Magnes () war ein antiker Dichter der Alten Komödie, der im 5. Jahrhundert v. Chr. wirkte. Er ist einer der ältesten namentlich bekannten Komödiendichter. Aristoteles führte in seiner Poetik Chionides und Magnes als erste Komödiendichter an.Aristoteles, Poetik 3, 1448a. An den Dionysien soll er elf Mal den Sieg errungen haben,IG II² 2325,44. von denen Siege in den Jahren 472 und 471 v. Chr. bezeugt sind.IG II² 2318,7 und 17. In der Parabase der Komödie Die Ritter des Aristophanes wird er für seine Vielseitigkeit gelobt. Bereits in alexandrinischer Zeit war kein Stück mehr erhalten, jedoch wurden ihm neun Titel zugeschrieben. Allein dem Titel nach sind die Stücke Die Barbitonspieler (), Die Frösche (), Die Vögel () und Die Feigengallwespen () bekannt. Von den Komödien Dionysos 1 und 2 (), Die Lyder (), Die Grasrupferin () und Pytakides ()Da die Bedeutung dieses Titels unbekannt ist, wurde er von Gottfried Bernhardy zu Titakides () ‚Mann aus Titakidai (= ein Demos von Athen)‘ konjiziert. sind kurze Fragmente erhalten. Daneben sind zwei sehr kurze Fragmente aus unbekannten Stücken überliefert.

Literatur

Rudolf Kassel, Colin Austin (Hrsg.): Poetae Comici Graeci. Band 5. De Gruyter, Berlin/New York 1986, S. 626–631.

Bernhard Zimmermann: Chionides, Magnes, Ekphantides. In: Bernhard Zimmermann (Hrsg.): Handbuch der griechischen Literatur der Antike, Band 1: Die Literatur der archaischen und klassischen Zeit. C. H. Beck, München 2011, ISBN 978-3-406-57673-7, S. 717–718.

Einzelnachweise

Kategorie:Grieche (Antike) Kategorie:Literatur (Altgriechisch) Kategorie:Autor Kategorie:Literatur der Antike Kategorie:Geboren im 6. Jahrhundert v. Chr. Kategorie:Gestorben im 5. Jahrhundert v. Chr. Kategorie:Mann