Hans Stever, vollständiger Name Heinrich Curt Adelbert Hans Stever (* 3. August 1853 in Potsdam; † 1925 in Hannover) war ein deutscher Architekt und preußischer Baubeamter.

Leben Nach dem Besuch des Pädagogiums zu Putbus machte er 1774 Abitur an der Friedrichs-Werderschen Gewerbeschule in Berlin. Anschließend studierte er an der Berliner Bauakademie und wurde 1881 als Bauführer bei der Ministerial-Baukommission vereidigt. 1884 wurde er zum Regierungs-Baumeister ernannt und heiratete 1886 Eugenie Stursberg (1866–1930).Standesamt Berlin III, Heirats-Nebenregister, 1886, Urkunde Nr. 868. Ancestry.com, Berlin, Deutschland, Heiratsregister, 1874–1936. 1892 wurde er in Osterode als Kreis-Bauinspektor angestellt und später nach Halle an der Saale versetzt, wo er für Bausachen der Universität, der Strafanstalten und der Franckeschen Stiftung zuständig war. 1901 wurde er zum Regierungs- und Baurat ernannt und der deutschen Botschaft in Paris als technisches Mitglied zugeteilt. Dort war er an der Wiederherstellung des Botschaftsgebäudes, des ehemaligen Palais Beauharnais, beteiligt. Die Zeit an der Botschaft machte es ihm möglich, oft das Land zu bereisen und die Kunstwerke zu studieren. 1903 wurde er nach Münster versetzt und 1904 nach Hannover. 1918 übernahm er die Schriftleitung der Zeitschrift Bauamt und Gemeindebau, trat 1921 als Geheimer Baurat in den Ruhestand und wurde 1922 zum Oberbaurat ernannt.

Ehrungen 1886: Roter Adlerorden IV. Klasse 1911: Königlicher Kronenorden III. Klasse

Bauten 1885: Anbauten an die „Neue Charité“ in Berlin (Bauleitung zusammen mit Heinrich Klutmann). 1888: Kinderkrankenhaus der Charité in Berlin (beteiligt an der Ausarbeitung des Entwurfs von Heinrich Klutmann und Bauleitung) 1889: Umbau des Hauses Leipziger Platz 11 in Berlin (ehemaliges Biersches Haus) für das preußische Staatsministerium (Bauausführung nach Entwurf von Max Spitta) 1904: Umbau des Hoftheaters in Hannover (beteiligt als hochbautechnischer Referent der Regierung) 1900–1903: Neubau eines zweiten Auditorien- und Seminargebäudes für die Universität in Halle (seit 1911 als Melanchthonianum bezeichnet; beteiligt an der Bauausführung) 1904–1906: Progymnasium in Nienburg a. d. Weser (Oberaufsicht bei der Ausführung) 1906–1909: Chemische Institute der Technischen Hochschule in Hannover (Aufsicht über Entwurfsbearbeitung und Bauleitung) 1907–1911: Gerichtsgebäude in Hannover (Bearbeitung des Entwurfs von Paul Thoemer und Leitung der Ausführung)

Publikationen

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Architekt (Preußen) Kategorie:Architekt des Historismus Kategorie:Geheimer Baurat Kategorie:Träger des Roten Adlerordens 4. Klasse Kategorie:Träger des Preußischen Königlichen Kronenordens 3. Klasse Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1853 Kategorie:Gestorben 1925 Kategorie:Mann