Die Liste der Straßen in Essen-Heidhausen beschreibt das Straßensystem im Essener Stadtteil Heidhausen mit den entsprechenden historischen Bezügen.Sofern nicht anders angegeben, wird als Quelle benutzt:

Einführung und Überblick In Essen-Heidhausen leben Einwohner () auf einer Fläche von 10,9 km². Heidhausen hat den Postleitzahlenbezirk 45239.

Die Namensherkunft des Ortes Heidhausen leitet sich von der Heide ab, da hier durch Rodung und Urbarmachung ein Gelände niederen Bewuchses entstand, auf dem die damals wenigen Bewohner ihre Häuser errichteten. Das heutige Heidhausen entstand aus den beiden alten Honnschaften Heidhausen und Holsterhausen (nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen heutigen Essener Stadtteil). In Heidhausen-Holsterhausen lebten die Holstetterhusen, die Wald für ihre Häuser gerodet hatten. Ihr Gebiet erstreckte sich bis zur Ruhr.

Heidhausen grenzt im Norden entlang der Ruhr an Werden und entlang der Velberter Straße, Heidhauser Straße und Hammer Straße sowie im Osten entlang der Straße Hespertal an Fischlaken. Im Süden grenzt Velbert und im Westen Kettwig.

Es gibt 70 benannte Verkehrsflächen, darunter ein Platz: der Heidhauser Platz. Fünf Straßen befinden sich nur teilweise im Stadtteil:

Die Laupendahler Landstraße im Südwesten führt von Kettwig entlang der Ruhr durch Heidhausen und verläuft im Norden nach Werden, die Heidhauser Straße und Hammer Straße liegen an der Grenze zu und führen nach Fischlaken, Zum Timpen verläuft im Westen nach Kettwig und Klemensborn führt im Norden nach Werden.

Durch den Stadtteil Heidhausen verläuft

die Bundesstraße auf Bergische Landstraße und Heidhauser Straße die Landesstraße auf der Hammer Straße die Landesstraße auf der Laupendahler Landstraße

Liste der Straßen Die nachfolgende Tabelle gibt eine Übersicht über die Straßen und Wege im Stadtteil mit entsprechenden Informationen.

Name: aktuelle Bezeichnung der Straße. Länge/Maße in Metern: Die in der Übersicht enthaltenen Längenangaben sind gerundete Übersichtswerte, die in Google Earth mit dem dortigen Maßstab ermittelt wurden. Sie dienen Vergleichszwecken und werden, sofern amtliche Werte bekannt sind, ausgetauscht und gesondert gekennzeichnet. Der Zusatz „+“ bemerkt die Länge einer Straße in der Hauptlänge „+“ die abzweigenden Nebenstraßen. Bei Plätzen sind die Maße in der Form ab angegeben. Der Zusatz (im Stadtteil) gibt an, dass die Länge die des Straßenabschnitts innerhalb des Stadtkerns ist, sofern die Straße in benachbarte Stadtteile weitergeführt wird. Der Zusatz (ohne Stichstraßen) gibt bei verzweigten Straßen die Länge der „Hauptstraße“ an. Der Zusatz (alle Straßenabschnitte zusammen) gibt an, dass die Straße so verwinkelt ist, dass keine „Hauptstraße“ besteht. Stattdessen wird die Länge aller Straßenabschnitte zusammengezählt. Herleitung: Ursprung oder Bezug des Namens Datum der Benennung: amtliche Erstbenennung Anmerkungen: zusätzliche Informationen Bild: Foto der Straße oder eines anliegenden Objekts

NameLänge/Maße (in Metern)HerleitungDatum der BenennungBemerkungenBildAm Buchenhain290Buchenbestand an der Straße Die Straße ist eine mehrfach verästelte Siedlungsstraße, die von Spillheide abzweigt.Am Gellenberg1010 + 140Flurname Die Straße verläuft größtenteils parallel zum Tüschener Weg. Sie beginnt in der Nähe der Kreuzung Tüschener Weg, Geilinghausweg und Honnschaftenstraße und führt westwärts zur Ruhrlandklinik.Am Korstick1485 + 1440Hofname: Kortstück, Kortstick, Kurtstück, Kortstyck Am Korstick zweigt westlich von der Bergischen Landstraße ab und verläuft entlang der Grenze zu Velbert. Nach wenigen 100 Metern wird die Straße schmaler und verästelt sich mehrfach. Sie endet schließlich am „Grevenhaus“ an der Grenze zu Heiligenhaus und Velbert. In der Nähe der Fluren „Beidels Kuhl“ und „Unterwinkel“ zweigt die Straße Bützgenweg ab, die nach der Grenze zu Velbert „Bützgen's Weg“ heißt.Am Strötgen535 + 200Höfegruppe in Heidhausen Die Straße zweigt nördlich von der Honnschaftenstraße ab, führt vorbei an der Flur Bovermann und dem Hof Beitelsmann und verläuft schließlich ostwärts zur Barkhovenallee.Am Turm225Ehemaliger Kaiser-Friedrich-Aussichtsturm Die Straße ist eine Verlängerung der Barkhovenallee in nördlicher Richtung und liegt zwischen den Straßen An der Fliehburg und An der Altenburg.Am Volkswald360Heidhausener Volkswald Am Volkswald verläuft bogenförmig zwischen Heidhauser Straße und Brakeler Wald. Östlich des Bogens befindet sich der Volkswald, westlich und vom Bogen eingeschlossen befinden sich Kleingärten.An der Altenburg485Alteburg Die Alteburg lag ein paar 100 Meter weiter am Pastoratsberg. Die Straße An der Altenburg liegt zwischen Pastoratsberg und In der Pieperbeck in der Nähe von An der Fliehburg und Am Turm.An der Braut380Zeche Vereinigte Braut Die Zeche Vereinigte Braut lag etwas weiter südwestlich zwischen Barkhovenallee und In der Pieperbeck. An der Braut verbindet die Barkhovenallee mit der Straße Grüne Harfe und kreuzt die Schaphausstraße/Brenscheidtstraße.An der Fliehburg250Alteburg Die Straße liegt zwischen Am Turm und In der Pieperbeck, von der sie auch abzweigt.An der Kuhl475Alte Lagebezeichnung Die angrenzenden Kotten Kuhlmann leiten ebenfalls ihren Namen von der Lagebezeichnung ab. die Straße verbindet die Wimberstraße im Norden mit der Preutenborbeckstraße im Süden und verläuft parallel zur Bergischen Landstraße.August-Hahn-Weg35August Hahn (1891–1975) Er schrieb viele Geschichten und Gedichte über Essen-Werden in seiner Heimatsprache. Die Themen in seinen Texten waren Hof, Eltern und Kinder, Kirche und Küche. Der August-Hahn-Weg zweigt östlich vom Barkhover Feldweg ab.Barkhorstrücken430Flurname Der Barkhorst benennt den Wald, der zum Hof Barkhoven gehört. Der Name geht zurück bis in die erste Hälfte des 15. Jahrhunderts. Die Straße zweigt östlich vom Barkhover Feldweg ab und kreuzt die Grüne Harfe und endet parallel zur Grenze nach Werden als Sackgasse.Barkhovenallee930 + 840Oberhof Barkhoven Die Straße zweigt nordwestlich von der Kreuzung Heidhauser Straße/Bergische Landstraße und Iländerweg ab, kreuzt Jacobsallee, An der Braut und Barkhover Feldweg, bevor der Straßenverlauf mit Am Turm weitergeführt wird. An der Barkhovenallee 80 befindet sich der seit 1986 denkmalgeschützte ehemalige Oberhof der Abtei Werden, Schulte Barkhov.Barkhovenhöhe165Oberhof Barkhoven Die Siedlungsstraße zweigt nördlich von der Barkhovenallee ab und verläuft parallel zur Heidhauser Straße.Barkhover Feldweg500Oberhof Barkhoven Die Straße verläuft zwischen Oberer Pustenberg im Norden und Barkhovenallee und kreuzt August-Hahn-Weg, Joseph-Herz-Weg, Margarete-Rudoll-Weg, Josef-Aust-Weg und Barkhorstrücken.Bellenbergsteig765 + 165Grundeigentümer In der Mutterrolle 1826 wird Theodor Bellenberg genannt, der einen 6 Morgen großen Kotten besitzt. Der Bellenbergsteig verläuft in einem langgezogenen Bogen vom Steinbeck im Westen an der Grenze zu Werden zur Spillheide im Südosten. Die Straßen Schiefenberg, Sarnsbank, Brosweg und Büschenweg zweigen von ihm ab.Bergische Landstraße980Straße ins Bergische Land Das Bergische Land ist das ehemalige Gebiet des Herzogtums Berg. Die Bergische Landstraße ist eine Hauptstraße in Heidhausen, sie nimmt den Verlauf der Bundesstraße 224 von der Heidhauser Straße im Norden auf und führt südlich zur Stadtgrenze nach Velbert.Brakeler Wald450Flurname Die Straße zweigt von der Heidhauser Straße ab, kreuzt den Iländerweg und mündet in den Kamillusweg.Bremerstraße750 + 110Hof Bremer Der Hof Bremer gehörte zur Reichsabtei Werden. Die Bremerstraße zweigt von der Heidhauser Straße ab, verläuft weiter parallel zu ihr und mündet in der Straße Grüne Harfe.Brenscheidtstraße230Flurname: Bredonscet, Bredenschede, Breydenscede, Brenschede Die Straße zweigt nordwestlich von An der Braut ab und endet als Sackgasse mit Fußwegen zum Joseph-Herz-Weg, August-Hahn-Weg und Barkhover Feldweg.Brosweg515Hofname: Broes, Brosius, auch Stenekes oder Schroeders Kotten Der Brosweg führt von der Heidhauser Straße zum Bellenbergsteig. Auf der Hälfte zweigt nördlich vom Brosweg die Einbahnstraße Zahnrad ab, die als Schlaufe wieder zum Brosweg zurückführt.Bruststraße225August Brust (1862–1924), Bergmann, Gewerkschaftsführer, Vorsitzender des Gewerkvereins Christlicher Bergarbeiter Deutschland (1894–1904) Die Straße verbindet Schaphausstraße und Grüne Harfe.Büschenweg165Flurname: Büschgen, Büschchen Die Sackgasse zweigt vom Bellenbergsteig ab.Bützgenweg300Hofname Die Straße verläuft über die Grenze nach Velbert und hat dort den Namen „Bützgen's Weg“.Friedrich-Küpper-Weg540 + 320Friedrich Küpper, Rektor an der Coelestinschule Die Coelestinschule wurde gegründet von Abt Coelestin von Geismar (bürgerlich: Johann Heinrich von Geismar), der von 1706 bis 1718 Reichsabt von Werden und Helmstedt war. Die Honnschaft Heidhausen erhielt 1712 ein vierdreiviertel Morgen großes Land, das Gerhardstal, auf dem die „Neue Schule“, der sogenannte „Schulkotten“ errichtet wurde. Die Schule wurde mehrfach erweitert. 1904 wurde ein querliegender Anbau errichtet mit vier Klassenräumen und einer Dienstwohnung. Die „Katholische Schule Heidhausen“ bot dann 295 Schülern in sieben Klassenräumen Platz. 1937 wurde die Schule in „Gemeinschaftsschule“ umbenannt. Das Schulsystem der Volksschule wurde 1969 in eine Gemeinschaftsgrundschule und Hauptschule überführt, woraufhin die Coelestinschule geschlossen und 1978 schließlich abgerissen wurde. Friedrich Küpper war der letzte Rektor der Schule. Der Friedrich-Küpper-Weg verbindet die Honnschaftenstraße mit der Barkhovenallee und verläuft teilweise parallel zum Hanns-Joachim-Maßner-Weg.140px|Fachklinik Kamillushaus HeidhausenFrielingsdorfweg240Werdener Familie Frielingsdorf Bernhard Frielingsdorf (* 26. Juli 1764; † 16. Juli 1827) war Bauunternehmer, ebenso seine Nachfahren. Bernhard Frielingsdorf junior (1831–1891) und Paul (1871–1954) waren an bedeutenden Bauvorhaben in Werden beteiligt, unter anderem das Werdener Rathaus und die Werdener Feintuchwerke. Frielingsdorf jun. errichtete 1866 an der Heidhauser Straße eine Ringofenziegelei, die später auf die Mannesmann AG überging. Der Frielingsdorfweg wurde auf dem Gelände der ehemaligen Ziegelei angelegt.Geilinghausweg830 + 1285Hofname Der Geilinghausweg liegt zwischen Kutschenweg im Nordwesten und Tüschener Weg bzw. Honnschaftenstraße im Südosten. Der Geilinghausweg hat mehrere lange Nebenwege, der längste verläuft bis hinter die Ruhrlandklinik, der kürzeste an der Flur Nierfeld verläuft zum ehemaligen Kotten Bieren. Etwa auf gleicher Höhe am parallel verlaufenden Ausläufer des Geilinghauswegs liegt der namensgebende ehemalige Kotten Geilinghaus.Grüne Harfe810 + 315Pappelbäume Die Begründung 1935: „An dem Wege braust in der Mündung der Straße An der Braut der Wind durch vier hohe Pappelbäume, die nebeneinander stehen und an die Saiten einer Harfe erinnern.“ Die Straße verläuft zwischen Barkhorstrücken und Heidhauser Straße und kreuzt unter anderem Bruststraße, Spillheide, An der Braut und Bremerstraße. An der Kreuzung zur Heidhauser Straße liegt der Heidhauser Platz.Grüters Gasse105Hofname Um 1400 wird in der Vogtbede des Hofes Barckhoven das „Gruters gued to Heithausen“ als abgabepflichtig vermerkt. Henrich Grüter erbt den Hof 1802 und erwirbt zusätzlich den größten Teil des Büskenkottens. 1826 ist der Besitz 26 Morgen groß. Die Straße verbindet Bremerstraße und Heidhauser Straße.Hammer Straße1340(im Stadtteil)Honnschaft Hamm Eine Honnschaft ist die unterste Verwaltungseinheit auf dem Lande. Während im westfälischen Raum die vergleichbare Bauernschaft (buerschap) vorherrscht, ist die Honnschaft im Bergischen Land, am Niederrhein und Teilen des Rheinlandes im Mittelalter verbreitet. Der heutige Stadtteil von Heidhausen gehörte bis 1929 zur Gemeinde Siebenhonnschaften, welche aus den Honnschaften Hamm, Fischlaken, Heidhausen, Hinsbeck (Ruhr), Holsterhausen, Klein-Umstand und Rodberg bestand.