mini|Anna Elisabeth Behaim: Die nach den gewöhnlichsten Kirchen-Gesängen eingerichtete Psalmen Davids. Monath, Nürnberg 1723. Anna Elisabeth Behaim, Freifrau von Schwarzbach, geb. von Schönberg (* 9. Januar 1685 in Zechau; † 21. Februar 1716 in Hirschfeld) war eine deutsche Dichterin geistlicher Lieder. Sie hat die Psalmen Davids entsprechend den „gewöhnlichsten Kirchen-Gesängen“ aufgesetzt, geistliche Betrachtungen aufgeschrieben und Gedichte verfasst.
Leben und Familie Anna Elisabeth wurde am 9. Januar 1685 in Zechau geboren. Sie war die Tochter des sachsen-weißenfelsischen Geheimen Rates und Kanzlers Caspar Abraham von Schönberg (1637–1703) und dessen Frau Magdalene Sibylle von Bose. Am 9. November 1702 heiratete sie Georg Friedrich Behaim, Freiherr von Schwarzbach aus Nürnberg. Sie starb krankheitsbedingt am 21. Februar 1716 in Hirschfeld und wurde am 10. April begraben.
Werk Anna Elisabeth Behaim hat zu ihrer eigenen Erbauung die Psalmen Davids gemäß den „gewöhnlichsten Kirchen-Gesängen“ aufgeschrieben und hat diese ihrem Vater Caspar Abraham von Schönberg zum neuen Jahr geschenkt. Nach ihrem Tod wurde die Psalmensammlung inklusive einer Widmung an den Vater und etlichen geistlichen Betrachtungen im Anhang von Peter Conrad Monath 1723 in Nürnberg veröffentlicht. Die Psalmen entsprechen meist der Form von sechs- bis achtzeiligen Strophen, die mit drei- bis vierhebigen jambischen Versen aufgebaut sind. Darüber hinaus hat sie auch ein Klagelied auf den Tod ihres Ehemanns Georg Friedrich Behaim verfasst, das nach ihrem Ableben unter den Schriften ihres Nachlasses gefunden wurde.
Veröffentlichungen
Anna Elisabeth Behaim: Die nach den gewöhnlichsten Kirchen-Gesängen eingerichtete Psalmen Davids, ehemalen zu eigener Erbauung aufgesetzet. Monath, Nürnberg 1723 (Digitalisat).
Anna Elisabeth Behaim: Ach! Kummer der mein Hertz ohn Unterlaß beklemmet. In: Anna Elisabeth Behaim: Mein Hertze dicht ein feines Lied. In: Karl Wilhelm Bindewald (Hrsg.): Deutschlands Dichterinnen. Blüthen deutscher Frauenpoesie. Band 1. Osterwieck/Harz, Zickfeld 1896, S. 416 (Werkverweis).
Literatur
Christian August Wichmann: Geschichte berühmter Frauenzimmer: Nach alphabetischer Ordnung aus alten und neuen in- und ausländischen Geschicht-Sammlungen und Wörterbüchern zusammen getragen. Band 2, Böhmen/Leipzig 1772, S. 802. (Digitalisat). Jean M. Woods, Maria Fürstenwald: Schriftstellerinnen, Künstlerinnen und gelehrte Frauen des deutschen Barock. Ein Lexikon (Repertorien zur deutschen Literaturgeschichte. Bd. 10), Metzler, Stuttgart 1984, ISBN 978-3-476-00551-9. S. 6.
Weblinks
Informationen zu Anna Elisabeth Behaim im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek Informationen zu Anna Elisabeth Behaim im Katalog der Deutschen Biographie Informationen zu Anna Elisabeth Behaim im Katalog der Deutschen Digitalen Bibliothek Familiennachlass von Schönberg im Hauptstaatsarchiv Dresden Homepage des Schönberg’schen Familienverbandes
Einzelnachweise
Kategorie:Liedtexter Kategorie:Literatur (18. Jahrhundert) Kategorie:Literatur (Deutsch) Kategorie:Geboren 1685 Kategorie:Gestorben 1716 Kategorie:Frau