Redykajny () ist ein Ort in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren. Er gehört zur Gmina Dywity (Landgemeinde Diwitten) im Powiat Olsztyński (Kreis Allenstein).
Geographische Lage Redykajny liegt im Tal der Alle (polnisch Łyna) nördlich des Jezioro Redykajny () im Westen der Woiwodschaft Ermland-Masuren. Das Dorf und der See sind namensgebend für den Stadtteil Redykajny der Stadt Olsztyn (), an dessen Nordwestseite Dorf und See angrenzen. Bis in das Stadtzentrum der Woiwodschaftshauptstadt sind es sechs Kilometer. mini|Der Jezioro Redykajny (Redigkeiner See) aus der Vogelperspektive mini|Blick auf Redykajny mini|Dorfstraße Geschichte Gründungsjahr des seinerzeit Raynkaym – nach 1363 Redigkeinen, vor 1785 Redikain, nach 1785 Redikaynen – genannten kleinen Dorfs ist 1363:Dietrich Lange: Redigkainen, in: Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005) am 22. Oktober jenes Jahres verlieh der Pruße Sormest Land zur Besiedlung des Ortes.GenWiki: Redigkainen 1785 hatte das königliche Bauerndorf Redikain, das zum Amt Allenstein gehörte, 13 Feuerstellen, 1820 bereits 14 Feuerstellen bei 48 Einwohnern.
Von 1874 bis 1945 war Redigkainen in den Amtsbezirk Göttkendorf (polnisch Gutkowo) im ostpreußischen Kreis Allenstein eingegliedert.Rolf Jehke: Amtsbezirk Göttkendorf 156 Einwohner waren im Jahre 1910 in Redigkainen gemeldet.
Bei der Volksabstimmung am 11. Juli 1920 stimmten 80 Einwohner (= 77 %) für Ostpreußen und 24 (= 23 %) für Polen.
Die Zahl der Einwohner Redigkainens belief sich 1933 auf 162 und 1939 auf 158.Michael Rademacher:
In Kriegsfolge wurde das gesamte südliche Ostpreußen 1945 an Polen abgetreten. Redigkainen erhielt die polnische Namensform „Redykajny“ und ist heute ein Teil der Landgemeinde Dywity (Diwitten) im Powiat Olsztyński (Kreis Allenstein), von 1975 bis 1998 der Woiwodschaft Olsztyn, seither der Woiwodschaft Ermland-Masuren zugehörig. Redykajny zählte im Jahre 2021 insgesamt 74 Einwohner.
Kirche mini|links|130px|Wegekreuz in Redykajny Römisch-katholisch Seitens der Römisch-katholischen Kirche war Redigkainen bis 1945 und ist Redykajny heute in die Pfarrei Braunswalde bzw. Brąswałd, jetzt im Erzbistum Ermland gelegen, eingegliedert. Seit 1998 besteht im nahegelegenen Stadtteil Redykajny der Stadt Olsztyn eine eigene Pfarrei mit der 2003 erbauten St.-Arnold-Kirche.
Evangelisch Bis 1945 war Redigkainen in die evangelische Kirche AllensteinWalther Hubatsch, Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens, band 3 Dokumente, Göttingen 1968, S. 489 in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union eingepfarrt. Zu dieser – nun mit einem Namen versehenen – Christus-Erlöser-Kirche Olsztyn gehört Redykajny auch noch heute. Die Kirche gehört nun zur Diözese Masuren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen.
Verkehr Straße Redykajny ist von Olsztyn (Allenstein) aus über eine Nebenstraße durch den Stadtteil Redykajny zu erreichen. Eine von Brąswałd (Braunswalde) kommende und nach Gutkowo (Göttkendorf) zur Woiwodschaftsstraße 527 führende Straße verläuft durch das Dorf Redykajny.
Schiene Redykajny hat keine eigene Bahnanbindung. Die nächste Bahnstation ist Olsztyn Gutkowo an den Bahnstrecken Olsztyn–Bogaczewo und Olsztyn Gutkowo–Braniewo.
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Gegründet 1363 Kategorie:Ort der Woiwodschaft Ermland-Masuren Kategorie:Gmina Dywity