
Weblinks
Filmografie afcinema Homepage Yves Cape Yves Cape parle de son travail de chef opérateur pour le film "Nuevo Orden" mediarte
Einzelnachweise
Kategorie:Fotograf (Belgien) Kategorie:Kameramann Kategorie:Belgier Kategorie:Geboren 1960 Kategorie:Mann