Makoto Shiina (, Shiina Makoto; geboren 14. Juni 1944 in Tokio) ist ein japanischer Schriftsteller, Fotograf und Filmregisseur.
Leben und Wirken Makoto Shiina war 6 Jahre alt, als er aufgrund der Arbeit seines Vaters, ein zertifizierter Wirtschaftsprüfer, nach Makuhari () in der Präfektur Chiba zog. Er trat in die „Chiba Municipal High School“ () ein und freundete sich mit dem gleichaltrigen Illustrator Hitoshi Sawano () an. Er traf auch Sawanos Freund seit der „Junior High School“ (), den Anwalt Shinsuke Kimura (; geboren 1945). Seit dieser Zeit sind die drei bis heute befreundet. 1964 trat Shiina in die „Tokyo University of Photography“ – heute „Tokyo Polytechnic University“ (, Tōkyō kōgei daigaku) – ein, wurde jedoch im Februar des folgenden Jahres bei einem Unfall schwer verletzt. Er hatte keine andere Wahl, als das Studium abzubrechen. Er besuchte daraufhin eine Schauspielschule, während er in Teilzeit arbeitete, und begann ein Drehbuchstudium.
Ungefähr zu dieser Zeit begann er zusammen mit Sawano und Kimura in Koiwa, Bezirk Edogawa, zu leben. 1969 startete er ein Fachmagazin für die Vertriebsbranche und übernahm die Position des Chefredakteurs. 1976 gründete er zusammen mit Sawano und dem Kritiker Meguro Kōji (; geboren 1946) das „Hon no Zasshi“ () – „Magazin des Buches“. Das Schreiben für das Magazin war der Ausgangspunkt einer substantiellen schriftstellerischen Tätigkeit. 1979 wurde „Saraba Kokubunji shoten no obaba“ () „Auf Wiedersehen, Kokubunji Buchhandlung Obaba“, eine Sammlung von Essays, die in „Hon no Zasshi“ veröffentlicht wurde, ein Bestseller, mit dem Shiina weit bekannt wurde. Shiina schreibt keine Texte, in denen man etwas zwischen den Zeilen lesen muss, sondern es ist in gewisser Weise ein exzessiver Stil, der alle emotionalen Bewegungen und begleitenden Handlungen erklärt und der Fantasie des Lesers keinen Raum lässt.
Diesem sogenannten „Super-Essay“ folgten „Kibun wa dabadaba sōsu“ () – „Ein Gefühl wie eine klumpige Soße“ (1980), „Katsuobushi no jidai nanoda“ () – „Irgendwie die Zeit von Katsuobushi“, „Modae kurushimu katsuji chūdoku-sha jigoku no miso zō“ () – „Sich windender Lesesüchtiger Miso-Lagerhaus in der Hölle“ (1981) und „Aishū no machi ni kiriga furunoda“ () – „Auf die Stadt der Trauer fällt Nebel“ (1981 bis 1982), ein halbautobiografischer Roman.
Im Frühjahr 1981 verlagerte Shiina nach seinem Ausscheiden aus dem Fachmagazin-Verlag seinen Schwerpunkt sukzessive auf den Romanbereich: „Gaku monogatari“ () – „Geschichte des Gaku“ (1985), „Nanohana monogatari“ () – „Geschichte der Rapsblüte“ (1987), „Inu no keifu“ () – „Genealogie der Hunde“ (1988). Ausgezeichnet mit dem „Yoshikawa Eiji Prize for New Writers“ (), „Shiroi te“ () – „Die weiße Hand“ (1989), „Harusaki no hebi“ () – „Eine Schlange am Frühlingsanfang“ (1994), „Shimbashi Karasumoriguchi Seishun Hen“ () „Shimbashi Karasumoriguchi, Jugendzeit“ (1987), der seine eigene Jugend darstellt, „Ginza no karasu“ () – „Die Krähe der Ginza“ (1991), „Ado bādo“ () – „Werbevogel“, Gewinner des „Nihon SF Taishō Award“ (日本SF大賞), „Suiiki“ () – „Gewässer“ (1990), „Busō Shimada sōko“ () – „Waffen-Lagerhaus Shimada“ (1990). Gleichzeitig verfasste Shiina weiterhin Reportagen, darunter „Washira wa ayashī tankentai“ () – „Wir sind eine verdächtige Detektivmannschaft“ (1980). Wenn man den danach erschienenen Roman „Tobu otoko, kamu onna“ () – „Fliegender Mann, beißende Frau“ (2001) liest, stellt man fest, dass sich sein Stil in einen fantastischen gewandelt hat.
Literatur S. Noma (Hrsg.): Shiina Makoto. In: Japan. An Illustrated Encyclopedia. Kodansha, 1993. ISBN 4-06-205938-X, S. 1665.
Weblinks
Biographien Shiina Makoto in der Kotobank, japanisch
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