Abū l-Husain al-Husainī al-Quraschī (, * 1979; † 2023) war ab dem 30. November 2022 der vierte Anführer des Islamischen Staats. Nach dem Tod des vorherigen Anführers Abū l-Hasan al-Hāschimī al-Quraschī, der im Kampf gestorben sein soll, wurde er vom IS-Sprecher Abū ʿUmar al-Muhādschir in einer offiziellen Audioaufnahme als Nachfolger proklamiert.
Tod Am 30. April 2023 gab der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan bekannt, dass der türkische Geheimdienst Abū l-Husain am Vortag, dem 29. April, aufgespürt und „neutralisiert“ habe. Diese Information wurde mit Vorsicht aufgenommen, da die wahre Identität von Abū l-Husain noch immer unbekannt war und die Türkei zuvor behauptet hatte, den ehemaligen Kalifen Abū l-Hasan al-Hāschimī al-Quraschī im Mai letzten Jahres festgenommen zu haben, was sich als falsch herausstellte, als er Mitte Oktober desselben Jahres in Darʿā getötet wurde. Ebenfalls verdächtig erschien, dass die Information des türkischen Präsidenten nur zwei Wochen vor den türkischen Nationalwahlen erschien.
Am 1. Mai 2023 teilte außerdem ein US-Beamter mit, man könne die Behauptung der Türkei, dass ihre Streitkräfte Abū l-Husain al-Husainī al-Quraschī getötet hätten, nicht bestätigen.
Anfang August 2023 ließ allerdings die Terrormiliz selbst verlautbaren, Abū l-Husain al-Husainī al-Quraschī sei bei „direkten Kämpfen“ in Syrien getötet worden. Als sogenannter Kalif folgte ihm Abū Hafs al-Hāshimī al-Qurashī am 3. August.
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Belege
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