mini|hochkant=0.6|Friedrich von Schwerin (Porträt von Caspar Ritter um 1908). mini|hochkant=0.6|Freda von Schwerin (Porträt von Franz von Lenbach, ca. 1900). Graf Friedrich Rudolf Bernhard von Schwerin, auch mit Besitznamen von Schwerin-Stolpe genannt (* 7. Mai 1869 in Dargibell, heute Ortsteil von Neu Kosenow; † 19. März 1924 in Greifswald) war GutsbesitzerErnst Seyfert: Güter-Adreßbuch für die Provinz Pommern. 1914. Verzeichnis sämtlicher Rittergüter und Güter und größeren Bauernhöfe der Provinz. Hrsg. Handbuch der Königlichen Behörden., In: Niekammer’s Landwirtschaftliche Güter-Adreßbücher. Band I, (Paul Niekammer), 4. Auflage, Reichenbach’sche Verlagsbuchhandlung, Leipzig 1914, S. 2–3, u. S. 104–105. und königlicher preußischer Hofmarschall.

Leben Friedrich von Schwerin entstammte dem Adelsgeschlecht derer von Schwerin. Er war der jüngere Sohn des Bernhard Wilhelm Helmut Karl von Schwerin (1831–1906) und dessen Frau Wally, geb. von Katte (1842–1931), zweite Tochter des Rudolf von Katte und der Valerie Leopoldine geb. Gräfin von der Schulenburg.

Als zweitem Sohn war für Friedrich eine Laufbahn als Offizier oder im Staatsdienst vorgesehen. Nach seiner Dienstzeit im Kürassier-Regiment „Königin“ (Pommersches) Nr. 2 in Pasewalk trat er in den preußischen Hofdienst und wurde dort Kammerherr und Hofmarschall.Walter von Hueck. Et al.: Genealogisches Handbuch der Gräflichen Häuser. A (Uradel). 1970. Band VI/47 GHdA. Hrsg. Deutsches Adelsarchiv, C. A. Starke, Limburg an der Lahn 1970, , S. 359 und 361. Als Hofmarschall leitete er die Hofhaltung des Prinzen Friedrich Leopold von Preußen. Sein militärischer Rang war zuletzt Major der Reserve.Siehe: Grabstein. Erbbegräbnis Stolpe. Usedom.

Von seinem Vater erhielt er 1895 Stolpe auf Usedom mit dem Vorwerk Ost-Klüne. Bis 1905 ließ er das Schloss Stolpe umfassend umbauen. Daneben war er Fideikommissherr auf Busow mit Luisenhof. Die Kapelle in Busow wurde 1909 renoviert.Siehe Signatur Wetterhahn-Kapelle Busow: In: Wikimedia Commons: [:Datei:Busow Kapelle Wetterhahn.JPG|Wetterhahn Kapelle Busow]. Stand 2013.

Familie Graf Friedrich von Schwerin heiratete am 13. März 1895 in Berlin Freda Anna Wilhelmine von Kleist (* 18. Mai 1872; † 14. März 1957), Tochter des Generals Karl Wilhelm Heinrich von Kleist (1836–1917), Enkelin von Hellmuth von Gordon und Ehrendame des Theresienordens. Das Paar hatte zwei Söhne: Karl Joseph (1895–1941, gefallen), erbte Stolpe und Busow, ⚭ 1938 Margarete von Bernstorff (* 1906) Hans Heinrich (1897–1918, bei einem Flugzeugunfall in Belgien)Alexis von Schoenermarck: Helden-Gedenkmappe des deutschen Adels. Verlag von Wilhelm Petri, Stuttgart 1921, S. 296.

Friedrich von Schwerin wurde in der Familiengrabstätte in Stolpe beigesetzt, wo sein Grab erhalten ist. Freda Gräfin von Schwerin musste Stolpe nach der Bodenreform 1945 verlassen. Die Umstände ihrer Beisetzung 1957 in Stolpe wurden literarisch von Wolfgang Kohlhaase verarbeitetHans Josef Graf von Schwerin: Gräfin Freda von Schwerin, geb. von Kleist. In: Schloss Stolpe auf Usedom – Geschichte und Zukunft. 2. Auflage. In: Usedom-Wolliner Blätter, 4, . Störr, Ostklüne 2010, ISBN 3-937040-03-X, S. 9–12. und 1992 als Begräbnis einer Gräfin von Heiner Carow verfilmt.

Am Schloss Stolpe ist bis heute ein großes Allianzwappen v. Schwerin und v. Kleist sichtbar.

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Auszeichnungen Roter Adlerorden, 4. KlasseOrden und ihre Reihenfolge nach: Handbuch über den Königlich Preußischen Hof und Staat für das Jahr 1911. Verlag der Geheimen Ober-Hofbuchdruckerei R. (L.) v. Decker Marquardt & Schenck, Berlin 1911, S. 36. Königlicher Kronen-Orden (Preußen), 3. Klasse Landwehr-Dienstauszeichnung, 1. Klasse Johanniterorden, Rechtsritter Hausorden Albrechts des Bären, Kommandeur 2. Klasse Zivilverdienstorden (Bulgarien), Großkreuz Orden vom Doppelten Drachen, II. Klasse, 2. Stufe Greifenorden, Großkomturkreuz Oldenburgischer Haus- und Verdienstorden des Herzogs Peter Friedrich Ludwig, Ehren-Komtur Orden unserer lieben Frau von Vila Viçosa, Großkreuz Sankt-Stanislaus-Orden, II. Klasse mit Stern Hausorden vom Weißen Falken, Komtur mit Stern Orden de Isabel la Católica, Großkreuz

Genealogie Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Gräflichen Häuser. Zugleich Adelsmatrikel/DAG. Teil A (Uradel). 1942. Jahrgang 115, Justus Perthes, Gotha November 1941, S. 511. Walter von Hueck, Friedrich Wilhelm Euler: Genealogisches Handbuch der Gräflichen Häuser. A (Uradel). 1970. Band VI, Band 47 der Gesamtreihe GHdA, Hrsg. Deutsches Adelsarchiv, C. A. Starke, Limburg an der Lahn 1970, , S. 359 und 361.

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Einzelnachweise

Friedrich Rudolf Bernhard Kategorie:Person (Vorpommern) Friedrich Rudolf Bernhard Kategorie:Kammerherr (Preußen) Kategorie:Hofmarschall Kategorie:Träger des Roten Adlerordens 4. Klasse Kategorie:Träger des Preußischen Königlichen Kronenordens 3. Klasse Kategorie:Rechtsritter (Johanniterorden) Kategorie:Träger des Hausordens vom Weißen Falken (Kommandeur) Kategorie:Träger des Hausordens Albrechts des Bären Kategorie:Träger des Sankt-Stanislausordens (Russland) Kategorie:Träger des Greifenordens Kategorie:Träger des Ordens vom Doppelten Drachen Kategorie:Träger des Oldenburgischen Haus- und Verdienstordens des Herzogs Peter Friedrich Ludwig Kategorie:Major (Preußen) Kategorie:Preuße Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1869 Kategorie:Gestorben 1924 Kategorie:Mann