mini|Blick auf Fischbach (Markt Weidenberg) aufgenommen im März 2015- im Hintergrund Kirmsees (Gemeinde Kirchenpingarten) – Foto Otto Pilz

Fischbach ist ein Gemeindeteil des Markts Weidenberg im Landkreis Bayreuth (Oberfranken, Bayern). Die Gemarkung Fischbach hat eine Fläche von 4,502 km². Sie ist in 535 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 8414,68 m² haben. In ihr liegen neben dem namensgebenden Ort die Gemeindeteile Altenreuth, Sandhof und Waizenreuth.

Geografie Das Dorf liegt in der Talmulde des Stephansbaches, eines linken Zuflusses der Warmen Steinach. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt zur Staatsstraße 2463 bei Weidenberg (2,3 km nordwestlich) bzw. nach Tressau zur Kreisstraße BT 42 (3,4 km südöstlich). Eine weitere Gemeindeverbindungsstraße führt zu einer Gemeindeverbindungsstraße (1,1 km südwestlich), die nordwestlich nach Döberschütz bzw. südöstlich nach Fenkensees verläuft.

Geschichte Der Ort wurde 1341 als „Vischbach“ erstmals urkundlich erwähnt.D. Hermann: Fichtelgebirge, Bayerisches Vogtland, Steinwald, Bayreuther Land, Sp. 172.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Fischbach aus 9 Anwesen. Die Hochgerichtsbarkeit stand dem bayreuthischen Stadtvogteiamt Bayreuth zu. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das bayreuthische Amt Weidenberg. Grundherren waren das Hofkastenamt Bayreuth (1 Hof) und das Amt Weidenberg (2 Halbhöfe, 2 Söldengütlein, 1 Haus, 2 Wohnhäuser, 1 Tropfhaus).R. Winkler: Bayreuth, S. 355.

Von 1797 bis 1810 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Neustadt am Kulm. Nachdem im Jahr 1810 das Königreich Bayern das Fürstentum Bayreuth käuflich erworben hatte, wurde Fischbach bayerisch. Infolge des Gemeindeedikts wurde Fischbach dem 1812 gebildeten Steuerdistrikt Mengersreuth zugewiesen. Zugleich entstand die Ruralgemeinde Fischbach, zu der Sandhof gehörte. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Weidenberg zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Bayreuth (1919 in Finanzamt Bayreuth umbenannt). Mit dem Gemeindeedikt von 1818 wurde die Gemeinde Waizenreuth mit Altenreuth eingegliedert. Ab 1862 gehörte Fischbach zum Bezirksamt Bayreuth (1939 in Landkreis Bayreuth umbenannt). Die Gerichtsbarkeit blieb beim Landgericht Weidenberg (1879 in Amtsgericht Weidenberg umgewandelt), seit 1931 ist das Amtsgericht Bayreuth zuständig.R. Winkler: Bayreuth, S. 471. Die Gemeinde hatte 1964 eine Gebietsfläche von 4,395 km². Am 1. Januar 1970 wurde Fischbach in den Markt Weidenberg eingegliedert.

Baudenkmal Haus Nr. 1: Wappenrelief

Bodendenkmäler In der Gemarkung Fischbach gibt es ein Bodendenkmal.

Einwohnerentwicklung Gemeinde Fischbach Jahr 1818 1840 1852 1855 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900 1905 1910 1919 1925 1933 1939 1946 1950 1952 1961 1970Einwohner 132 180 190 203 197 185 164 163 165 180 181 158 156 158 148 144 152 138 125 182 177 182 147 187HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet. 24 22 22 22 23 23 24 25 Quelle

Ort Fischbach Jahr 1818 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 2020Einwohner 65 107 94 98 86 77 77 70 60 72 66Häuser 13 12 12 12 12 12 14 Quelle

Religion Fischbach ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und nach St. Michael (Weidenberg) gepfarrt.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Ort im Landkreis Bayreuth Kategorie:Geographie (Weidenberg) Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Bayreuth) Kategorie:Gemeindegründung 1812 Kategorie:Gemeindeauflösung 1969 Kategorie:Ersterwähnung 1341 Kategorie:Gemarkung im Landkreis Bayreuth