mini|hochkant|Sophia Juliane von Schwarzburg-Rudolstadt Sophia Juliane, Gräfin von Schwarzburg-Rudolstadt (* ; † Johann Traugott Löschke: Denkschrift über Gräfin Ludoämilia Elisabetha aus dem nun Fürstlichen Hause Schwarzburg-Rudolstadt und über Hoehderselben in Gemneinschaft mit zwei Hofgräflichen Schwestern vor 200 Jahre im Frühling des Jahres 1672 erfolgtes christ=seliges Ende. J. T. Löschke, Leipzig 1872. oder * ; † in Rudolstadt) war eine Dichterin geistlicher Lieder.

Leben Sophia Juliane von Schwarzburg-Rudolstadts Eltern waren Ludwig Günther, Graf von Schwarzburg-Rudolstadt und Aemilia Antonia, geborene Gräfin von Oldenburg.Jean M. Woods, Maria Fürstenwald: Schriftstellerinnen, Künstlerinnen und gelehrte Frauen des deutschen Barock. Ein Lexikon (Repertorien zur deutschen Literaturgeschichte. Bd. 10), Metzler, Stuttgart 1984, ISBN 978-3-476-00551-9. S. 116. Zu ihren Schwestern zählten Ludämilia Elisabeth, Gräfin von Schwarzburg-Rudolstadt und Christiane Magdalena, Gräfin von Schwarzburg-Rudolstadt. Ihre Cousine und Schwägerin war Aemilia Juliane, Gräfin von Schwarzburg-Rudolstadt.Jean M. Woods, Maria Fürstenwald: Schriftstellerinnen, Künstlerinnen und gelehrte Frauen des deutschen Barock. Ein Lexikon (Repertorien zur deutschen Literaturgeschichte. Bd. 10), Metzler, Stuttgart 1984, ISBN 978-3-476-00551-9. S. 116.

Sophia Juliane von Schwarzburg-Rudolstadt wuchs in Rudolstadt auf. Ihr Umfeld war von der christlich lutherischen Lehre geprägt.Johann Traugott Löschke: Denkschrift über Gräfin Ludoämilia Elisabetha aus dem nun Fürstlichen Hause Schwarzburg-Rudolstadt und über Hoehderselben in Gemneinschaft mit zwei Hofgräflichen Schwestern vor 200 Jahre im Frühling des Jahres 1672 erfolgtes christ=seliges Ende. J. T. Löschke, Leipzig 1872. S. 2. Da Aemilia Juliane von Schwarzburg-Rudolstadt ihre Eltern früh verloren hatte, kam sie 1647 im Alter von zehn Jahren nach Rudolstadt, wo sie zusammen mit Sophia Juliane von Schwarzburg-Rudolstadt und Ludämilia Elisabeth von Schwarzburg-Rudolstadt erzogen und von Magister Johann Hedwig belehrt wurde.Johann Traugott Löschke: Denkschrift über Gräfin Ludoämilia Elisabetha aus dem nun Fürstlichen Hause Schwarzburg-Rudolstadt und über Hoehderselben in Gemneinschaft mit zwei Hofgräflichen Schwestern vor 200 Jahre im Frühling des Jahres 1672 erfolgtes christ=seliges Ende. J. T. Löschke, Leipzig 1872. S. 7. Sophia Juliana von Schwarzburg-Rudolstadt war die älteste der Geschwister. Besonders hervorgehoben wird ihre Demütigkeit gegenüber Jesus. Ihr Herz sei Jesus vollkommen ergeben gewesen. So gelte „Jesus“ auch als ihr erstes und letztes Wort.Johann Traugott Löschke: Denkschrift über Gräfin Ludoämilia Elisabetha aus dem nun Fürstlichen Hause Schwarzburg-Rudolstadt und über Hoehderselben in Gemneinschaft mit zwei Hofgräflichen Schwestern vor 200 Jahre im Frühling des Jahres 1672 erfolgtes christ=seliges Ende. J. T. Löschke, Leipzig 1872. S. 25. Ihre Schwester Ludämilia Elisabeth von Schwarzburg-Rudolstadt verlobte sich 1671 mit Christian Wilhelm, dem Grafen von Schwarzburg-Sondershausen zu Rudolstadt.Johann Traugott Löschke: Denkschrift über Gräfin Ludoämilia Elisabetha aus dem nun Fürstlichen Hause Schwarzburg-Rudolstadt und über Hoehderselben in Gemneinschaft mit zwei Hofgräflichen Schwestern vor 200 Jahre im Frühling des Jahres 1672 erfolgtes christ=seliges Ende. J. T. Löschke, Leipzig 1872. S. 22. Bei einem Besuch in Sondershausen erhielt Ludämilia Elisabeth von Schwarzburg-Rudolstadt die Nachricht, dass ihre Schwester Sophia Juliane von Schwarzburg-Rudolstadt an den epidemisch wütenden Masern erkrankt sei. Daraufhin kehrte sie sofort nach Rudolstadt zurück, um ihre Schwester zu pflegen. Sie dichtete jedoch am Sterbebett ihrer Schwester, ihr letztes Lied, bevor sie selbst an der Masernerkrankung verstarb. Dieser Krankheit unterlag noch im selben Jahr auch die dritte Schwester Christiane Magdalena von Schwarzburg-Rudolstadt.Johann Traugott Löschke: Denkschrift über Gräfin Ludoämilia Elisabetha aus dem nun Fürstlichen Hause Schwarzburg-Rudolstadt und über Hoehderselben in Gemneinschaft mit zwei Hofgräflichen Schwestern vor 200 Jahre im Frühling des Jahres 1672 erfolgtes christ=seliges Ende. J. T. Löschke, Leipzig 1872. S. 23.

In der Leichenpredigtsammlung von Justus Söffing wird Sophia Juliane von Schwarzburg-Rudolstadt in der ihr gewidmeten Leichenpredigt von M. Johann-Georg Rothen, mit Juliana von Nikomedia verglichen, deren christlichen Märtyreritod, heiliggesprochen wurde. Deren Namenstag ist der 16. Februar. Sophia Juliane von Schwarzburg-Rudolstadt wurde nach dem julianischen Kalender am Namenstag der Juliana von Nikomedia begraben.M. Johann-Georg Rothen: Trauer=und Trost=Gedächtnis Des Julianen=Tages An dessen Abendt Des hochgebohrenen Christ=Gräflichen Fräuleins/ Fr. Sophia Juliane/ Geborner Gräffin zu Schwarzburg und Hohenstein... In: Justus Söffing: Eine nach Jesu Sehnlich verlangende Seele/ aus dem Kirchen-Seufftzer: Komm/ du schöne Freuden-Krone/ bleib nicht lange/ Deiner wart ich mit Verlangen : Als Das Hochgebohrne Fräulein/ Fr. Sophia Juliana Gräfin und Fräulein zu Schwartzburg und Hohnstein/... Den XIV. Februarii Ao. MDCLXXII. … entschlaffen/ und Dero Leichnam den XVI. Eiusdem in der Gräflichen Hof-Kirchen biß zur Beysetzung niedergesetzet worden / In einer Trauer- und Trost-Predigt beschrieben ...Von Justus Söffing der Heil. Schrifft Doct. und Superintendenten zu Rudolstadt. Freyschmiedt, Rudolstadt 1672. S. 18. Damals war in Nord-, sowie in Mitteldeutschland der julianische Kalender in Gebrauch. Diese Regionen waren von der evangelischen Glaubensausrichtung geprägt, während sich die katholischen Gebiete bereits am gregorianischen Kalender orientierten.Johann Traugott Löschke: Denkschrift über Gräfin Ludoämilia Elisabetha aus dem nun Fürstlichen Hause Schwarzburg-Rudolstadt und über Hoehderselben in Gemneinschaft mit zwei Hofgräflichen Schwestern vor 200 Jahre im Frühling des Jahres 1672 erfolgtes christ=seliges Ende. J. T. Löschke, Leipzig 1872. S. 1. Unterstrichen wird in dieser Leichenpredigt wiederholt ihre Nähe zu Jesus. Sie sei „unter der seeligmachenden Erkäntnis und süssen Bekentnis ihres einiggeliebten Jesu [...] unter Christen / und unter schönen Trost der Schriften / Heldenmuthig und sanfft seelig entschlaffen“.M. Johann-Georg Rothen: Trauer=und Trost=Gedächtnis Des Julianen=Tages An dessen Abendt Des hochgebohrenen Christ=Gräflichen Fräuleins/ Fr. Sophia Juliane/ Geborner Gräffin zu Schwarzburg und Hohenstein... In: Justus Söffing: Eine nach Jesu Sehnlich verlangende Seele/ aus dem Kirchen-Seufftzer: Komm/ du schöne Freuden-Krone/ bleib nicht lange/ Deiner wart ich mit Verlangen : Als Das Hochgebohrne Fräulein/ Fr. Sophia Juliana Gräfin und Fräulein zu Schwartzburg und Hohnstein/... Den XIV. Februarii Ao. MDCLXXII. ... entschlaffen/ und Dero Leichnam den XVI. Eiusdem in der Gräflichen Hof-Kirchen biß zur Beysetzung niedergesetzet worden / In einer Trauer- und Trost-Predigt beschrieben ...Von Justus Söffing der Heil. Schrifft Doct. und Superintendenten zu Rudolstadt. Freyschmiedt, Rudolstadt 1672. S. 19. Der Umgang der Angehörigen mit dem Tod der drei Schwestern wird hochgelobt, wobei argumentativ der Protestantismus über den Katholizismus gestellt wird.W. Thilo: Ludämilia Elisabeth, Gräfin von Schwarzburg=Rudolstadt. Ein Beitrag zur Geschichte der geistlichen Dichtung im 17. Jahrhundert. Ein Vortrag aus Veranstaltung des Evangelischen Vereins für kirchliche Zwecke. Wilhelm Schulthes, Berlin 1855. S. 25.

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