Fritzi Wartenberg (* 25. Juli 1997 in Köln) ist eine deutsche Theaterregisseurin.

Leben Fritzi Wartenberg wurde 1997 in Köln als Tochter von Hera Lind und Ulrich Heidenreich geboren. Sie verbrachte ihre Jugend in Salzburg und besuchte dort das Musische Gymnasium.

Wartenberg studierte Vergleichende Literaturwissenschaft an der Universität Wien und von 2018 bis 2022 Regie am Max Reinhardt Seminar, unter anderem bei David Bösch, Dušan David Pařízek und Martin Kušej. 2020 war sie Mitgründerin des feministischen FTZN-Kollektivs, für das sie als Autorin und Regisseurin Stückentwicklungen erarbeitet.

Werk Wartenberg will traditionelle Strukturen und Rollenmodelle in Beziehungen mit Humor aufdecken. Sie stellt den feministischen Blick auf die Gesetzmäßigkeiten von Theater und Welt ins Zentrum und legt Widersprüche und gesellschaftliche Beharrungskräfte offen.

Die Jury des Helene-Weigel-Theaterpreises lobte 2023 die Vielschichtigkeit von Wartenbergs Inszenierungen sowie die Neugierde und Sensibilität der Regisseurin und die tiefgehende Auseinandersetzung mit aktuellen Themen. Auch Wartenbergs offene, unprätentiöse Haltung gegenüber Publikum und Team fand Beachtung.

Rezeption In der Berliner Morgenpost sprach Felix Müller über die Aufführung von The Writer von einem „kurzweiligen, sehenswerten Abend“, der das Publikum am Ende „zurecht begeisterte“.

Regiearbeiten mini|Malina, Inszenierung am Berliner Ensemble (2024), Regie Fritzi Wartenberg 2020/2021 Gib mir ein F. Regie und Stückentwicklung (mit Runa Schymanski, Benita Martins und Hannah Rang). Theaterfestival hinundweg, Litschau, und Kosmos Theater, Wien 2021 Bei aller Liebe – Jetzt wird gefotzt! Regie und Stückentwicklung (mit Benita Martins, Hannah Rang, Runa Schymanski). Theaterfestival hinundweg, Litschau 2021 Das große Festmahl von Antigone Akgün. Hörspiel, Schauspielhaus Wien 2022 The Writer von Ella Hickson. Berliner Ensemble, Berlin; Premiere 19. November 2022 2023 Alias Anastasius vom Autorinnen-Duo Matter*Verse, inspiriert von Angela Steideles Buch In Männerkleidern. Berliner Ensemble, Berlin; Uraufführung 10. März 2023; Wiederaufnahme September 2025 2024: Malina von Ingeborg Bachmann, in einer Bühnenfassung von Fritzi Wartenberg. Berliner Ensemble; Premiere 27. März 2024 2024: Monte Rosa von Teresa Dopler. Luzerner Theater, Luzern; Premiere 25. Mai 2024 2024: Biedermann und die Brandstifter von Max Frisch. Berliner Ensemble 2025: Jeeps von Nora Abdel-Maksoud, Schauspiel Köln; Premiere 26. Februar 2025 2025: Elisabeth! von Mareike Fallwickl, Burgtheater Wien; Uraufführung 11. April 2025, Titelrolle Stefanie Reinsperger 2025: Volksvernichtung oder meine Leber ist sinnlos von Werner Schwab, Burgtheater Wien; Premiere am 18. Oktober 2025, 2 Stunden und ohne Pause. Regie: Fritzi Wartenberg, Bühne: Jessica Rockstroh, Kostüme: Esther von der Decken, Choreografie: Sabina Perry, Musik: David Rimsky-Korsakow.Jakob Hayner: Milieukrieg im Mietshaus: Volksvernichtung oder meine Leber ist sinnlos - Burgtheater Wien, Rezension auf nachtkritik.de vom 19. Oktober 2025, abgerufen am 1. Dezember 2025

Schauspiel 2020 Der Stellvertreter von Rolf Hochhuth. Regie Thyl Hanscho, Max Reinhardt Seminar, Wien (Rolle: Die Archäologin; auch Regieassistenz)

Auszeichnungen 2022/2023 Einjährige Residency am Berliner Ensemble mit zwei Inszenierungen (Nachwuchsförderprogramm Worx) 2022/2023 Helene Weigel Theaterpreis, Förderkreis des Berliner Ensembles 2025 Kurt-Hübner-Regiepreis 2025 für ihre Inszenierung von Werner Schwabs Volksvernichtung oder meine Leber ist sinnlos am Burgtheater Wien.Gertrud-Eysoldt-Ring und Kurt-Hübner-Regiepreis 2025, nachtkritik.de, erschienen und abgerufen am 1. Dezember 2025

Einzelnachweise

Kategorie:Theaterregisseur Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1997 Kategorie:Frau