Der Glanzlappenschnäpper (Platysteira blissetti, Syn.: Dyaphorophyia blissettiK. Y. Njabo, R. C. Bowie, M. D. Sorenson: Phylogeny, biogeography and taxonomy of the African wattle-eyes (Aves: Passeriformes: Platysteiridae). In: Molecular phylogenetics and evolution. Band 48, Nummer 1, Juli 2008, S. 136–149, doi:10.1016/j.ympev.2008.01.013, PMID 18291681.) ist ein Vogel aus der Familie der Afrikaschnäpper (Platysteiridae).H. Barthel, Ch. Barthel, E. Bezzel, P. Eckhoff, R. van den Elzen, Ch. Hinkelmann & F. D. Steinheimer: Deutsche Namen der Vögel der Erde Vogelwarte Bd. 58, S. 1–214, 2020

Die Art wird häufig als konspezifisch mit dem Schwarznacken-Lappenschnäpper (Platysteira chalybea) und dem Jamesonlappenschnäpper (Platysteira jamesoni) angesehen.

Er kommt in Westafrika in der Elfenbeinküste, in Ghana, Guinea, Kamerun, Liberia, Nigeria, Sierra Leone und Togo vor.

Das Verbreitungsgebiet umfasst tropischen oder subtropischen feuchten Tiefwald mit dichtem Unterwuchs, Galeriewald, küstennahe Dickichte, Plantagen und kleine Waldinseln von 200 bis 700 in Liberia bis 1500 m Höhe.M. Louette und G. M. Kirwan: Red-cheeked Wattle-eye (Platysteira blissetti), version 1.0. In: J. del Hoyo, A. Elliott, J. Sargatal, D. A. Christie und E. de Juana (Herausgeber): Birds of the World, 2020, Cornell Lab of Ornithology, Ithaca, NY, USA. Platysteira blissetti

Die Art ist ein Standvogel.

Das Artepitheton bezieht sich auf den britischen Commissary Henry Frederick Blissett (1847–1916).J. A. Jobling: A Dictionary of Scientific Bird Names. Oxford University Press. 1991. ISBN 0-19-854634-3.

Aussehen Die Art ist 9–10 cm groß und wiegt 10–12 g. Dieser Lappenschnäpper ist sehr klein, plump, bunt und hat fast keinen Schwanz. Das Männchen ist auf der Oberseite, an Kehle und oberem Brustbereich glänzend schwärzlich-grün und hat einen dreieckförmigen kastanienbraunen Hinteraugenfleck zur Kehle und zum Nacken reichend. Der große türkisfarbene Überaugenlappen reicht bis unterhalb des Auges. Die Iris ist braun mit silbrigem Ring. Der Schnabel ist schwarz, die Beine grau-purpurfarben. Die Unterseite ist weiß. Das Weibchen ist grauer und weniger glänzend, der Augenlappen ist kleiner.

Vom Schwarznacken-Lappenschnäpper (Platysteira chalybea) unterscheidet die Art sich durch die weiße und nicht gelbliche Unterseite und den fehlenden schwarzen Nackenfleck.African Bird Club:

Stimme Der Ruf des Männchens wird als lange, weit-tragende Klingeltöne wie „peep-peep-peep-peep…“ beschrieben, auch als nasales „chuwwchuwwchuw“ und als heiseres „k-k-sh-sh-sh“. Flügel- und Schnabelschnappe kommt oft hinzu.

Die Art ist monotypisch.IOC World Bird List Batises, bushshrikes, boatbills, vangas

Lebensweise Die Nahrung besteht aus Insekten, die allein, paarweise oder in kleinen Familiengruppen relativ dicht am Erdboden, meist unterhalb von 3 m gesucht werden. Häufig nimmt der Lappenschnäpper an gemischten Jagdgemeinschaften teil.

Fortpflanzung Die Brutzeit liegt wohl zwischen März–April und August–November in Liberia, im Februar in Ghana, zwischen Dezember und Februar in Nigeria sowie zwischen Januar–April und September in Kamerun. Die Art lebt vermutlich monogam.

Gefährdungssituation Der Bestand gilt als nicht gefährdet (Least Concern).

Literatur R. B. Sharpe: Diaphorophyia Blissetti. In: Annals and Magazine of Natural History, Band 10, Nr. 4, S. 451, Biodiversity Library

Einzelnachweise

Weblinks

Xeno-canto eBird Oiseaux.net Datazone.Birdlife Macaulay Library Multimedia Jungledragon

Kategorie:Afrikaschnäpper