Wrzesina () ist ein Ort in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren. Es gehört zur Gmina Jonkowo (Landgemeinde Jonkendorf) im Powiat Olsztyński (Kreis Allenstein).

Geographische Lage Wrzesina liegt im Westen der Woiwodschaft Ermland-Masuren, 15 Kilometer westlich der Kreis- und Woiwodschaftshauptstadt Olsztyn (). mini|Dorfstraße in Wrzesina

Geschichte Ortsgeschichte Im Jahre 1352 das Dorf SchönbergDietrich Lange: Alt Schöneberg, in: Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005) in der Feldmark Gudikus.GenWiki: Alt Schöneberg Im Jahre 1817 wird seine Zugehörigkeit zum Allensteiner Amt erwähnt.

Am 7. Mai 1874 wurde Alt Schöneberg Amzsdorf und damit namensgebend für einen Amtsbezirk im Kreis Allenstein innerhalb des Regierungsbezirks Königsberg (ab 1905: Regierungsbezirk Allenstein) in der preußischen Provinz Ostpreußen.Rolf Jehke: Amtsbezirk Schöneberg

Anlässlich einer Volkszählung wies Alt Schöneberg 508 Einwohner auf. Ihre Zahl belief sich im Jahre 1910 auf 461, verringerte sich gering bis 1933 auf 457 und bis 1939 auf 421.Michael Rademacher:

Als 1945 in Kriegsfolge das gesamte südliche Ostpreußen an Polen fiel, erhielt Alt Schöneberg die polnische Namensform „Wrzesina“. Das Dorf ist heute eine Ortschaft innerhalb der Landgemeinde Jonkowo (Jonkendorf) im Powiat Olsztyński (Kreis Allenstein), von 1975 bis 1998 der Woiwodschaft Olsztyn, seither der Woiwodschaft Ermland-Masuren zugehörig. Zusammen mit seinem Ortsteil Trojan (Trojahnmühle) zählte Wrzesina im Jahre 2021 insgesamt 423 Einwohner.

Amtsbezirk Schöneberg (1874–1945) Der Amtsbezirk Schöneberg vereinigte bei seiner Errichtung neun Dörfer. Am Ende waren es noch acht: Deutscher Name Polnischer Name Anmerkungen Alt Schöneberg mitTrojahnmühle Wrzesina mit Trojan Ballingen Bałąg Gedaithen Giedajty Gottken Godki Neu Schöneberg Porbady Stękiny, Dorf Stękiny Stękiny, Gut (Forst) 1899 in den Gutsbezirk Kudypy, Oberförsterei, eingegliedert Warkallen Warkały Windtken Wołowno

Kirche mini|Pfarrkirche St. Maria Magdalena in Wrzesina Römisch-katholisch Alt Schöneberg resp. Wrzesina ist ein altes Kirchdorf. Hier konnte sich die Reformation nicht durchsetzen. Im Jahre 1500 wurde die gotische Pfarrkirche St. Maria Magdalena geweiht, die Anfang des 18. Jahrhunderts einen Turm erhielt.Erzbistum Ermland: Parafia Wrzesina (polnisch)

Die Pfarrei Wrzesian gehört zum römisch-katholischen Dekanat Łukta (Locken) im Erzbistum Ermland.

Evangelisch Die evangelischen Einwohner von Alt Schöneberg resp. Wrzesina gehörten bis 1945 und gehören auch heute zur Christus-Erlöser-Kirche Olsztyn, die ehedem der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union,Walther Hubatsch, Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens, Band 3 Dokumente, Göttingen 1968, S. 489 jetzt der Diözese Masuren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen zugeordnet war.

Verkehr Wrzesina liegt an der verkehrsintensiven polnischen Woiwodschaftsstraße 527, der einstigen deutschen Reichsstraße 133, die den westlichen Teil der Woiwodschaft Ermland-Masuren durchzieht. Eine Anbindung an den Bahnverkehr besteht nicht.

Weblinks

Bildarchiv Ostpreußen: Diashow Alt Schöneberg

Einzelnachweise

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