Sabina Hörtner (* 16. Mai 1967 in Bruck an der Mur) ist eine österreichische Raum- und Medienkünstlerin.
Leben Sabina Hörtner erhielt ihre erste künstlerische Ausbildung an der HTBLVA Graz-Ortweinschule, an der sie von 1982 bis 1987 die Höhere Abteilung für bildnerische Gestaltung und Keramische Formgebung besuchte. Von 1987 bis 1989 absolvierte sie die dortige Meisterklasse für Malerei bei Gerhard Lojen.Hörtner Sabina. In: Eugen Gross (Hrsg.): Die Grazer Ortweinschule: Bau – Kunst – Design, 1876–2001. Manumedia Schnider, Graz 2001, ISBN 3-902020-12-1, S. 133. Anschließend studierte sie ab 1990 Bildhauerei an der Akademie der bildenden Künste Wien, wo sie eine Schülerin von Bruno Gironcoli war und 1995 mit Diplom abschloss. 1999 wurde sie durch das New Yorker International Studio Program (ISP) und ein Auslandsstipendium des Bundeskanzleramtes gefördert. 2001 erhielt sie den Preis des Bundeskanzleramtes im Rahmen des Förderungspreises des Landes Steiermark für zeitgenössische bildende Kunst.Sabina Hörtner. In: artothek.info. Abgerufen am 3. Dezember 2022.
Von 2001 bis 2004 war Hörtner als Vertragsassistentin am Institut für Zeitgenössische Kunst der Technischen Universität Graz tätig. Ab 2006 hielt sie sowohl dort als auch am Institut für Wohnbau der TU Wien und anderen Einrichtungen Lehrveranstaltungen ab.
Sabina Hörtner ist Mutter von zwei Töchtern und lebt in Wien und im Süden Niederösterreichs.Biografie. In: sabinahoertner.com. Abgerufen am 3. Dezember 2022. Sie ist Mitglied der Künstlervereinigung Wiener Secession.
Werk Sabina Hörtner erschafft großflächige Rauminstallationen, indem sie vorhandene Außen- und Innenräume mit linearen Strukturen überlagert und so deren Wahrnehmung durch den Menschen beeinflusst. Als Werkzeuge setzt sie bevorzugt Edding-Filzstifte und farbige Klebebänder ein. Zudem verwendet sie Fotografien, Videos, Lichtinstallationen, Baugerüste und -folien sowie farbig gefasste Eisenstäbe, aus denen sie lineare Skulpturen gestaltet. Zu ihrem Gesamtwerk gehören eine Reihe von Kunst-am-Bau-Projekte und Interventionen im öffentlichen Raum.
Werke von Hörtner befinden sich unter anderem in den Sammlungen des Joanneum in Graz, des Museum Moderner Kunst Kärnten, der Albertina in Wien, der Neuen Galerie Klagenfurt, der Vienna Insurance Group und der Kern Foundation in Chicago.
Werke (Auswahl) mini|metermachen, detail, 2013, kunsthaus muerz mini|Skulptur aus lackiertem Eisen im Österreichischen Skulpturenpark (1993) 1989: Litfaßsäule, Schubertstraße 39, Graz, Projekt Kunst auf Zeit der Gruppe 77 1990: Plakatwand, Heinrichstraße 41, Graz, Projekt Kunst auf Zeit der Gruppe 77 1993: Skulptur, 4-teilig, je 220 × 120 × 40 cm, Bandeisen, Acryllack, Ausstellung Joanneum Ecksaal, Graz, seit 1994 im Österreichischen Skulpturenpark, Unterpremstätten 1993: Litfaßsäule, mit Günther Holler-Schuster, Erzherzog-Johann-Allee 3, Graz, Teil des Projektes Kunst auf Zeit der Gruppe 77 1995: Fassadengestaltung bei der Volksschule FrauenhofenFassadengestaltung bei der Volksschule Frauenhofen. In: publicart.at. Abgerufen am 3. Dezember 2022. 1995: Skulptur 2T, Eisen, Autolack, Schlossberghotel, begrünter Innenhof, Kaiser-Franz-Josef-Kai 30, Graz 1997: Flyer für das Projekt „Call“ von Edda Strobl, in Telefonzellen, Graz 1999: Installation, weiße Klebefolie (d-c-fx Klebefolie/adhesive tape) auf weißer Wand an den Säulen der Kern Foundation, Chicago 1999: Rauminstallation / Video '4/28 - 5/2', International Studio Program, New York 2000: permanente Wandmalerei, Privatklinik Graz Ragnitz, Berthold-Lindner-Weg 15, Graz 2000: 27 - 4 - 9 5 - 30 5 - 11 6, Installation, Gerüst, Plastikfolie, Windmaschine, Videokamera, Galerie Grita Insam, Wien 2000: 6 5 - 6 13 - 7 5, d-c-fx Klebefolie/adhesive tape, Hong Kong, Para Site/Art Space 2000: temporäre Installation, Klebefolie auf Stiege (d-c-fx Klebefolie/adhesive tape), Ausstellung Cultural Sidewalk, Wien, Stiegengasse 2002: Celerys-Poster, Plakatwand, Projekt Kunst auf Zeit der Gruppe 77 (flat public), Graz 2003: Flash Dance, Installation (farbige Glühbirnen, Projektion), mit Martin Gansberger, Schloßbergrestaurant, Schloßberg 7, Graz, steirischer herbst 2003: 20+03 WOMENT!-ORTE, Künstlerisches Gestaltungskonzept für 23 Würdigungstafeln als Zeichen der Erinnerung an Frauen im öffentlichen Raum, Graz 2005/2006: Altargestaltung Wallfahrtskirche Breitenau (Altar, Ambo, Sessio, Ministrantenbank, Kredenztisch), in zwei Schichten Sicherheitsglas verpresste, bedruckte Folie (achtfarbiges Liniensystem), Nußholz 2008: Modulsystem aus schwenkbaren, in knappem Abstand von der Wand montierten 96 Metalltafeln (à 274 mm × 400 mm, pulverbeschichtet), 3M Folie, Kugelgelenke, Wandfarbe, Installation im Ambulanzbereich in Augenklinikum am LKH Graz 2008: OBG 19, temporäre Fassadengerüstinstallation, 3M Scal-50 Folie auf Gerüst, Otto-Bauer-Gasse 19, Wien 2009: 0905CN, temporäre Aluminium-Gerüst-Installation, Baustellennetze, 798 Art District, Quac Art Space, Peking 2011: 1904 m., Rauminstallation, sechs Papierbahnen à 470 × 105 cm, Gesamtgröße: 470 × 630 cm, Edding-Marker auf Papier, Ausstellung „Streng geometrisch“ im Museum Moderner Kunst Kärnten 2013: metermachen, Installation aus 732 Zeichnungen à 50 × 70 cm, Molotow-Marker auf Bristol-Karton,metermachen. In: sabinahoertner.com. Abgerufen am 12. Juni 2025. Kunsthaus MürzzuschlagSabina Hörtner metermachen. In: kunsthausmuerz.at. Abgerufen am 12. Juni 2025.
Ausstellungen (Auswahl) Einzelausstellungen 1992: Similar Poles, Theseustempel, Wien 1993: Joanneum-Ecksaal, Graz (mit Katalog) 1994: Galerie Freihausgasse, Villach 1995: Galerie im Alten Rathaus, Fürstenfeld 1996, 2000, 2004: Galerie Grita Insam, Wien 1997: Sabina Hörtner. 3.2.–2.3.97, Neue Galerie GrazSabina Hörtner. In: museum-joanneum.at. Abgerufen am 3. Dezember 2022. 2001: Neue Galerie Graz (Stiegenhaus, mit Katalog) 2002: 211102-081202, Kunsthaus Mürzzuschlag 2010: Keine zwei Stunden, Museum Moderner Kunst Kärnten 2022: Sabina Hörtner. stehenbleibengehen, Kunsthaus MürzzuschlagSabina Hörtner. stehenbleibengehen. In: kunsthausmuerz.at. Abgerufen am 3. Dezember 2022.
Ausstellungsbeteiligungen 1987: Art Beyond Barriers, Frauenmuseum Bonn (mit Katalog) 1990: Zwischenstand, Stadtmuseum, Graz (mit Katalog) 1991: 26. Internationale Malerwochen, Neue Galerie, Graz (mit Katalog) 1994: Styrian Window, Neue Galerie, Graz 1995: 24. Österreichischer Graphikwettbewerb, Ferdinandeum, Innsbruck 1996: Jenseits von Kunst, Ludwig Museum, Budapest 1998: Jenseits von Kunst, Museum van Hedendaagse Kunst Antwerpen 2001: Gerhard Lojen Retrospektive, Neue Galerie Graz / Bruseum 2002: Reale Malerei, Kunstraum Dornbirn 2003: Abstraction now, Künstlerhaus Wien 2004: Third Places, steirischer Herbst, Graz 2005: 16th drawing exhibition, Museum of Contemporary Art, Rijeka 2006: Blasser Schimmer, Kunstraum Niederoesterreich, Wien 2010: Ringturm.Kunst. Sammlung Vienna Insurance Group, Leopold Museum, Museumsquartier, Wien 2011: streng geometrisch, Museum Moderner Kunst Kärnten
Literatur
Hörtner Sabina. In: Eugen Gross (Hrsg.): Die Grazer Ortweinschule: Bau – Kunst – Design, 1876–2001. Manumedia Schnider, Graz 2001, ISBN 3-902020-12-1, S. 133. Christa Steinle (Hrsg.): Sabina Hörtner, 01, 00, 99, 98, 97. Ausstellungskatalog. Neue Galerie Graz, Stiegenhaus-Reihe. Hrsg.: für die Gesellschaft der Freunde der Neuen Galerie. Übersetzung: Susanne Baumann-Cox, Maria Nievoll. Triton-Verlag, Wien 2001, ISBN 978-3-85486-101-0.
Weblinks
Website von Sabina Hörtner Sabina Hörtner auf dem KulturServer Graz Sabina Hörtner bei basis wien
Einzelnachweise
Kategorie:Medienkünstler (Österreich) Kategorie:Installationskünstler (Deutschland) Kategorie:Österreicher Kategorie:Geboren 1967 Kategorie:Frau