Der EC Peiting ist die Eishockeyabteilung des Turn- und Sportvereins Peiting aus dem oberbayerischen Markt Peiting. Der offizielle Vereinsname lautet Eissportclub Peiting im Turn- und Sportverein e. V.

Geschichte Lange vor der Gründung des TSV Peiting wurde in Peiting Eishockey gespielt. Am 4. Februar 1934 fand das erste Spiel einer Eishockeymannschaft gegen eine Auswahl aus dem benachbarten Lechbruck statt. Dennoch dauerte es bis zum Jahr 1952, bis sich der EC im Turn- und Sportverein Peiting gründete. Die Spielstätte war zunächst ein örtliches Freibad, welches im Winter in eine Eisbahn umgewandelt wurde, sowie später eine Eiswiese, beziehungsweise ein öffentlicher Platz. Vergleiche mit anderen Mannschaften waren durchgehend freundschaftlicher Natur und nach einer vierjährigen Pause – 1960 kam der Eissport in Peiting kurzzeitig zum Erliegen – stellte die Gemeinde dem Verein eine neue Sportstätte zur Verfügung.ecpeiting.de: EC Peiting History, Zugriff am 17. Januar 2013

Am 22. Oktober 1966 wurden schließlich die Strukturen für einen regelmäßigen Spielbetrieb geschaffen, indem sich innerhalb des TSV ein organisierter Eissportclub organisierte. Am 11. Januar 1967 erfolgte das erste Freundschaftsspiel gegen den TSV Hohenpeißenberg und die darauf folgende Saison erfolgte die erstmalige Teilnahme am Spielbetrieb der Kreisklasse 6. Bereits eine Spielzeit später erfolgte der Aufstieg in die Landesliga und nach der Einführung einer eingleisigen Oberliga rückte der TSV 1970 in die Natureis-Bayernliga auf. Diese Spielzeit war gleichzeitig auch die letzte im Natureisstadion, da seit Dezember 1967 ein Kunsteisstadion gebaut wurde und dieses am 25. November 1972 eingeweiht wurde. Durch die neue Spielstätte trat die Mannschaft erstmals in der Regionalliga an. Erster Gegner im Kunsteisstadion war der EV Landsberg, der mit 3:2 gegen die Peitinger die Oberhand behielt.

Aufgrund erheblicher Umstrukturierungen im deutschen Eishockey und einem reformierten Ligenbetrieb wurde im Sommer 1973 die Eishockeyabteilung in den EC Peiting im TSV Peiting ausgelagert und der Spielbetrieb 1973/74 in der nun drittklassigen Oberliga Süd fortgesetzt. Von 1974/75 mit 1977/78 nahm der EC Peiting an der 2. Eishockey-Bundesliga teil, bevor eine Saison der Spielbetrieb ausgesetzt wurde. Danach spielte der EC ab 1979/80 in der Oberliga Süd – bis auf die Saison 1983/84, wo erneut an der 2. Eishockey-Bundesliga teilgenommen wurde – bis zur Einführung der Deutschen Eishockey Liga 1994. Bei der Ligenneueinteilung ging der EC Peiting in die 1. Liga Süd, in der die Mannschaft bis 1997/98 verblieb. Als die 2. Eishockey-Bundesliga zur Saison 1998/99 wieder eingeführt wurde, ließ sich der Verein in die 2. Liga Süd zurückstufen. Aus dieser Liga rückten die Oberbayern trotz finanzieller Bedenken in die Oberliga Süd 2000/01 nach und wurde dort als Aufsteiger auf Anhieb Fünfter, welches mit den Einzug in das Playoff-Viertelfinale gegen die Crocodiles Hamburg resultierte. Dieser Erfolg konnte 2002/03 gesteigert werden, indem die Mannschaft in den Meisterschafts-Playoffs erst im Halbfinale gegen den späteren Meister 1. EV Weiden mit 2:1 Spielen verlor. In den Folgejahren etablierte sich der EC Peiting in der Oberliga und konnte mit dem Finaleinzug und den Vizemeisterschaften in den Spielzeiten 2008/09 und 2009/10 die bis dato größten Erfolge der jüngeren Vereinsgeschichte feiern. Der EC Peiting feierte in der Saison 2011/2012, 2012/13 und 2018/19 die Meisterschaft der Oberliga-Süd.

Erfolge

Trainer + Bisherige Trainer Saison Trainer 1952–1960 Michael Schmid sen. 1961–1965 Ludwig Dietl 1965–1968 Manfred Fliegauf 1968–1970 Detlef Bark 1970–1972 Josef Wörschhauser sen. 1972–1973 Alfred Nieder 1973–1975 Johann Schmaußer Peter Schwimmbeck 1975–1976 Johann Schmaußer 1976–1977 Gustav Hanig 1977–1978 Gustav Hanig Helmut Lackner 1978 Jan Egermajer 1979–1981 Johann Schmaußer 1981 Ernst Trautwein 1981–1983 Gert Wittmann 1983–1984 Rudolf Gröger Herbert Schmid Gustav Hanig 1984–1985 Berthold Hartelt Herbert Schmid 1985–1988 Gert Landshut Herbert Schmid 1988–1989 Gert Landshut Richard Kolb Doug Irwin 1989–1990 Doug Irwin Peter Freißl Herbert Schmid 1990–1991 Doug Irwin 1991–1992 Wolfgang Rosenberg Peter Freißl Johannes Schmaußer Gert Landshut 1992–1993 Gert Landshut 1993–1994 Gert Landshut Peter Freißl 1994–1996 Alexej Sulak Norbert Strobl 1996–1997 Norbert Strobl Johannes Schmaußer Don Depoe Kenneth-Brian Latta 1997–1998 Kenneth-Brian Latta Robert Kienle Alexej Sulak 1998–1999 Alexej Sulak 1999–2000 Eduard Giblak Nikolaus Habermann Albin Wimmer Georg Kink 2000–2001 Georg Kink Nikolaus Habermann 2001–2003 Georg Kink 2003–2004 Georg Kink Christian Winkler Johannes Schmaußer 2004–2005 Johannes Schmaußer 2005–2006 Johannes Schmaußer Gert Landshut 2006–2007 Johannes Schmaußer Gert Landshut Ronald Chyzowski Albin Wimmer 2007–2012 Alexj Sulak 2012–2013 Joseph Heiß Stefan Ihsen 2013–2014 Joseph Heiß Stefan Ihsen John Sicinski 2014–2015 John Sicinski Stefan Ihsen 2015–2016 John Sicinski Norbert Strobl 2016–2017 Hubert Buchwieser 2017–2021 Hubert Buchwieser Markus Keppeler 2021–2022 Anton Saal Markus Keppeler Bradley Miller 2022–2023 Anton Saal James-Tyler Morris 2023–2024 James-Tyler Morris Gordon Borberg 2024–2026 John Sicinski Gordon Borberg Anton Saal Landon Gare 2026–2027 Landon Gare Marco Habermann

Spielstätte Der EC Peiting trägt seine Heimspiele in der Eissporthalle Peiting an der Alfons-Peter-Straße aus. Sie besitzt ein Fassungsvermögen von insgesamt 2.500 Zuschauern.hockeyarenas.net, Eissporthalle Peiting

Nachwuchs Neben der Seniorenmannschaft hat der EC Peiting eine erfolgreiche Nachwuchsarbeit, wobei die Juniorenmannschaft vor Einführung der DNL und DNL2 an der Bundesliga Süd teilnahm:

Deutscher Juniorenmeister 2011, 2014 Deutscher Junioren-Vizemeisterhttp://www.lev-nrw.de/vergangenheit%2009-10/tabellen/nachwuchs/deb/jun%20dm%20end.htm 2010

Seit mehreren Jahren nimmt der EC Peiting nun an der DNL2 teil.

Einzelnachweise

Weblinks Offizielle Vereinsseite

Peiting Peiting, Ec Kategorie:Vereinsgründung 1952