mini|Noriko Awaya, 1930er-Jahre

Noriko Awaya ( Awaya Noriko; * 12. August 1907 in Aomori, Japan; † 22. September 1999 in Ōta (Tokio), Japan) war eine japanische Sängerin. Sie wurde später eine Pionierin der japanischen Chansonszene und wurde "" (The Queen of Blues) genannt, weil viele ihrer Songs das Wort Blues im Titel enthielten.

Leben und Werk mini|Awaya Noriko, 1953 Awaya war die älteste Tochter eines wohlhabenden Textilhändlers. 1910 wurde das Haus ihrer Familie durch einen Brand in der Stadt Aomori zerstört. 1923 zog sie zusammen mit ihrer Mutter und ihrer jüngeren Schwester nach Tokio und wurde in die Klavierabteilung des Toyo College of Music aufgenommen. Sie spezialisierte sich zunächst auf Klavier und dann auf Gesang. Sie bezahlte ihre Ausbildung, indem sie für ein Jahr ihr Studium unterbrach und als Aktmodell für Kunststudenten und Maler arbeitete. Mit dem Ziel, Opernsängerin zu werden, studierte sie klassische Musik und schloss ihre Ausbildung 1929 als Klassenbeste ab. Sie wurde eine klassische Sängerin, begann jedoch bald populäre Lieder zu singen, da das Gehalt eines klassischen Musikers sehr gering war.

1929 unterschrieb sie einen Vertrag bei Polydor Records und wurde die erste Sängerin populärer Lieder, die eine klassische Musikschule absolviert hatte. Sie wechselte 1931 zu Columbia Records, als sie ihren ersten Hit Watashi Konogoro Youtsuyo („I’m Feeling So Down These Days“) aufnahm. Mit Hits wie Wakare No Blues („Farewell Blues“, 1937), Ame No Blues („Rainy Blues“, 1930) und Tokyo Blues (1939) wurde sie als Queen of The Blues bekannt. Das Wort Blues bezieht sich jedoch auf langsame Lieder in Moll mit melancholischen Texten, die wenig Affinität zum westlichen Blues haben, und wird als Teil von Kayōkyoku kategorisiert, der früher am weitesten verbreiteten und typisch japanischen Form populärer Lieder.

1939 nahm sie das Lied Yoru no Platform (, Night Platform) für den Film Tokyo no Josei auf, in dem Setsuko Hara die Hauptrolle spielte. Das Lied wurde jedoch von den japanischen Behörden verboten. Im selben Jahr gab sie bekannt, dass sie unverheiratet sei und eine Tochter habe.

Obwohl sie viele Auftritte vor Militärpublikum gab, geriet sie regelmäßig mit den Kriegsbehörden in Konflikt. Sie wurde dafür kritisiert, dass sie in teuren Kleidern, Make-up und Dauerwellen auftrat, was während des Krieges nicht erlaubt war, und mehrere ihrer Lieder wurden verboten. Sie sang für britische und amerikanische Kriegsgefangene auf Englisch, was während des Krieges ebenfalls verboten war.

Sie wurde 1998 in ihrer Heimatstadt Aomori zur Ehrenbürgerin ernannt und starb 1999 im Alter von 92 Jahren.

Auszeichnungen (Auswahl) 1972: Medaille mit dem Purpurband 1979: Orden der Edlen Krone

Diskografie 1929: Yoru no Tokyo (, Noche de Tokio) 1930: Desfile del amor 1934: Veny Ven 1935: Doña Marriquita 1935: Poema 1935: Barcelona 1935: Teresina 1936: Dardanella 1936: Morucha 1936: Kurai Nichiyōbi (, Portada de " Gloomy Sunday ") 1937: Wakare no Blues (, Blues for Farewell) 1937: Madiana 1937: Amapola 1938: Ame no Blues (, Rainy Blues) 1938: Rumba Tambah 1939: La Cumparsita 1952: La Seine 1952: Mi mantón 1953: Romance 1959: María la O 1959: Adiós 1960: Wasurerarenai Blues (, Blues inolvidable) 1982: Ame no Hi no Wakare / Last Song (, Separation at the Rainy Day / Last Song) 1993: Yuri Isu (, mecedora)

Weblinks

Youtube-Video: Noriko Awaya - Wakare No Blues (1937) Youtube-Video: Noriko Awaya - Blue Light Promenade (1934) Biografie bei Metason

Einzelnachweise

Kategorie:Sänger Kategorie:Trägerin des Ordens der Edlen Krone Kategorie:Japaner Kategorie:Geboren 1907 Kategorie:Gestorben 1999 Kategorie:Frau