mini|August Nicolai als Hauptmann im Generalstab zu Beginn des 20. Jahrhunderts Georg Friedrich August Nicolai, seit 1916 Nicolai-Pascha (* 31. Dezember 1868 in Greußen; † 25. Januar 1941 in SondershausenSterbebuch Nr. 14/41 des Standesamtes Sondershausen) war ein sächsischer und osmanischer Generalmajor.

Leben Herkunft Nicolai war Sohn des Greußener Sanitätsrats Alphons Nicolai. Sein Bruder war der gleichnamige Militärschriftsteller Alphons Nicolai und dessen Sohn der NS-Jurist Helmut Nicolai. Sein Großvater war der bekannte Mediziner Ernst August Nicolai.

Karriere Nicolai trat am 26. März 1888 als Avantageur in das 2. Feldartillerie-Regiment Nr. 28 der Sächsischen Armee in Pirna ein, wo er 1889 zum Sekondeleutnant befördert wurde. Im Oktober 1896 wurde er für drei Jahre zur weiteren Ausbildung an die Preußische Kriegsakademie in Berlin kommandiert. Er wurde am 19. April 1901 zum Hauptmann befördert und als Generalstabsoffizier im Topographischen Bureau des sächsischen Generalstabs eingesetzt. 1904 wurde er dem Generalstab des XIX. (II. Königlich Sächsisches) Armee-Korps zugeteilt. Anschließend diente er als Batteriechef im Feldartillerie-Regiment Nr. 77 in Leipzig. Am 27. März 1909 erhielt er sein Patent zum Major und wurde anschließend im Generalstab der sächsischen 2. Division verwendet. Anfang 1912 diente er als Kommandeur der 2. Abteilung im 3. Feldartillerie-Regiment Nr. 32 unter dem Oberstleutnant Alfred Devrient. Bis dahin war er mit dem Ritterkreuz I. Klasse des Albrechts-Ordens sowie dem preußischen Roten Adlerorden 4. Klasse ausgezeichnet worden. Nicolai schied am 8. Dezember 1913 mit dem Charakter als Oberstleutnant aus der Sächsischen Armee aus, um auf Befehl des Deutschen Kaisers an der deutschen Militärmission im Osmanischen Reich unter Otto Liman von Sanders teilzunehmen, die das Ziel hatte das osmanische Militärwesen grundlegend zu modernisieren. Im Rang eines türkischen Oberst kommandierte er die 3. osmanische Division. mini|Major Nicolai als dritter von rechts Nach Ausbruch des Ersten Weltkrieges blieb er weiterhin in dieser Funktion. Zu Beginn der Schlacht von Gallipoli befehligte er im Korps des Kommandierenden Generals Erich Weber auf dem Festlandabschnitt der Front eine Division, mit der er die Anlandung französischer Kolonialtruppen südlich von Kumkale in der Nacht vom 25. auf den 26. April 1915 trotz beträchtlicher taktischer Unsicherheiten und Fehler auf türkischer Seite zurückdrängen konnte. Dafür wurde er mit dem Ritterkreuz des Militär-St.-Heinrichs-Ordens ausgezeichnet. Später kommandierte er das II. türkische Armeekorps und diente als Inspekteur der Artillerie der 4. Armee in Syrien und Palästina. 1916 wurde ihm der türkische Ehrentitel „Pascha“ verliehen. Er kehrte im Juni 1918 nach Deutschland zurück und wurde als Artilleriekommandeur an der Westfront mit dem Dienstgrad Oberst eingesetzt.

Nicolai erhielt nach Kriegsende den Charakter als Generalmajor und diente 5 Jahre lang als Direktor des Hauptversorgungsamtes in Leipzig.

Er wurde 1928 Präsidialmitglied des Sächsischen Militär-Vereins-Bund.

Einzelnachweise

Kategorie:Generalmajor (Sachsen) Kategorie:Angehöriger der Deutschen Militärmission im Osmanischen Reich Kategorie:Befehlshaber im Ersten Weltkrieg (Osmanisches Reich) Kategorie:Absolvent der Preußischen Kriegsakademie Kategorie:Ritter des Militär-St.-Heinrichs-Ordens Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1868 Kategorie:Gestorben 1941 Kategorie:Mann