Munni Obal (* 5. Juli 1911 als Munni Anna Maria Sroke in Berlin; † 14. Dezember 1946 in Wien) war eine deutsche Filmeditorin der 1930er und 1940er Jahre.
Leben und Wirken Die in Berlin geborene Tochter des Regisseurs Max Obal und dessen Frau Wilhelmine, geb. Laudan,Landesarchiv Berlin, Geburtsregister Standesamt Berlin IX, Nr. 1101/1911 (vgl. Namensverzeichnis zum Geburtsregister 1911; PDF; 18 MB). erhielt nach dem Besuch eines Lyzeums und einer HandelsschuleBundesarchiv, Akten der Reichsfilmkammer, Personalakte Munni Obal, R 9361-V/111813 (vgl. Eintrag im Archivportal-D). ihre filmische Ausbildung vom Vater und nahm nebenher Klavierunterricht am Stern’schen Konservatorium.Liste der Schülerinnen und Schüler des Stern’schen Konservatoriums (1850–1936), Buchstabe S; PDF; 717 KB. Universität der Künste Berlin, abgerufen am 20. April 2026. Als sie 21 Jahre alt war, bot ihr Vater ihr die Möglichkeit, alleinverantwortlich eine Inszenierung – seinen Wintersportfilm Abenteuer im Engadin – zu schneiden. Rasch etablierte sich Munni Obal im Bereich Filmschnitt und arbeitete vor allem mit dem Wiener Regisseur E. W. Emo zusammen. Zu ihren bekanntesten Emo-Arbeiten mit dessen Hausstar Hans Moser zählen die Lustspielerfolge Familie Schimek, 13 Stühle, Meine Tochter lebt in Wien und Liebe ist zollfrei. Seit 1939 bei der Wien-Film unter Vertrag,Bundesarchiv, Akten der Reichsfilmkammer, Verträge Munni Obal, R 9361-V/122367 (vgl. Eintrag im Archivportal-D). schnitt sie (zusammen mit dem Kollegen Arnfried Heyne) auch Emos antisemitisches Machwerk Wien 1910.
Kurz vor und kurz nach Kriegsende 1945 fertigte Munni Obal noch die Schnittfassungen zweier im bäuerlichen Umfeld spielenden Inszenierungen von Leopold Hainisch an: Ulli und Marei und Erde, mit Darstellern der Exl-Bühne. Obal, die auch nach dem Zusammenbruch des Dritten Reichs im wiedererstandenen Österreich ansässig blieb, erhängte sich Ende 1946 in ihrer Wohnung in der Wiener OperngasseMagistrat der Stadt Wien, Sterbebuch Standesamt Wien-Wieden-Margareten, Nr. 1360/1946. und wurde auf dem Hietzinger Friedhof beigesetzt. Ihr Grab ist nicht erhalten.Munni Janoschek in der Verstorbenensuche bei friedhoefewien.at; dort fälschlich als Mimi Janoschek verzeichnet.
Von 1939 bis zur Scheidung 1943 war Munni Obal mit dem Aufnahmeleiter und Regieassistenten Karl Janoschek verheiratet.Magistrat der Stadt Wien, Familienbuch Standesamt 7 Wien-Wieden, Nr. 12/1939.
Filmografie
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Anmerkungen und Einzelnachweise
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