Zeughaus ist eine zum Ortsteil Morgenröthe-Rautenkranz der sächsischen Gemeinde Muldenhammer im Vogtlandkreis gehörige Häusergruppe im Naturpark Erzgebirge-Vogtland, die vor 1875 zu den Auerbacher kleinen Waldorten gehörte. Zeughaus liegt direkt westlich von Morgenröthe.
Geschichte Es handelt sich um einen der Auerbacher kleinen Waldorte, die 1834 zur Auerbacher Waldgemeinde gehörten. Später wurde Zeughaus ein Ortsteil von Morgenröthe-Rautenkranz. Am 12. JuniNach anderen Angaben am 12. November. 1680 erhielt der Köhler Ernst Seidel aus Morgenröthe die Genehmigung zur Errichtung eines ersten Wohnhauses an dieser Stelle, die zum damaligen Zeitpunkt der Gewerkschaft des Zinnbergwerks Maria Fundgrube gehörte.Entsprechend der Chronikabschrift des Kaufbriefs des Sohnes Wolff Adam Seydel vom 9. Mai 1727 ist abweichend hierzu davon auszugehen, daß Vater Michael Seydel, Berggeschorener im Voigtsberger Revier, am 15. April 1684 das Lehen "Zeichhauß" zwischen Wiesbach und dem Bergwerk Morgenröthe dem Hammerherrn Gabriel Baumann zu Tannenbergsthal abgekauft hat. Der Kaufbrief ist 1729 von Friedrich Gottfried Engelschall zu Voigtsberg konfirmiert worden.
Ab 1879 unterstand Zeughaus dem Amtsgericht Auerbach. Seit 1840 ist die Häusergruppe nach Rautenkranz gepfarrt. +EinwohnerzahlenJahr17911834187118751890Einwohner4 Häusler*344141196449* teils einschließlich Heßmühle, Hirschlecken, Hüttenschachen 1871 gab es 9 Häuser mit 141 Einwohnern.Generalübersicht sämmtlicher Ortschaften des Königreichs Sachsen nach der neuen Organisation der Behörden mit Angabe ihrer Einwohner- und Häuserzahl am 1. December 1871 (Seite 31) 1875 gab es 12 Häuser. Der Ort gehörte zum Postbestellbezirk Jägersgrün.Anonym: Alphabetisches Taschenbuch sämmtlicher im Königreiche Sachsen belegenen Ortschaften und der besonders benannten Wohnplätze. bearbeitet im Statistischen Büreau des Königlichen Ministeriums des Innern, Verlag C. Heinrich, Dresden 1877, S. 242. (alternativ online: SLUB)
Ortsname Der Legende nach soll Zeughaus den Namen von einem unter der Herrschaft des Kurfürsten August von Sachsen im 16. Jahrhundert in den Wäldern des Vogtlandes betriebenen Zeughauses erhalten haben. Die älteste auffindbare Karte des Gebietes um das Bergwerk „Uf der Morgenröd“ von Mathias Öder aus den Jahren 1586–1634 im Archiv der Deutschen Fotothek Dresden zeigt im Bereich der jetzigen Siedlung Zeughaus keine Bebauung bis auf eine Markierung „Bernfangh“ am Wiesbach. Aufgrund der Überlieferungslage kann dies nicht bestätigt werden, sondern der Name stammt vom Stangengezeug der Maria Fundgrube, ist also eine bergmännische Bezeichnung.
Ältere Ortsnamensformen sind: Zeichhauß (1729), Zeughauß (1791), Zeughäuser (1833) und ab 1875 Zeughaus.
Anmerkungen
Literatur
Weblinks
Morgenröthe-Rautenkranz historisch. In: Webauftritt der Gemeinde Muldenhammer.
Einzelnachweise
Kategorie:Geographie (Muldenhammer) Kategorie:Ort im Vogtlandkreis