Heiko Hinz (* 8. November 1969 in Wustrow, Mecklenburg-Vorpommern) ist ein ehemaliger deutscher Boxer.

Boxkarriere Hinz begann mit dem Boxsport als Zehnjähriger bei der BSG Einheit Krakow am See, wo er von Karl-Heinz Röthke trainiert wurde. Dort wurde er vom Trainer Willi Ramin entdeckt, der ihn zum SC Traktor Schwerin holte. Ab 1983 besuchte er die Kinder- und Jugendsportschule der DDR (KJS) in Güstrow. Noch im selben Jahr gewann er die Kinder- und Jugendspartakiade sowie die DDR-Juniorenmeisterschaft.

Bei den Erwachsenen wurde Hinz viermal in Folge DDR-Vizemeister; er verlor im Finalkampf 1986 im Halbfliegengewicht gegen Roland SchmidtDDR National Championships 1986, 1987 im Fliegengewicht gegen Andreas TewsDDR National Championships 1987, 1988 im Bantamgewicht gegen Dieter BergDDR National Championships 1988 und 1989 im Federgewicht gegen Marco Rudolph.DDR National Championships 1989 Zudem gewann er 1987, 1988 und 1989 jeweils Silber beim Chemiepokal in Halle (Saale), wobei ihm unter anderem Siege gegen Róbert Isaszegi, Timofei Skrjabin und Andreas Tews gelangen. In den Finalkämpfen war er jeweils gegen Juan Torres, Pedro Reyes und Dieter Berg unterlegen.Chemistry Cup 1987Chemistry Cup 1988Chemistry Cup 1989 Bei der Europameisterschaft 1987 in Turin startete er im Halbfliegengewicht, verlor jedoch im Achtelfinale gegen den späteren Silbermedaillengewinner Krasimir Tscholakow.European Championships 1987 Beim Tammer-Turnier 1989 in Finnland schied er im Halbfinale gegen Óscar de la Hoya mit einer Bronzemedaille aus.Tammer Tournament 1989

Nach der deutschen Wiedervereinigung boxte er für Flensburg und Schwerin in der 1. BundesligaGerman 1.Bundesliga 1989/1990German 1.Bundesliga 1990/1991German 1.Bundesliga 1991/1992, gewann 1990 den ChemiepokalChemistry Cup 1990 und wurde 1991 nach einer Finalniederlage gegen Andreas Tews Deutscher Vizemeister im Federgewicht.German National Championships 1991 Im selben Jahr gewann er unter anderem mit einem Sieg gegen Kirkor Kirkorow den Intercup in SchriesheimIntercup 1991 und nahm an der Europameisterschaft in Göteborg teil, wo er im Achtelfinale des Federgewichts diesmal gegen Kirkorow ausschied.European Championships 1991 1992 wurde er nach einer Finalniederlage gegen Andreas Tews erneut Deutscher Vizemeister im Federgewicht.German National Championships 1992

1993 wurde er schließlich mit einem Finalsieg gegen Marco Rudolph erstmals Deutscher Meister im LeichtgewichtGerman National Championships 1993 und gewann auch den Chemiepokal, wobei er im Finale Enrique Carrión bezwang.Chemistry Cup 1993 Er konnte daraufhin auch an der Weltmeisterschaft 1993 in Tampere teilnehmen, wo er im Achtelfinale des Federgewichts gegen Ramaz Paliani unterlag.World Championships 1993

1994 gewann er nach einer Niederlage gegen Artur Grigoryan Bronze beim Chemiepokal und konnte bei den Goodwill Games in Sankt Petersburg die Silbermedaille im Leichtgewicht erkämpfen.Goodwill Games 1994 1995 wurde er mit einem Finalsieg gegen Daniel Prosch wieder Deutscher Meister im LeichtgewichtGerman National Championships 1995 und gewann Bronze beim Chemiepokal 1996, nachdem er im Halbfinale gegen Steven Küchler unterlegen war.Chemistry Cup 1996

1997 wurde er mit einem finalen Sieg gegen Norman Schuster nochmals Deutscher Meister im LeichtgewichtGerman National Championships 1997 und gewann auch den Chemiepokal, wobei ihm unter anderem ein Sieg gegen Arnaldo Mesa gelungen war.Chemistry Cup 1997

Nach seiner Wettkampfkarriere arbeitete er für ein Transportunternehmen im Allgäu.

Einzelnachweise

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