Ijebu-Ode ist eine Großstadt im Bundesstaat Ogun in Nigeria mit 209.191 Einwohnern (Stand 1. Januar 2005).

Die Stadt ist Verkehrsknotenpunkt und regionales Handelszentrum. Bekannt ist Ijebu-Ode für Sungbos Eredo, einen 150 km langen Erdwall mit bis zu 15 m tiefen Gräben, ähnlich den Mauern von Benin.

Geschichte Ijebu-Ode ist eine alte Stadt; sie war bereits im 16. Jahrhundert Hauptstadt des Königreichs der Ijebu, einem Volksstamm der Yoruba. Im Dezember 1941 startete Muhammad Jumat Imam (1896–1960) in Ijebu-Ode seine millenaristische Mahdiyya-Bewegung. Jumat Imam, der selbst aus einer muslimischen Familie kam, erklärte sich zum Mahdi und rief zur Einheit zwischen Muslimen und Christen auf.Vgl. dazu Peter B. Clarke: Charismatic Authority and the Creation of a New Order. The Case of the Mahdiyyat Movement in South-Western Nigeria. In: Donal B. Cruise O’Brien, Christian Coulon (Hrsg.): Charisma and Brotherhood in African Islam. Oxford University Press, Oxford u. a. 1988, ISBN 0-19-822723-X, S. 157–182.

Persönlichkeiten Joseph Adetunji Adefarasin (1920–1989), Jurist Adebayo Adedeji (1930–2018), Politiker Abiola Onakoya (* 1990), Sprinter Tobi Amusan (* 1997), Hürdenläuferin Emmanuel Bamidele (* 1999), Sprinter der Vereinigten Arabischen Emirate

Siehe auch Liste der Städte in Nigeria

Einzelnachweise

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