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Shimoda Utako (; geboren 29. September 1854 in Iwamura (Provinz Mino); gestorben 8. Oktober 1936 in Tokio) war eine japanische Pädagogin.
Leben und Wirken Shimoda Utako wurde als Tochter der adeligen Familie Hirao () des Iwamura-Clans in der Provinz Mino geboren. Ursprünglich war ihr Vorname „Seki“, aber als sie 1872 Hofdame wurde, erhielt sie von der Kaiserin den Namen „Utako“. 1879 schied sie aus und heiratete Shimoda Takeo (; ?–1884), einen ehemaligen adeligen Gefolgsmann des Marugame-Klans. 1881 eröffnete sie auf Empfehlung von Fürst Itō Hirobumi und anderen die „Tōyō jojuku“ (), eine Schule für junge Frauen mit dem Ziel, Töchter der Oberschicht nach dem Prinzip zu erziehen, eine gute Ehefrau und weise Mutter zu sein. Nach dem Tod ihres Mannes wurde sie 1885 mit der Gründung der „Peeresses Girls’ School“ (, Kazoku jogakkō) Schulleiterin und Lehrerin. 1906, als die Schule zur Frauenabteilung des Gakushuin () wurde, übernahm sie die Position der Direktorin, trat jedoch 1907 zurück. 1899 gründete sie zwei Schulen, zum einen die „Jissen Girls’ School“ () – heute „Jissen Women’s College“ (, Jissen joshi gakuen) – und wurde deren Rektorin. Die zweite Schule hieß „Joshi kōgei gakkō“ (), sie sorgte für eine Ausbildung im Kunstgewerbe. 1949 entstand aus den von ihr gegründeten Bildungseinrichtungen die Frauenuniversität Jissen in Hino.
1898 wurde Shimoda Vorsitzende der Frauenvereinigung „Teikoku fujin kyōkai“ (), die das Magazin „Nihon fujin“ () herausgab, und 1920 Vorsitzende der „Patriotischen Frauenvereinigung“ (, Aikoku fujin-kai). Sie ist Autorin unter anderem von „Wabun kyōka-sho“ () – „Japanisch-Lehrbuch“, 3 Bände (1885), „Joshi no Kokoroe“ () – „Anweisungen für Frauen“ (1905), „Joshi no Shūyō“ () – „Bildung der Frauen“ (1906), „Fujin rei-hō“ () – „Etikette für Frauen“ (1911), „Nihon no josei“ () – „Die japanische Frau“ (1913), „Kōun sōsho“ () – „Weihrauch-Serie“ (1918), „Ryōsai to kemba“ () – „Gute Ehefrau und weise Mutter“.
Literatur S. Noma (Hrsg.): Shimoda Utako. In: Japan. An Illustrated Encyclopedia. Kodansha, 1993. ISBN 4-06-205938-X, S. 1373.
Weblinks
Biographien Shimoda Utako in der Kotobank, japanisch
Einzelnachweise
Kategorie:Pädagoge Kategorie:Japaner Kategorie:Geboren 1854 Kategorie:Gestorben 1936 Kategorie:Frau