Ikuchi-jima () ist eine Insel in der japanischen Seto-Inlandsee. Sie gehört zur Gruppe der Geiyo-Inseln und dem Verwaltungsgebiet der Stadt Onomichi in der Präfektur Hiroshima.

Geographie Topographie Ikuchi-jima hat eine Fläche von 31,21 km². Der höchste Berg der Insel ist der Kannonyama () mit einer Höhe von . Er befindet sich auf der Südwestseite der Insel. Im Osten liegt zudem der Kakiyama () mit einer Höhe von . Zu den Gewässern auf der Insel zählt der Hayashinaka-Teich (). Zu den Flüssen bzw. Bächen der Insel zählt der Taishō (), der von der Ostseite des Kakiyama aus nach Norden in die Seto-Inlandsee mündet. Zuflüsse sind die Bäche Hachiya () und Nishitaishō (). Weitere nach Norden fließende Bäche sind westlich davon der Mandokoro (), der Okita () und der Nakano (). Nach Westen verläuft der Makigahara () und nach Süden unter anderem der Gohonmatsu (), der Ōgami () und der Hatooka ().

Demographie Die Einwohnerzahl der Insel betrug 8.902 im Jahr 2015. Damit war sie um 2.195 (19,8 %) Einwohner rückläufig gegenüber 11.097 Einwohnern im Jahr 1995. Jahr 1995 1996200020102015Einwohnerzahl11.09711.50110.5979.6748.902

Klima Die Höchsttemperaturen werden im August mit durchschnittlich 31,9 °C erreicht, während die Niederschläge ihr Maximum mit 177,6 mm im Juli erreichen.

Kultur Museen Im Norden der Insel befindet sich das Hirayama Ikuo Museum of Art (). Das Gebäude wurde von Takashi Imazato () entworfen, einem Architekten, der für die Sumō-Halle Ryōgoku Kokugikan bekannt ist. Ein weiteres Museum ist das in der Nähe gelegene Kōsanji-Museum.

Parks Der Citrus Park Setoda () befindet sich im Südwesten der Insel. In dem März 1998 eröffneten Themenpark wurden zahlreiche Zitronenbäume gepflanzt.

Religiöse Stätten Der Kōsan-ji () ist ein Tempel der Jōdo-Shinshū-Richtung des Buddhismus. Er befindet sich zusammen mit dem zugehörigen Museum im Norden der Insel. Der Tempel wurde von dem ehemaligen Unternehmer Kanemoto Fukumatsu erbaut, der 1935 seine Geschäfte aufgab, um Priester unter dem Namen Kōsan zu werden. Ein weiterer buddhistischer Tempel ist der Kichijō-ji (). Dieser gehört der Sōtō-Schule an. Bodhisattva des Tempels ist Kshitigarbha. Der Kōjō-ji () wurde in der frühen Muromachi-Zeit erbaut. Teil des Tempels ist eine dreistöckige Pagode aus dem Jahr 1432. Ein Shintō-Schrein auf Ikuchi-jima ist der Myoga-Schrein ().

Verkehr mini|Blick auf die Tatara-Brücke und den Kannonyama von Ōmishima aus Ikuchi-jima ist jeweils über eine Brücke mit den drei Nachbarinseln Ōmishima im Westen, Innoshima im Nordosten und Kōneshima im Nordwesten verbunden. Die 1480 m lange Tatara-Brücke führt über die Tatara-Meerenge nach Ōmishima. Die 1999 fertiggestellte Schrägseilbrücke ist Teil der Shimanami-Autobahn. Diese führt weiter die Südseite der Insel entlang bis nach Nordosten. Dort verbindet die Ikuchi-Brücke die Insel mit Innoshima. Im Norden von Ikuchi-jima führt die Kōneshima-Brücke nach Kōneshima. Diese ist über die auf Ikuchi-jima von Norden nach Süden verlaufende Präfekturstraße 372 mit der Shimanami-Autobahn verbunden.

Weblinks

Einzelnachweise

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