mini|Blick über das Forum Romanum in Rom Ludwig Theodor Choulant (* 18. Juli 1827 in Dresden; † 12. Juli 1900 ebenda) war ein deutscher Maler, Architekturmaler und Architekt. Volker Helas: Architektur in Dresden 1800–1900, Vieweg & Sohn, Braunschweig/Wiesbaden, 1986, S. 194, ISBN 3-528-18696-8 Ludwig Theodor Choulant in der Deutschen Biographie (abgerufen am 18. November 2022)
Leben und Wirken Ludwig Theodor Choulant war der Sohn des Arztes Johann Ludwig Choulant (1791–1861). Er studierte zunächst am Dresdner Polytechnikum und ab 1846 an der Dresdner Kunstakademie. 1849 war er Meisterschüler bei Gottfried Semper und unternahm 1850/51 die erste Studienreise nach Italien und Sizilien. In den Jahren 1858–1861 weilte er zu einem längeren Aufenthalt in Rom, auf weiteren Reisen 1864, 1873 und 1874 studierte er auch Bauwerke in Venedig, Florenz und anderen italienischen Städten. Im Jahr 1868 wurde er königlich-sächsischer Hofmaler und war von 1885 bis 1888 Lehrer für Perspektive an der Dresdner Akademie. Bis 1890 war er Mitglied im Sächsischen Altertumsverein. Choulant starb 1900 in Dresden und wurde auf dem Alten Annenfriedhof in Dresden beigesetzt, sein Grab existiert nicht mehr.
Bauten Als Architekt leitete er den Bau einer katholischen Kirche in Dresden und baute die Diakonissenkapelle sowie Villen. St. Franziskus-Xaverius-Kirche in Dresden (1852/53), 1945 zerstört, 1957 abgerissen Diakonissenkapelle in Dresden (1856/1857), 1945 zerstört
Bildnerisches Schaffen mini|hochkant|Stammschloss Wettin mini|hochkant|Waldkuppel im König-Albert-Bad (Bad Elster) Ab 1854 war Choulant auf den akademischen Kunstausstellungen in Dresden vertreten. Gezeigt wurden dabei meist Motive von Bauwerken, die er auf seinen Reisen nach Italien besucht hatte. Ab 1871 zeigte er auch heimische Motive, z. B. das Bild Albrechtsburg zu Meißen. Seine Bilder wurden wegen ihrer Zeichnung und Farbwirkung gerühmt. Im Wappensaal der Albrechtsburg in Meißen hatte Choulant die acht Stammburgen der Wettiner dargestellt.Choulant. In: Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 4. Leipzig 1906, S. 100 (abgerufen am 18. November 2022).
Eine Übersicht über Choulants umfangreiches künstlerisches Werk gibt Friedrich von Boetticher.Friedrich von Boetticher: Malerwerke des neunzehnten Jahrhunderts – Erster Band. Fr. v. Boetticher’s Verlag, Dresden 1891/95, S. 169 f. (Digitalisat). sowie eine Übersicht seiner Werke in den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden. Werke von Choulant in den SKD (abgerufen am 18. November 2022)
Seine bekanntesten Ölbilder sind: Albrechtsburg zu MeißenPeter Weckbrodt: Sachsen in Bildern von eigenem Charme. In: oiger.de, 27. Januar 2017, abgerufen am 18. November 2022. Tiberinsel in Rom askArt – Ludwig Theodor Choulant (abgerufen am 18. November 2022) Sant’ Anastasia in Verona Engelsburg in Rom Blick auf Venedig Crocker Art Museum (abgerufen am 18. November 2022) Weitere Werke: Entwurf für einen Gedenkstein auf dem St.-Pauli-Friedhof in Dresden (Kriegerdenkmal) (1874)Klaus Brendler: Der St.-Pauli-Friedhof im Dresdner Nordwesten. In: Dresdner-Stadtteilzeitungen.de, 20. September 2017, abgerufen am 18. November 2022. Doppelkapelle Landsberg (1875) SKD-online: Landsberg (abgerufen am 18. November 2022) Stammschloss Wettin Ansicht des Stammschlosses Wettin (abgerufen am 18. November 2022) Ausmalung des oberen Vestibüls im Königlichen Opernhaus (1875) Opernhaus (1871-1878), Oberes Vestibül und Lünette (abgerufen am 18. November 2022) Königsloge im Königlichen Opernhaus in Dresden (1878) ZVAB Choulant Königsloge in der Semperoper (abgerufen am 18. November 2022) Gestaltung der kunstvoll verzierten Kuppel (Waldkuppel) über der hinteren Eingangshalle im König-Albert-Bad, Bad Elster (1882/83) Staatsbad Bad Elster – Albertbad (abgerufen am 21. November 2022) Für den Kunstband Venedig (erschienen bei Bruckmann in München, 1892) lieferte er zahlreiche Zeichnungen.Theodor Gsell Fels: Venedig – mit Bildern und Zeichnungen. Bruckmann, München, um 1892, 72 S.
Literatur Theodor Gsell Fels: Venedig – mit Bildern und Zeichnungen. Bruckmann, München, um 1892, 72 S.
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Einzelnachweise
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