Six Days in Fallujah ist ein in Entwicklung befindlicher Taktik-Shooter von Highwire Games und Victura für die Plattformen Microsoft Windows, PlayStation 4, PlayStation 5, Xbox One und Xbox Series X/S. Seit Juni 2023 ist das Spiel per Early Access über Steam spielbar.
Vorlage für das Spiel ist die unter anderem Operation Phantom Fury genannte zweite Schlacht um die Stadt Falludscha im Jahr 2004, während der Besetzung des Irak.
Ein Release des Spiels war im Jahr 2021 für das Jahr 2022 geplant gewesen. Die Veröffentlichung des Spiels war ursprünglich für das Jahr 2010 vorgesehen, die Entwicklung war jedoch zwischenzeitlich wegen einer Insolvenz des Entwicklerstudios Atomic Games eingestellt.
Im Jahr 2026 wurde berichtet, dass sich das US-amerikanische Entwicklungsstudio Victura und der britische Publisher Secret Mode in einem Rechtsstreit um die Eigentumsrechte an dem Spiel befinden.
Hintergrund und Entwicklung Die Inspiration für das Spiel kam laut einem im Jahr 2009 – mit dem Präsidenten von Atomic Games, Peter Tamte – geführten Interview von US-Marines, zu denen Atomic Games aufgrund einer früheren Auftragsarbeit für das United States Marine Corps Kontakt hatte: „Als sie aus Falludscha zurückkamen, baten sie uns ein Videospiel über ihre Erfahrungen dort zu machen...“. Bereits um das Jahr 2009 hatte Atomic Games nach eigenen Angaben mit über 70 Personen, darunter zurückkehrenden US-Marines, irakischen Zivilisten, irakischen Aufständischen, Kriegshistorikern und hochrangigen Militärs über die Schlacht gesprochen. Das Entwicklerteam hatte nach eigenen Angaben außerdem im Rahmen der Recherche Sachbücher über die Schlacht gelesen.
Nach der Ankündigung des Computerspiels verurteilte die aus britischen Veteranen bestehende Stop the War Coalition die Entwicklung von Six Days in Fallujah. Die größte muslimische Interessenvertretung in den USA rief Sony, Microsoft und Valve dazu auf, die Produktion und Veröffentlichung von Six Days in Fallujah nicht zu unterstützen. Sie kritisierten, dass die Umsetzung der Kämpfe in Form eines Videospiels die Schlacht zu einer trivialisierenden Unterhaltung machen würde.
Im Zuge der Kritik aus Großbritannien und den USA verlor Atomic Games mit dem Publisher Konami einen Finanzier für das Projekt. Weil es danach keinen Geldgeber mehr fand, entließ Atomic Games erst einen großen Teil seiner Mitarbeiter, ehe das Studio zwei Jahre später, im Jahr 2011 insolvent ging und aufgelöst wurde.
2016 gründete Tamte das Studio Victura. Im Jahr 2018 erklärte Tamte, dass das Spiel zu einem unbestimmten zukünftigen Zeitpunkt fertiggestellt und veröffentlicht werde. Im Februar 2021 wurde bekannt gegeben, dass das Spiel wieder entwickelt wird und dass das Entwicklerteam auch aus ehemaligen Spieleentwicklern von Halo und Destiny besteht. Laut Pressemitteilung der Entwickler hatte Six Days in Fallujah „den Anspruch, der authentischste Militär-Shooter der heutigen Zeit zu sein und die militärischen sowie zivilen Geschichten mit dem Level an Integrität zu erzählen, das sie verdient haben“. Interview-Sequenzen, in denen US-Veteranen und irakische Zivilisten zu Wort kommen, werden laut Ankündigung im Spiel implementiert sein. War zuerst mit einer Veröffentlichung des Spiels noch im selben Jahr gerechnet worden, wurde die Veröffentlichung im November 2021 schließlich auf Ende des Folgejahres verschoben. Laut Peter Tamte ist die Verschiebung der Veröffentlichung Folge einer Verdopplung der an dem Spiel beteiligten Entwickler.
Im August 2026 wurde berichtet, dass sich das US-amerikanische Entwicklungsstudio Victura und der britische Publisher Secret Mode in einem Rechtsstreit um die Eigentumsrechte an dem Spiel befinden. Geklagt hatte Secret Mode, mit der Begründung, dass Victura vereinbarte Entwicklungsziele verpasst habe. Im Zuge des Rechtsstreits wurde publik, dass sich die Entwicklungskosten des Quelltextes bzw. Quellcode des Spiels sowie die Kosten der Early Access-Veröffentlichung bis dahin auf mehr als 50 Millionen US-Dollar summierten. Laut Kooperationsvertrag zwischen Secret Mode und Victura war für den Fall, dass der Publisher wiederholt die vom Entwickler eingereichte Arbeit wegen mangelhafter Qualität zurückweist das Eigentumsrecht am Quellcode auf den Publisher zu übertragen. Außerdem sollte der Anteil des Publishers an den Erlösen von 50 % auf 75 % steigen. Victura legte im Rechtsstreit Einspruch ein; behauptete, dass das wiederholte Ablehnen der Arbeiten vorgeschoben sei und der Publisher von langer Hand geplant habe, das geistige Eigentum an dem Quellcode zu erhalten.
Weblinks Offizielle Website (englisch) Bericht über die Entwicklungsstadien des Spiels (April 2018, gamedeveloper.com)
Einzelnachweise
Kategorie:PlayStation-4-Spiel Kategorie:PlayStation-5-Spiel Kategorie:Taktik-Shooter Kategorie:Windows-Spiel Kategorie:Xbox-One-Spiel Kategorie:Xbox-Series-Spiel Kategorie:Kooperatives Computerspiel