Hauendorf ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Emtmannsberg im Landkreis Bayreuth (Oberfranken, Bayern). Die Gemarkung Hauendorf hat eine Fläche von 3,864 km². Sie ist in 497 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 7774,23 m² haben. In ihr liegen neben dem namensgebenden Ort die Gemeindeteile Gampelmühle, Gottelhof, Troschenreuth und Wiedent.

Geografie Durch das Dorf fließt die Ölschnitz. Im Süden wird der Ort von der Kreisstraße BT 17 tangiert, die nach Troschenreuth (1,1 km nordwestlich) bzw. nach Unterölschnitz verläuft (0,9 km südöstlich). Von dieser zweigt eine Gemeindeverbindungsstraße ab, die zu einer anderen Gemeindeverbindungsstraße zwischen Unterölschnitz im Süden und Würnsreuth im Nordosten führt. Ein Anliegerweg führt nach Lindhardshaus (0,3 km südwestlich).

Geschichte In Hauendorf wird vom 14. bis zum 16. Jahrhundert ein Eisenhammer genannt, der vom Wasser der Ölschnitz betrieben wurde.Franz Michael Ress: Geschichte und wirtschaftliche Bedeutung der oberpfälzischen Eisenindustrie von den Anfängen bis zur Zeit des 30-jährigen Krieges. Verl. d. Histor. Vereins von Oberpfalz u. Regensburg, Regensburg 1950, S. 173. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Hauendorf aus 11 Anwesen (2 Halbhöfe, 1 Mühle, 1 Viertelsölde, 7 Tropfhäuser). Die Hochgerichtsbarkeit stand dem bayreuthischen Stadtvogteiamt Creußen zu. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft und Grundherrschaft über sämtliche Anwesen hatte das bayreuthische Verwalteramt Emtmannsberg.R. Winkler: Bayreuth, S. 365.

Von 1797 bis 1810 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Bayreuth. Nachdem im Jahr 1810 das Königreich Bayern das Fürstentum Bayreuth käuflich erworben hatte, wurde Hauendorf bayerisch. Infolge des Ersten Gemeindeedikts wurde Hauendorf dem 1812 gebildeten Steuerdistrikt Emtmannsberg zugewiesen. Zugleich entstand die Ruralgemeinde Hauendorf. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Bayreuth zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Bayreuth (1919 in Finanzamt Bayreuth umbenannt). Mit dem Gemeindeedikt von 1818 kam es zur Eingliederung folgender Gemeinden: Troschenreuth mit Gottelhof, Wiedent mit Gampelmühle. Ab 1862 gehörte Hauendorf zum Bezirksamt Bayreuth (1939 in Landkreis Bayreuth umbenannt). Die Gerichtsbarkeit blieb beim Landgericht Bayreuth (1879 in Amtsgericht Bayreuth umgewandelt).R. Winkler: Bayreuth, S. 474. Die Gemeinde hatte 1964 eine Gebietsfläche von 3,859 km². Am 1. Mai 1978 wurde Hauendorf im Zuge der Gebietsreform in Bayern in die Gemeinde Emtmannsberg eingegliedert.

Baudenkmal Wohnstallhaus

Einwohnerentwicklung Gemeinde Hauendorf Jahr 1822 1840 1852 1855 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900 1905 1910 1919 1925 1933 1939 1946 1950 1952 1961 1970Einwohner 207 208 219 235 228 206 200 206 204 206 186 178 177 168 163 160 146 143 133 204 175 171 141 141HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1871 bis 1987 werden diese als „Wohngebäude“ bezeichnet. 34 35 36 36 35 30 27 27 Quelle

Ort Hauendorf Jahr 1819 1822 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987Einwohner 75 89 98 83 95 67 51 50 55 56 52Häuser 14 16 16 12 12 11 15Quelle

Religion Hauendorf ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und nach St. Bartholomäus (Emtmannsberg) gepfarrt.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Ort im Landkreis Bayreuth Kategorie:Geographie (Emtmannsberg) Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Bayreuth) Kategorie:Gemeindegründung 1812 Kategorie:Gemeindeauflösung 1978 Kategorie:Gemarkung im Landkreis Bayreuth