200px|mini|Núria Amat auf der Göteborg Book Fair 2014 Nuria Amat Noguera (* 1950 in Barcelona) ist eine spanische Schriftstellerin, die spanischer und katalanischer Sprache schreibt. Sie war Dozentin an der Fakultät für Bibliothekswissenschaft der Universität Barcelona. Biografie Nuria Amat Noguera wurde in Barcelona geboren, wo sie auch heute lebt. Sie lebte auch in Kolumbien, Mexiko, Berlin, Paris und den Vereinigten Staaten. Sie studierte Philosophie und Literatur und promovierte an der Universidad Autónoma de Barcelona in Informationswissenschaften mit dem Dissertationsthema De la información al saber. Sie war Dozentin für Dokumentationswissenschaften und -technologien und Dozentin an der Fakultät für Bibliothekswissenschaft der Universität Barcelona. Sie veröffentlichte Beiträge in der nationalen und internationalen Presse.

Sie wurde besonders durch ihre Romane und Sammlungen von Kurzgeschichten bekannt. Sie gilt als eine der bedeutendsten spanischsprachigen Erzählerinnen. Des Weiteren ist sie als Essayistin, Lyrikerin, Journalistin und Theaterautorin tätig.

Schon in ihren ersten Publikationen, wie dem Roman Pan de boda und den Erzählungen El ladrón de libros, Amor breve und Monstruos, zeichnete sie sich durch die Qualität ihrer Prosa aus. Ihre Vorstellung von Literatur geht über die Grenzen der literarischen Genres hinaus und zeigt sich in bahnbrechenden Werken aus den 1990er Jahren wie Todos somos Kafka und Viajar es muy difícil, die in den 2020er Jahren neu aufgelegt wurden und in denen sie Belletristik, Autobiografie und Metaliteratur miteinander verbindet und damit literarische Trends vorwegnimmt, die nun aktuell wurden. In ihrem Theaterstück Pat’s Room wechseln sich die Figuren mit Dialogen auf Spanisch und Katalanisch ab; das Stück wurde 1997 im Rahmen des Grec-Festivals in der Sala Beckett in Barcelona uraufgeführt.

Seither und mit der Veröffentlichung der Romane La intimidad, El país del alma (Finalist des Literaturpreises Premio Internacional de Novela Rómulo Gallegos 2001) und Reina de América (Kulturpreis Premio Ciudad de Barcelona 2002) begann ihre internationale Bekanntheit. Angesehene Literaturübersetzer übersetzten ihre Werke ins Englische, Französische, Italienische, Ungarische, Rumänische, Arabische, Portugiesische, Tschechische, Deutsche und Schwedische. Die englische Fassung von Reina de América (Queen Cocaine) wurde für den prestigeträchtigen internationalen Premio Internacional IMPAC 2007 nominiert. Ihr jüngst (Stand 10/2022) veröffentlichter Roman trägt den Titel Deja que la vida llueva sobre mí.

Zu ihren herausragenden Essays zählen Letra herida, El libro mudo, Juan Rulfo – eine einzigartige Biographie des mexikanischen Schriftstellers – und Escribir y callar. Zu ihren poetischen Werken zählen Amor infiel und Poemas impuros. Im November 2008 arbeitete sie auf Einladung von Carlos Fuentes und Gabriel García Márquez am Lehrstuhl von Julio Cortázar (Mexiko). Dort leitete sie einen Kurs über die Kunst der Literatur und die Kunst des Lesens und entwickelte in einer Lehrveranstaltung einige Themen für ihren Essay Escribir y callar.

Im Februar 2011 wurde sie mit dem Ramon-Llull-Preis 2011 für katalanische Literatur für ihren ersten Roman in katalanischer Sprache Amor i guerra ausgezeichnet. Die Jury, bestehend aus Leonello Brandolini, Pere Gimferrer, Gabriel Janer Manila, Gemma Lienas, Damià Pons, Carles Pujol und Carme Riera, hob die meisterhafte Gestaltung der Romanfiguren durch Nuria Amat hervor. Im Herbst 2011 erschien der Originaltext des Romans Amor y Guerra bei Editorial Planeta und in der französischen Übersetzung Un feu d’eté beim französischen Verlag Editorial Robert Laffont.

Im Oktober 2013 erhielt sie nach ihrer Eröffnungsrede auf der Buchmesse in Valencia den Orden Alejo Zuloaga, Venezuela, der zuvor u. a. an Fernando Savater, Carlos Monsiváis, Antonio Gamoneda, Julio Ortega und Antonio Skármeta verliehen worden war.

Sie sorgte wegen ihrer Meinung gegen die katalanische Unabhängigkeit für Aufsehen in den spanischen und argentinischen Medien. Kritiker lobten ihr literarisches Werk El Sanatorio (ED Libros, 2017): „Der Roman, El Sanatorio von Nuria Amat ist ein exzellenter und unschlagbarer literarischer Beitrag zum Werk von Danilo Kis. Einige ihrer Seiten erinnern an den Stil von Jonathan Swift.“ – sagte Pere Gimferrer.

„Um vielleicht die kafkaesken Züge von Katalonien etwas besser zu verstehen, empfehle ich, den Roman von Nuria Amat zu lesen, der einen sehr bezeichnenden Titel hat“ – so José Antonio Zarzalejos in (El Confidencial). Die Generalität überlässt ihre „Botschaft“ in Madrid für die Präsentation eines Buches gegen die Unabhängigkeit, La Vanguardia. Der zu aktuellen Autoren befragte Juan Goytisolo versicherte, dass die beste Schriftstellerin der Gegenwart Nuria Amat sei, obwohl sie von einer Art „Macho-Paternalismus“ boykottiert werde (El País).

Ihr Werk wurde ins Englische, Französische, Italienische, Ungarische, Rumänische, Arabische, Portugiesische, Deutsche, Tschechische und ins Schwedische übersetzt.

Werke

Erzählung

Narciso y Armonía, 1982 El ladrón de libros, 1988 Amor Breve, 1990 Monstruos, 1991 Todos somos Kafka, 1993 Viajar es muy difícil, 1995 La intimidad, 1997 El país del alma, 1999 El siglo de las mujeres, 2000 Reina de América, 2001 Deja que la vida llueva sobre mí, 2007 Amor i guerra, 2011 Amor y Guerra, 2012

El sanatorio, 2016

Dichtung

Pan de boda, 1979 Amor infiel, 2004 Poemas impuros, 2008

Abhandlung

La Biblioteca, 1982 La biblioteca electrónica, 1989 De la información al saber, 1990 La documentación y sus tecnologías, 1994 El libro mudo, 1994 Letra herida, 1998 Juan Rulfo, 2003

Theater

Pat's Room, aufgeführt in der Sala Beckett von Barcelona, 1997

Auszeichnungen

2002 Premio Ciudad de Barcelona für Reina de América 2011 Premio Ramon Llull de novela für Amor i guerra

Weblinks

Página personal de Nuria Amat Nuria Amat, libros y biografía de esta escritora en escritoras.com Nuria Amat: Querido Orwell in El País Voces catalanas críticas de la independencia in clarin.com

Einzelnachweise

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