Hans Schreiner (* 18. März 1930 in Bad Friedrichshall-Jagstfeld; † 27. Februar 2023) war ein deutscher Maler.

Leben

Nach seinem Abitur 1949 in Heilbronn studierte Hans Schreiner von 1950 bis 1957 an der Stuttgarter Kunstakademie bei Manfred Henninger.Werner Baumann: Vorwort. In: Hans Schreiner. Bilder, Aquarelle, Zeichnungen 1953–1979. 1979, S. 7; ebenso Günther Wirth: Marginalien zu Hans Schreiner. Ebenda, S. 8. An der Akademie hatte er Kontakte zur Stuttgarter Schule. Schon während des Studiums war er Mitglied des Heilbronner Künstlerbundes und des Kunstvereins Heilbronn.Werner Baumann: Vorwort. In: Hans Schreiner. Bilder, Aquarelle, Zeichnungen 1953–1979. 1979, S. 7. 1954 mietete er zusammen mit Günther C. Kirchberger, Georg Karl Pfahler, Atila Biro und Friedrich Sieber eine Werkstatt in der Olgastraße 70a.

Die Künstler zogen 1955 in die Dillmannstraße 11, woraus später die Gruppe 11 entstand. Laut Günther Wirth war dieses Jahr von entscheidender Bedeutung, da sich die Gruppe 11 den informellen Strömungen zugewandt hatte. Schreiner arbeitete damals unter dem Einfluss Henningers noch in einer farbig differenzierten, gegenständlichen, aber bereits stark abstrahierenden Landschaftsmalerei.Günther Wirth: Marginalien zu Hans Schreiner. In: Hans Schreiner. Bilder, Aquarelle, Zeichnungen 1953–1979. 1979, S. 8.

Ab 1957 lebte Schreiner als freischaffender Maler in Stuttgart. Er selbst bezeichnete sich als abstrakter Landschaftsmaler. Ein weiterer Schwerpunkt seiner Arbeit war Kunst am Bau im weltlichen und kirchlichen Bereich. Er interessierte sich von Anfang an für Glasmalerei, sodass er bereits in den Jahren 1955/56 gemeinsam mit Henninger große Glasfenster für eine Kirche entwarf.

Als ordentliches Mitglied des Deutschen Künstlerbundes (DKB) nahm Schreiner zwischen 1963 und 1990 insgesamt 16 mal an den großen DKB-Jahresausstellungen teil. (abgerufen am 1. Februar 2016)

Hans Schreiner starb am 27. Februar 2023 wenige Wochen vor Vollendung seines 93. Lebensjahres.

Werke (Auswahl) In der Katholischen Auferstehungskirche in Bad Friedrichshall-Jagstfeld: Glasfenster (1957) In der Evangelischen Haigstkirche (Stuttgart-Degerloch): Kirchenfenster (1987) In der Katholischen Domkirche St. Eberhard in Stuttgart: Kirchenfenster und ein Meditationsbild St. Barbara (Kochendorf): Glasfenster St. Johannes (Neckarsulm): Glasfenster sowie div. andere Kirchengestaltungen

Preise und Auszeichnungen 1963: Stipendium des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft im BDI 1965: Stipendium der Villa Massimo, Rom 1976: Förderpreis der Stadtsparkasse Karlsruhe 1985: Hans-Molfenter-Preis der Landeshauptstadt Stuttgart 1987: Stipendium der Cité Internationale des Arts Paris 1987: Verleihung des baden-württembergischen Ehrentitels „Professor“

Weblinks

Stuttgarter Schule: Hans Schreiner

Hans Schreiner beim Künstlerbund Baden-Württemberg Traueranzeige

Einzelnachweise

Kategorie:Glasmaler (Deutschland) Kategorie:Mitglied im Deutschen Künstlerbund Kategorie:Träger des Rompreises Villa Massimo Kategorie:Maler (Stuttgart) Kategorie:Ehrenprofessor des Landes Baden-Württemberg Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1930 Kategorie:Gestorben 2023 Kategorie:Mann